Heilchance durch Homöopathie?

01.06.2011 von | 0 Kommentare

Die alternativmedizinische Behandlungsmethode oder Homöopathie ist ein gültiges Verfahren der Heilkunde. Es ist die Behandlung von Körper und Seele mit natürlichen Mitteln. So erfolgt ein Selbstheilungspozess mit Unterstützung durch Homöopathie.

Homöopathie und Naturheilkunde Homöopathie vertritt den Grundsatz Ähnliches mit Ähnlichem zu heilen. (Foto by: fotoknips / Fotolia)

Woher stammt die Homöopathie?

Lange vor der Klassischen, der wissenschaftlich fundierten Medizin, hatten Kräuterkundige und Schamanen die Heilung von Körper und Seele inne. Diese behandelten ihre Patienten mit natürlichen Mitteln. Dies waren hauptsächlich Kräuter und Pflanzen, deren Wirksamkeit bei verschiedenen Leiden seit Anbeginn der Menschheit von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Später, im Mittelalter, wurden diese Kräuterkundigen häufig als Hexen denunziert. Durch die Inquisition wurde sehr viel Wissen um die Heilkraft der Natur zerstört. Aus den verbliebenen Fragmenten dieses Wissens, griff im 18. Jahrhundert der deutsche Arzt und Apotheker Samuel Hahnemann dieses Wissen wieder auf und formulierte ein noch heute gültiges Verfahren der Heilkunde, das als Homöopathie bekannt ist.

Wie wirkt die Homöopathie?

Samuel Hahnemann begriff diese sogenannte sanfte Medizin so, dass der Körper bei einer Erkrankung seine Selbstheilungskräfte aktiviert, und diese von der Homöopathie unterstützt werden. Er entwickelte die Ähnlichkeitsregel, auf deren Grundlage eine Arznei ähnliche Symptome der Erkrankung eines Patienten bei einem Gesunden hervorgerufen würden. So wird diese Arznei in stark verdünnter Form (Potenz) dem Patienten verabreicht und dadurch seine Selbstheilungskräfte unterstützt. Es werden bei der Homöopathie sowohl pflanzliche, tierische, mineralische und chemische Stoffe verwendet, wobei die Wirksamkeit durch die Potenzierung (Verdünnung) erhöht wird. Einfach gesagt: je größer die Verdünnung, desto wirksamer das Medikament.

Klassische Medizin und Homöopathie?

Lange Zeit waren die Anhänger beider Lager sehr zerstritten. Mittlerweile jedoch lernen beide voneinander und versuchen statt dessen in kleinen Schritten ein Miteinander. Wenn es um Operationen oder Knochenbrüche geht, wird jeder Homöopath zu einem approbierten Arzt raten, da er solche Fälle mit seiner Medizin nicht zu heilen vermag. Geht es jedoch um chronische Leiden, ist tendenziell zu sehen, dass approbierte Ärzte zu einem Homöopathen raten, weil man in der Homöopathie bereits Heilungen chronischer Leiden, zumindest jedoch langfristige Linderung einer chronischen Erkrankung erreicht hat. Bislang haben traditionelle Ärzte bei chronischen Leiden zumeist nur kurzfristige Linderung erreicht. Wünschenswert wäre für Patienten, wenn traditionelle Medizin und Homöopathie einhergehend, gleichgestellt miteinander den Heilungsprozess vorantreiben würden. Für Homöopathen wäre damit gegeben, dass auch sie von den zuständigen Krankenkassen anerkannt werden müssten, was letztendlich den Patienten zugute käme.


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Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 01.06.2011
Überarbeitet am: 13.08.2017

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