Patchwork Family

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Das tradierte Familienbild "Vater, Mutter, Kind(er)", ist längst überholt und durch weitere Familienkonzepte ersetzt. Die sogenannten Stieffamilien oder Pachtworkfamilien sind immer häufiger anzutreffen.

PatchworkfamilieAkzeptanz und Respekt sind in einer Patchworkfamilie wichtig. (Foto by: jackfrog / Fotolia)

Unterschiedliche Familienformen

Aufgrund der hohen Trennungsrate werden über 43% der Ehen wieder geschieden. Es ergeben sich ganz unterschiedliche Familienkonstellationen, wenn die geschiedene Elternteile neue Partnerschaften eingehen, und das ist nicht selten der Fall. Im Regelfall bleiben nach einer Trennung die Kinder bei der Mutter. Aber natürlich gibt es auch alleinerziehende Väter, mehr durch Tod des Partners als durch Scheidung, aber es gibt sie. gehen die Partner nun eine neue Beziehung ein, kommt es, dass die Kinder sich entweder an neue "Mutter" oder einen neuen "Vater" gewöhnen müssen. Nicht selten erwachsen aus dieser neuen Beziehung weitere, gemeinsame Kinder. Und auch diese neue Beziehung muss nicht zwangsläufig für die Ewigkeit halten. Die Chancen, dass auch diese Ehe geschieden wird oder die Beziehung auseinander geht, sind ebenso hoch wie bei der ersten, bereits gescheiterten Ehe/Beziehung. Dann können auch schon mal Kinder unter einem Dach wohnen, die zusammen vier unterschiedliche Väter und drei unterschiedliche Mütter haben.

Konflikte sind Programm

Bei solchen Patchworkfamilien, müssen relativ plötzlich neue Familienmitglieder mit neuen Situationen miteinander auskommen. Am einfachsten scheint das zu funktionieren, wenn "nur" ein neuer Vater in die Familie kommt. Sie sind auch die geläufigste Form einer Stieffamilie, weil meistens doch die Kinder bei der Mutter bleiben. Im umgekehrten Fall haben die Kinder des Vaters eine neue Mutter. Und an die Mutter werden in der Regel besondere Erwartungen geknüpft. Die Stiefmutter hat nicht selten einen Kampf gegen Windmühlen zu bestreiten. Kommen dann noch weitere Kinder dazu, müssen sich alle Geschwister neu orientieren und ihren Platz in der Familie finden. Das ist nicht immer einfach, denn es geht auch mit Privilegienverlust und mehr Verantwortung einher. Und natürlich gehen die Reibereien der Geschwister nicht spurlos an der neuen Partnerschaft vorbei.

Professionelle Hilfe

Das Leben in einer Patchworkfamilie ist für alle Mitglieder neu und nicht immer einfach. Darum nehmen viele Betroffene Hilfe von Familienberatungsstellen an oder suchen psychologischen Beistand in Form von Paar- oder Familientherapie. Mittels dieser Hilfe kann die Gesamtsituation entspannt werden, und es können Hilfen und Strategien zur Entschärfung/Lösung bestimmter Details entwickelt werden. Eine solche therapeutische Unterstützung braucht Zeit. Aber es ist gut investierte Zeit, wenn sich am Ende alle wohl fühlen in ihrer Rolle und Position innerhalb der Familie.


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