Beachtenswertes bei Medikamente für Kinder

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Für viele kleinere Beschwerden bei Kindern gibt es in Apotheken rezeptfreie Arzneimittel zu kaufen. Sowohl bei der Wahl des Medikaments, aber auch bei dessen Dosierung sind einige wichtige Regeln zu beachten.

krankes KindKinder reagieren auf die Gabe vieler Arzneistoffe wesentlich empfindlicher als Erwachsene. (Foto by: Tanja / Fotolia)

Ob Bauch- oder Wachstumsschmerzen, Schnupfen und Husten, eine Mittelohrentzündung oder ein Magen-Darm-Infekt: Kinder werden erfahrungsgemäß häufig krank. Bis zu 15 Infekte im Jahr gelten bei Medizinern als normal.

Natürlich greifen Eltern dann rasch zu Fieberzäpfchen oder Hustensaft, schließlich sollen den Kleinen nicht unnötig leiden und schnell wieder gesund werden. Doch Obacht: Die meisten Medikamente - egal ob rezeptfrei oder nicht - sind im Prinzip für Kinder nicht zugelassen. Aus verständlichen ethischen Gründen führt kaum ein Pharmaunternehmen Versuche an Kindern durch. Zudem sind die Kosten dafür immens hoch.

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen

Aus diesem Grund verwenden viele Kinderärzte Medikamente, die eigentlich für Erwachsene gedacht sind und berechnen die richtige Dosierung aufgrund ihrer Erfahrung. Oft wird auch auf ein weniger wirksames Mittel zurückgegriffen, dass aber dafür für die kleinen Patienten zugelassen ist.

Kinder jedoch sind keine kleinen Erwachsenen, ihr Körper reagiert auf die Gabe vieler Arzneistoffe wesentlich empfindlicher. Viele Inhaltsstoffe, die bei einem Erwachsenen keinerlei Nebenwirkungen haben, können bei einem Kind schwere Schäden hervorrufen oder gar dessen Tod zur Folge haben. Auch rezeptfreie Medikamente für Kinder sind nicht ungefährlich.

Worauf muss ich als Elternteil achten?

Zum einen ist es wichtig, die Dosierungsvorgaben auf der Packung genau zu befolgen. Die Medikamentengabe darf nicht eigenmächtig erhöht bzw. verringert werden. Am besten ist es, vor der Gabe von Medikamenten einen Kinderarzt zu befragen und die Ursache der kindlichen Beschwerden abzuklären. Zudem sollten Medikamente für Erwachsene, etwa wenn sie aus einer Therapie übrig geblieben sind, nicht an Kinder verabreicht werden. Viele Inhaltsstoffe werden von Kindern nicht vertragen. So verursachen Kampfer und Menthol, ätherische Öle, die häufig in Erkältungsmitteln vorkommen, bei Babys und Kleinkindern oft krampfartige Anfälle, die im schlimmsten Fall tödlich enden können.

Auch bei pflanzlichen Arzneimitteln ist Vorsicht geboten: Kräuterauszüge enthalten oft bis zu 45 Prozent Alkohol und sind daher für Kinder ungeeignet. Als Faustregel sollte gelten: So wenig Medikamente wie möglich, so viele wie unbedingt nötig. Bei leichten Beschwerden und Infekten können Sie beruhigt auf die Selbstheilung vertrauen und diese mit bewährten Hausmittel (etwa Wadenwickeln oder Holundersaft bei Fieber) unterstützen.


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