Fetischismus

Von Fetischismus spricht man, wenn eine Person nur durch bestimmte Gegenstände oder Objekte sexuell erregt werden kann. Das können Kleidungsstücke oder Gegenstände aus Leder oder Gummi sein und vieles mehr. Der Fetischismus zählt zu Störungen der Sexualpräferenz, bei schweren Fällen muss er therapeutisch behandelt werden.

FetischismusNach dem Motto – Spaß macht was gefällt – ist der Fetischismus als Sexualpraktik zu sehen. (Foto by: Wisky / Depositphotos)

Fetischismus

Ein Fetischist kann sexuell nur durch bestimmte Objekte stimuliert werden, er ist zu sexuellen Handlungen oder zum Orgasmus nur durch diesen seinen individuellen Fetisch fähig. Um welchen Gegenstand es sich handelt, ist einerlei und liegt allein am Fetischisten - zumeist sind es jedoch spezielle Kleidungsstücke die einen Fetischisten zu erotischen Fantasien anregen.

Fetische sind ergo Sexualobjekte; der Fetischist braucht oft keinen Geschlechtsverkehr oder Sexualpartner. In den meisten Fällen sind Fetische Kleidungsstücke, die beispielsweise den weiblichen Körper für den Fetischisten darstellen. Auch Haare oder Pelze, die den Gedanken auf das Geschlechtsteil lenken, oder auf Ausscheidungen wie Gerüche, Leder, Gummi, etc. sind gängige Fetische. Fetische können also sein:

  • Lederbekleidung
  • Schuhe, Stiefel
  • Strümpfe, Strapse
  • Unterwäsche
  • Handschuhe
  • militärische Bekleidung

Oft spielt auch die Farbe eine Rolle bei der sexuellen Erregung oder Geräusche, wie das Klappern hoher Absätze. Ebenso geeignet sind Gegenstände wie Prothesen, Taschentücher oder Haarbürsten. Eine andere Art des Fetischismus stellt der „fetistische Travestismus“ dar. Der Fetischist kann nur dann sexuell erregt werden, wenn der Sexualpartner die bestimmten Kleidungsstücke anhat.

Praktik

Zur Praktik bei Fetischisten kann festgestellt werden, ein Fetischist benötigt seinen Fetisch und kann sich damit selbst befriedigen, oft, ohne dass er Hand anlegt. So können bestimmte Socken ausreichen, um einen Orgasmus hervorzurufen. Über krankhaftes Verhalten kann natürlich diskutiert werden, in der internationalen medizinischen Spezifikation gilt Fetischismus als Sexualstörung.

Ein Fetischist kann unter schweren Depressionen leiden, die aus Schuldgefühlen entstehen und aus Angst, seine Neigung könnte entdeckt werden. Ist dies der Fall, sollte sich ein Fetischist in psychotherapeutische Behandlung begeben.

FetischeTypische Fetische können Schuhe, Lederbekleidung oder Unterwäsche sein. (Foto by: ginasanders / Depositphotos)

Wobei: Es ist nicht leicht, die Grenze zwischen normal und Sucht abzustecken. Wird beispielsweise nur hin und wieder und auch im Beisein des Geschlechtspartners ein Fetisch verwendet, kann das durchaus als normal eingestuft werden. Wird der Fetischismus allerdings zum zwanghaften Verhalten, der Fetischist fühlt Ekel und macht sich Selbstvorwürfe, muss gehandelt werden. Es kann zu Verletzungen der eigenen Person aber schlimmstenfalls auch zu Verletzungen andere Personen kommen, wenn der Fetischismus zum ultimativen Zwang mutiert.

Fazit

Nach dem Motto – Spaß macht was gefällt – ist der Fetischismus als Sexualpraktik zu sehen. Allerdings darf dabei das psychische Verhalten nicht vergessen werden und zwanghafter Fetischismus kann durchaus krankhaft sein. Kommt es zu Symptomen wie Depressionen, sollte ein Psychotherapeut aufgesucht werden.

Fetischismus hat Suchtcharakter, das ist nicht von der Hand zu weisen. Allerdings, wenn beide Partner einverstanden sind, und ein Fetisch nur hin und wieder beim Sex angewendet wird, ist nichts dagegen einzuwenden.

Weitere Informationen zu Fetischismus

Viele Fetische wie Lackbekleidung kann man in Sexshops erwerben. Wird der Fetischismus zur Sucht und sollte entsprechend von einem Psychotherapeuten (eine Liste aller österreichischen Ärzte befindet sich auf unserer Plattform) behandelt werden.


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