Figging

Beim Figging handelt es sich um eine Sexualpraktik in der BDSM-Szene (Sadomasochismus, Sado-Maso, SM, etc.), bei der ein zugeschnittenes Stück Ingwer in den Anus eingeführt wird. Das ist zwar schmerzhaft, aber ohne Verletzungsgefahr und wird als Form der Demütigung in die BDSM-Spiele eingefügt.

FiggingFigging zählt als Lustspiel in der Sadomaso-Szene. (Foto by: photographee.eu / Depositphotos)

Die Sexualpraktik Figging zählt auch zur Analerotik, doch zumeist wird sie in der BDSM-Szene angewendet, denn es kann als demütigende Körperstrafe empfunden werden.

Oft wird Figging beispielsweise mit gleichzeitiger Züchtigung des Gesäßes verbunden.

Folgende Wirkungen hat Figging:

  • Durch den Ingwer wird die Durchblutung der Geschlechtsorgane angeregt
  • die sexuelle Lust gesteigert
  • der Orgasmus oft verstärkt empfunden

Die Figging-Methode wurde ursprünglich von Pferdehändlern angewendet, die ihre Pferde dadurch lebhafter erscheinen ließen. Das eingeführte Ingwerstück im Anus des Pferdes ließ sie tanzen und die Schwänze anheben. Ein höherer Preis konnte erzielt werden.

Eine weitere Überlieferung ist im viktorianischen Zeitalter zu finden – hier wurde die Methode bereits als demütigende Körperstrafe angewendet, jedoch keinesfalls mit sexuellem Zusammengang, sondern um unartige Kinder zu strafen. Mit der Ingwerwurzel im kindlichen Anus konnte die Züchtigung durch die Unmöglichkeit der Anspannung der Gesäßmuskeln effektiver ausgeführt, das Kind noch mehr erniedrigt werden.

Praktik

  • Man benötigt für die Figging-Praktik ein frisches Stück Ingwer, welches in Form eines Zäpfchens oder eines Analstöpsels, einem sogenannten Butt Plug, geschnitten wird.
  • Dieses Stück Ingwer wird in den Anus geschoben (zwischen inneren und äußeren Schließmuskel). Ein warmer Einlauf reinigt vorab das Rektum.
  • Die Wirkung des Ingwers baut sich innerhalb von 5 Minuten auf, hält rund 20 bis 30 Minuten an und fühlt sich durch die Rezeptoren heiß, brennend und schmerzend an. Dies wirkt für den Anwender sehr erregend.

Ingwer zur Stimulierung

IngwerBeim Figging wird ein zugeschnittenes Stück Ingwer in den Anus eingeführt. (Foto by: egal / Depositphotos)

Ebenso kann, je nach Vorliebe, mit Ingwer die Klitoris, die Vagina, die Schamlippen oder der Penis gereizt werden. Dafür kann man auch den Saft des Ingwers verwenden. Zu empfehlen ist es, sich die Hände nach dem Berühren mit dem Ingwer gut mit Seife abzuwaschen und einen Kontakt mit den Augen zu vermeiden.

Gemahlener Ingwer oder Chili

Seltener kommt zum Figging gemahlener Ingwer oder Chili zu Einsatz. Gemahlenen Ingwer kann man mithilfe von Speichel auf die Geschlechtsorgane aufbringen, das erregende Gefühl setzt nach etwa 3 Minuten ein und hält für 10 Minuten an.

Von einem Verwenden mit Chili ist jedoch abzuraten, es kann durch den hohen Capsaicingehalt zu sehr lang anhaltenden Schmerzen kommen und sogar ernste Verbrennungen sind möglich. Noch seltener wird Säure zum Figging angewendet. Zitronensaft etwa verursacht einen sogenannten hohen Schmerz und wird als sehr unangenehm empfunden. In der Mehrzahl wenden Frauen die Figging-Praktik an.

Fazit

Figging ist eine Analpraktik, die besonders in der BDSM-Szene zum Einsatz kommt.

Es kommt zu keinen Verletzungen, aber zu brennenden Schmerzen für eine ziemliche lange Zeitspanne. Da dies durchaus als erregend empfunden wird, kommt Figging nicht nur als Demütigung infrage. Insbesondere Frauen finden die Figging-Methode sexuell sehr erregend.

Bei allen den Anus betreffenden Sexualpraktiken sollte man vorsichtig zu Werke gehen und besondere Hygiene walten lassen. Ein warmer Einlauf vorher reinigt beispielsweise das Rektum.

Frischen Ingwer bekommt man in allen Lebensmittelgeschäften. Die Form des Butt Plug (Analstöpsel) ist sinnvoll, weil sie am hinteren Ende breiter ist und darum nicht in den Anus rutschen kann. Analstöpsel kann man in den Sexshops erwerben.


Bewertung: Ø 3,4 (41 Stimmen)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

User Kommentare