Ehe und Lebensgemeinschaft

03.10.2011 von | 0 Kommentare

Die "wilde Ehe" ist heute schon selbstverständlich in unserer Gesellschaft. Eine Lebensgemeinschaft ohne Trauschein sollte dennoch nur eine Vorlaufphase zur Ehe sein. Denn oft werden auf die großen rechtlichen Unterschiede vergessen.

LebensgemeinschaftEs gibt einige rechtliche Nachteile für Paare die "unverbindlich" zusammen leben, also ohne Heirat. (Foto by: detailblick-info / Fotolia.com)

Die Partnerschaft zweier miteinander lebender Menschen hat an Bedeutung gewonnen und ist in unserer modernen Zeit mittlerweile zwar rechtlich verankert, aber dennoch gibt es immer noch große Unterschiede. Die heutige und positivere Bezeichnung "Eheähnliche Gemeinschaft" ist wohl weniger negativ besetzt als die, der wilden Ehe.

Sie hat nicht mehr den negativen Beigeschmack einer losen Liebelei und gilt weit verbreitet als Vorlaufphase zur Ehe. Unsere Gesellschaft, die geprägt ist von Reizüberflutungen, kann eine wilde Ehe eher dazu beitragen, sich nicht sofort fest und blind an eine zweite Person zu binden. Was früher gang und gäbe war, ist heute wohl eine vorsichts- und freiraumschaffende Maßnahme.

Die wilde Ehe

Der Ausdruck der wilden Ehe geht bis ins Mittelalter, ja sogar bis in die Antike zurück. Gleichzusetzen mit den Konkubinaten und den „Ehen minderen Rechts“ hat die wilde Ehe Berechtigung, auch wenn der Begriff negativ besetzt ist. Die wilde Ehe war der Vorläufer zur Liebesheirat, für solche Paare, die sich nicht verheiraten durften oder konnten.

Lebens- bzw. Geschlechtsgemeinschaft

Die Zahl einer sogenannten Lebensgemeinschaft stieg in den letzten Jarhzehnten erheblich an. Paare die unverbindlich zusammen leben, können das "Beisammen sein" formlos eingehen, und auch wieder formlos auflösen. Dennoch gibt es rechtliche Nachteile gegenüber einer Ehe, die man nicht vergessen sollte.

  • kein Anspruch auf Hinterbliebenenpension
  • kein Erbrecht
  • keine gesetzliche Regelung für die Aufteilung von (Gebrauchs-)Vermögen
  • die Obsorge eines gemeinsamen Kindes stehen allein der Mutter zu
  • keine Rückerstattung von Investitionen

Aufgrund dieser mangelnden gesetzlichen Regelungen, solch wichtiger Punkte sollten diese vertraglich bzw. testamentarisch geregelt sein.


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