Oralverkehr: Liebesspiel mit dem Mund

Unter Oralverkehr, auch Oralsex, versteht man die Stimulation und/oder Befriedigung des oder der Partner/in mit dem Mund. Oralverkehr kann Teil eines intensiven Vorspiels sein, kann aber auch beim Geschlechtsakt praktiziert werden. Erlaubt ist dabei, was gefällt und als angenehm empfunden wird.

Oralverkehr kann Teil eines intensiven Vorspiels sein.Oralverkehr kann Teil eines intensiven Vorspiels sein. (Foto by: Nobilior / Depositphotos)

Fellatio: Oralverkehr bei Männern

Der Begriff "Fellatio" stammt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt "Saugen". Damit wird das Stimulieren der männlichen Genitalien bezeichnet. Umgangssprachlich wird diese Praktik auch als "Blasen", "Französisch" oder "Lutschen" bezeichnet. Aus dem Englischen ist die Bezeichnung Blowjob bekannt.

Wie geht Fellatio?

Bei dieser Technik werden vor allem der Penis, die Eichel und die Hoden mit der Zunge und den Lippen berührt, geleckt, geküsst, gesaugt und in den Mund genommen.

Oft wird der erigierte Penis tief bis in den hinteren Bereich des Rachens aufgenommen, wobei es sich um eine besondere Form handelt. Dabei ist vor allem Entspannung wichtig, um einen Würgereiz zu verhindern. Bei dieser Art von Stimulation kommt Mann oft zum Samenerguss

Dabei ist es jedem selbst überlassen, ob er den Samen schlucken oder doch lieber wieder ausspucken möchte. Der geschluckte Samen des Mannes ist nicht gesundheitsschädlich und kann zu keiner Schwangerschaft führen. Jedoch setzt das bei den beteiligten Personen viel Einfühlungsvermögen und Vertrauen voraus.

Für noch mehr Stimulation kann beim Fellatio der Penis mit der Hand festgehalten und stimuliert werden. Aber auch die Hoden können mit der Hand leicht massiert und gestreichelt werden.

Zusätzlich können die erogenen Zonen des Mannes, wie die Innenseite der Oberschenkel, die Leistengegend, die Region zwischen Hoden und Anus und der Anus selbst mit der Zunge stimuliert werden, was für ihn meist höchst erregend ist.

Cunnilingus: Oralverkehr bei Frauen

Das Stimulieren der weiblichen Geschlechtsorgane, insbesondere der Klitoris, den inneren Schamlippen, der Scheidenvorhof und Vaginaleingang, bringt die Frau zu einem besonders intensiven Orgasmus. Denn oft ist die direkte Reizung der Klitoris Garant für den weiblichen Orgasmus.

Dabei darf geküsst, geleckt aber auch zärtlich geknabbert werden. Um Frau noch mehr zu verwöhnen, kann der Partner zwischendurch immer wieder den Druck sowie die Bewegungen und die Schnelligkeit verändern.

Während des Oralverkehrs sondert frau ein spezielles Sekret ab, welches die Vagina feucht macht und damit den Geschlechtsverkehr erleichtert.

Oralverkehr kann für beide Geschlechter als sehr erregend empfunden werden und zum Orgasmus führen.Oralverkehr kann für beide Geschlechter als sehr erregend empfunden werden und zum Orgasmus führen. (Foto by: konradbak / Depositphotos)

69: Oralverkehr in der „Neunundsechzig-Stellung“

Hierbei stimulieren sich die Partner gleichzeitig oral und liegen entweder übereinander oder nebeneinander. Dabei ist das Gesicht dem Intimbereich des Partners/der Partnerin zugewandt.

Stimuliert wird dabei mit Händen, Lippen und Zunge.

Anilingus: Oralverkehr im Anusbereich

Der Anus zählt zwar nicht zu den eigentlichen Genitalien, jedoch kann die Stimulation dieses hochsensiblen Körperteils als sehr erregend empfunden werden.

Anilingus kann von leichtem Zungenspiel bis zur Penetration mit der Zunge durchgeführt werden.

Die Vorteile von Oralsex

Studien, die am Kinsey Institut der Universität von Indiana durchgeführt wurden, beweisen, dass Oralsex das Wohlbefinden, die Schlafqualität sowie das intime Verhältnis zum Partner/zur Partnerin verbessern kann.

Verantwortlich dafür ist das, beim Oralverkehr ausgeschüttete, Kuschelhormon Oxytocin. Dies soll unter anderem vor diversen Erkrankungen schützen und sorgt dafür, dass man sich geborgen fühlt.

Das sollte beim Oralverkehr beachtet werden

Unter anderem können bei Oralsex Krankheiten und Infektionen übertragen werden. So kann eine Ansteckung mit Syphilis, Hepatitis B und Hepatitis A (speziell bei Anilingus) sowie bei Fellatio die im Rachen übertragbare Primärläsion Angina specifica stattfinden.

Das HIV Virus wird äußerst selten beim Oralverkehr übertragen, jedoch schützen die Maßnahmen, kein Sperma im Mund aufzunehmen oder bei Regelblutung keinesfalls Cunnilingus zu praktizieren.

Deshalb ist es empfehlenswert, auf besondere Hygiene zu achten und beim Mann Kondome und bei Frauen Latextücher zu verwenden.

Wenn man weiß, dass man an einer Geschlechtskrankheit leidet, sollte auch auf Oralverkehr während der Rekonvaleszenz verzichtet werden, um den Partner nicht zu gefährden.

Zum Schluss noch etwas Aufheiterndes vom Kabarettisten Michael Niavarani:


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