Gelenksschwellung

Schwillt ein Gelenk an, ist es verletzt oder entzündet. Die Gelenke des menschlichen Körpers sind ständig starken Belastungen ausgesetzt, ob beim Sport oder im Alltag. Bei falscher Belastung kann das zu Gelenkschmerzen und Gelenkschwellungen führen. Die Behandlungsmöglichkeiten reichen von Medikamenten bis hin zu operativen Eingriffen.

GelenkschwellungEine falsche Belastung der Gelenke kann zu Gelenkschmerzen und Gelenkschwellungen führen. (Foto by: Maridav / Depositphotos)

Bei einer Gelenkschwellung handelt es sich um eine Verletzung oder Entzündung eines Gelenkes. Die Knochen im menschlichen Körper sind durch die Gelenke verbunden und dadurch beweglich. Ein menschlicher Körper hat über hundert Gelenke. Ein Gelenk besteht neben den Knochen aus Gelenkknorpel, Sehnen, Bändern, Gelenkflüssigkeit und noch vielen anderen Gelenkstrukturen.

Stets werden die Gelenke beansprucht und belastet, ob im Alltag oder beim Sport oder im Beruf. Immer wenn wir beispielsweise laufen, springen oder etwas aufheben sind bestimmte Gelenke gefordert. Wenn die Belastung zu groß oder falsch ist, oder wenn Gelenksstrukturen, Knochen, Sehnen, Bänder oder Knorpel entzündet, verletzt oder gereizt sind, entstehen Gelenkschwellungen oder Gelenkschmerzen.

Die Ursachen für eine Gelenkschwellung

Für eine Gelenkschwellung kommen viele Ursachen infrage. Nach einer Verletzung, wie einen Sturz auf das Kniegelenk, kann sich ein Gelenkerguss bilden – die Folge ist ein angeschwollenes schmerzendes Gelenk. Für eine Entzündung in einem Gelenk können ebenso Bakterien wie bestimmte Krankheiten, Beispiel eine entzündliche Darmerkrankung, verantwortlich sein. Gelenkschwellungen bilden sich häufig bei degenerativen Erkrankungen wie einer Arthrose.

Ursachen für Gelenkschwellungen können sein:

  • Eine Arthrose (Gelenkverschleiß)
  • Eine Arthritis) (Gelenkentzündung)
  • Eine rheumatoide Arthritis (Gelenkrheumatismus)
  • Eine Luxation (Gelenkausrenkung)
  • Bestimmte Bandverletzungen wie ein Kreuzbandriss
  • Eine Schleimbeutelentzündung
  • Ein Gichtanfall
  • Ein Läuferknie
  • Ein Knochenbruch im Bereich des Gelenkes
  • Eine Osteoporose (Knochenschwund)
  • Bestehende Tumore im Bereich des Gelenkes

Die Behandlung von Gelenkschwellungen

Untersuchung GelenkschwellungDie Ursachen für eine Gelenkschwellung sind zahlreich und können doch schwerwiegend sein. (Foto by: Wavebreakmedia / Depositphotos)

Immer wird die Behandlung nach der Ursache der Gelenkschwellung gerichtet.

Symptomatisch helfen Schmerzpräparate verabreicht in Tablettenform, Pflastern oder Injektionen.

Handelt es sich um eine akute Gelenkentzündung mit daraus resultierender Gelenkschwellung, helfen Schonung, kühl halten und eventuell entzündungshemmende Medikamente.

Wenn ein Gelenkerguss vorliegt, ist eventuell eine Gelenkpunktion (Gelenkflüssigkeit wird mit der Nadel abgelassen) eine hilfreiche Behandlungsmethode. Unterstützend helfen orthopädische Hilfsmittel wie Gehhilfen oder Bandagen.

Wenn die Gelenkschwellung auf eine Arthrose zurückzuführen ist, ist Bewegung und Sport (Schwimmen, Radfahren, etc.) empfehlenswert, solange das Gelenk nicht entzündet ist. Bei einer Arthrose helfen auch andere Maßnahmen wie Physiotherapie, gezieltes Muskeltraining oder Wärmebehandlungen.

Manchmal helfen konservative Therapien nicht, dann kann die Gelenkschwellung nur durch einen operativen Eingriff behoben werden. Die Operationsform ist gegenwärtig schonend und nennt sich Arthroskopie (Gelenkspiegelung).

Weitere Informationen zum Thema Gelenkschwellungen

Da Gelenkschwellungen oft auf sportliche Überbelastung zurückzuführen sind, sind Sportmediziner gute Ansprechpartner. Es gilt: immer zum Arzt, wenn ein Gelenk geschwollen ist. Denn die Ursachen hierfür sind zahlreich und können doch schwerwiegend sein. Ein frühzeitiger Beginn mit einer entsprechenden Behandlung ist sinnvoll und führt schneller zur Heilung.


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