Oralverkehr

Oralverkehr findet mit dem Mund des einen Partners an der Genitalregion des anderen Partners statt, sowohl bei heterosexuellen Menschen wie auch homosexuellen. Auch wenn die Geschichte diese Art des Sexualverkehrs als sündhaft, kriminell oder pervers abtat, Oralverkehr wurde und wird praktiziert und bei beiden praktizierenden Geschlechtern als sehr angenehm empfunden.

OralverkehrOralverkehr kann Teil eines intensiven Vorspiels sein. (Foto by: Nobilior / Depositphotos)

Es werden zwei Arten des Oralverkehrs unterschieden:

  • Die orale Stimulation des Penis, der sogenannte Fellatio
  • Die orale Stimulation der Frau, Cunnilingus genannt

Oralverkehr kann prinzipiell von heterosexuellen oder homosexuellen Paaren sowie auch bei Gruppensex angewendet werden. Es kann ein Teil des intensiven Vorspiels sein oder aber als der Geschlechtsakt als solches. Oralverkehr führt in der Regel bei beiden Geschlechtern zum Orgasmus.

Nicht alle Pärchen praktizieren Oralverkehr, da manche die Stimulation direkt an den Genitalien, ob aktiv oder passiv, als nicht angenehm empfinden. Geschichtlich wurde Oralverkehr oft auch in Kulturen, die andere Sexualpraktiken eher tolerierten, abgelehnt. Eventuell lag dies an den hygienischen Möglichkeiten, Infektionserkrankungen konnten leichter übertragen werden und die Heilung war aufgrund der unzureichenden medizinischen Versorgung oft schwierig.

Oralverkehr – Praktik

Oralverkehr bei Männern, Fellatio

Das Stimulieren des männlichen Penis wird auch blasen, französisch oder lutschen und mehr genannt. Penis und Eichel werden mit der Zunge berührt, es wird geleckt, die Zunge kreist um die Eichel, der Penis wird in den Mund genommen. Gleichzeitig kann mit den Händen masturbiert werden.

Als weitere sehr erogene Zonen des Mannes gelten die Innenseite der Oberschenkel, die Hoden, die Leistengegend, die Region zwischen Hoden und Anus und der Anus selbst. Wird an diesen Stellen der Mann mit der Zunge stimuliert, ist das für ihn meist höchst erregend. Anzuführen sei: Der geschluckte Samen des Mannes kann zu keiner Schwangerschaft führen und ist nicht gesundheitsschädlich.

Oralverkehr bei Frauen, Cunnilingus

Das Stimulieren der weiblichen Geschlechtsorgane, insbesondere der Klitoris, den inneren Schamlippen, der Scheidenvorhof und Vaginaleingang, bringt die Frau zu einem besonders intensiven Orgasmus. Denn die direkte Reizung der Klitoris ist Garant für den weiblichen Orgasmus.

Weiters kann auch die Analregion stimuliert werden, da sich hier viele Nerven befinden, wird dies als sehr erregend empfunden. Eine Frau sondert während des oralen Verwöhnens ein spezielles Sekret ab, welches die Scheide feucht macht und damit den Geschlechtsverkehr erleichtert.

Sexualpraktik OralverkehrOralverkehr kann für beide Geschlechter als sehr erregend empfunden werden und zum Orgasmus führen. (Foto by: konradbak / Depositphotos)

Oralverkehr in der „Neunundsechzig-Stellung“

Hierbei stimulieren sich die Partner gleichzeitig oral, entweder übereinander oder nebeneinander.

Oralverkehr im Anusbereich, Anilingus

Der Anus zählt zwar nicht zu den eigentlichen Genitalien, jedoch ist die Stimulation hier sehr erregend. Anilingus kann von leichtem Zungenspiel bis zur Penetration mit der Zunge durchgeführt werden. Da es möglich ist, Geschlechtskrankheiten beim Oralverkehr zu übertragen, ist auf besondere Hygiene wert zu legen.

So kann eine Ansteckung mit Syphilis, Hepatitis B und Hepatitis A (speziell bei Anilingus) sowie bei Fellatio die im Rachen übertragbare Primärläsion Angina specifica stattfinden. Das HIV Virus wird äußerst selten beim Oralverkehr übertragen, jedoch schützen die Maßnahmen, kein Sperma im Mund aufzunehmen oder bei Regelblutung keinesfalls Cunnilingus zu praktizieren.

Fazit

Oralverkehr kann für beide Geschlechter als sehr erregend empfunden werden und zum Orgasmus führen. Da die körperliche Hygiene eine wichtige Rolle spielt, wird Oralverkehr meist durchgeführt, wenn sich die Partner bereits besser kennen. Prinzipiell kann Oralverkehr sehr viel Spaß bereiten und das Liebesspiel anregen.

Unser Tipp: Einfach ausprobieren!

Wenn man weiß, dass man an einer Geschlechtskrankheit leidet, sollte auch auf Oralverkehr während der Rekonvaleszenz verzichtet werden, um den Partner nicht zu gefährden.

Zum Schluss noch etwas Aufheiterndes vom Kabarettisten Michael Niavarani:


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