Allergisch - was tun?

18.08.2011 von | 0 Kommentare

Hat man den Verdacht, dass man auf bestimmte Stoffe allergisch reagiert, egal ob Pollen oder Nahrungsmittel, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Denn vor Allergien ist keiner geschützt und kann auch im hohen Alter auftreten.

Allergisch Bei Verdacht auf eine Allergie sollte eine Arzt aufgesucht werden. (Foto by: Alliance / Fotolia)

Und plötzlich ist alles anders!

Der eigene Körper reagiert mit einem roten Hautauschlag bei Verzehr von einer Schokolade mit Erdnüssen, obwohl man sie schon immer gegessen hat. Oder die Nase kribbelt unaufhörlich, ständiges Niesen und rote juckende Augen, nur weil man Sonntags Nachmittag gemütlich auf einer Wiese liegt und die Sonne genießt. Vor Allergien ist keiner geschützt!!

Vorbeugung

Hat man den Verdacht, dass man auf bestimmte Stoffe allergisch reagiert, egal ob Pollen oder Nahrungsmittel, dann empfiehlt es sich, als ersten Schritt, einen Arzt aufzusuchen. Mittels eines Bluttestes lässt sich der Verdacht schnell bestätigen. Dabei können weitere Allergien gegen ähnliche Substanzen gleich mitbestimmen werden, den oft gibt es Kreuzreaktionen. Zum Beispiel kann ein Patient, der jahrelang nur gegen Birkenpollen allergisch war, plötzlich auch auf Pollen von Hasel und Erle reagieren. Diese 3 Allergene sind sch im chemischen Aufbau ähnlich. Anfang konnte der eigene Körper zwischen diesen Allergenen unterscheiden und hat nur die Birkenpollen als fremd anerkannt. Doch was kann man nun tun, wenn eine Allergie bekannt ist? Es gibt 3 Möglichkeiten: Allergenkarenz, Medikamente oder spezifische Immuntherapie. Die einfachste Möglichkeit wäre die Allergenkarenz - die Vermeidung des jeweiligen Allergen, der die Beschwerden verursacht. In manchen Fällen ist dies kein Problem, wenn es sich zum Beispiel um eine Allergie gegen bestimmte Fisch- oder Obstsorten handelt.

Symptome

Die Symptome verschwinden sehr schnell, wenn man diese Produkte einfach vom täglichen Speiseplan streicht. Bei Pollenallergiker lässt sich dies leider schwer umsetzen, denn der Pollenflug dauert über mehrere Wochen und man kann ihn schwer umlaufen. Allerdings gibt es einige Strategien, um die Pollenbelastung wenigstens zu verringern. Hilft eine Allergenkarenz nicht, kommt eine symptomatische Behandlung durch Medikament in Frage, wie zum Beispiel Antihistamininka oder Kortikoiden. Diese Medikamente können die Beschwerden lindern oder sogar unterdrücken allerdings nur für die Dauer der Anwendung. Setzt man diese Medikamente wieder ab, flammen die Beschwerden, wie Triefnase und Co wieder auf. Antihistamininka oder Kortikoiden könne die Allergie nicht ausheilen. Eine Heilung einer Allergie kann durch eine spezielle Therapie erzielt werden. Bei einer Hyposensibiliserung wird dem Patient unter ärztlicher Kontrolle die Allergieauslösende Stoffe in kleiner Dosis verabreicht. Diese Dosis wird bei weiterer Sitzung erhöht, so dass das eigene Immunsystem wieder lernt, normal auf das Allergen zu reagieren. Erfolge durch diese Therapie stellen sich oft erst nach sehr langer Zeit ein, da die Behandlung sehr oft wiederholt werden musst.

Allergie und Urlaub

Rund 30% der Bevölkerung – Tendenz steigend - ist heute von irgendeiner Art der Allergie betroffen und somit im alltäglichen Leben eingeschränkt. Darauf gilt es, sich einzustellen. Auch Urlaube werden dadurch oft zur Qual weil - herausgerissen aus dem Alltag mit den vertrauten Arrangements - die Beschwerden wieder verstärkt auftreten können. Die Strafinger Tourismuswerkstatt hat die Angebotsgruppe „Allergenfrei Leben“ gegründet. Sieben Partner-Betriebe in Österreich haben sich bereits auf die Bedürfnisse von Allergikern spezialisiert und es dürfen gerne mehr werden. Einige dieser Hotels liegen über 1.000 m Seehöhe und somit in der allergenarmen Zone.


Bewertung: Ø 5,0 (1 Stimme)

Autor: FitundGesund Redaktion
Infos zum Autor: Medizinredakteure und Journalisten
Erstellt am: 18.08.2011
Überarbeitet am: 16.10.2017

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