Ab auf die Piste? Nicht ohne die richtige Vorbereitung!

27.10.2014 von | 0 Kommentare

Die Wintersportsaison steht vor der Tür und der eine oder andere Wintersportbegeisterte sehnt sich sicher schon danach, seine Skier oder sein Board auszupacken und die Piste hinabzugleiten.

Fit für den WintersportDie richtige Vorbereitung auf den Wintersport ist wichtig, um Verletzungen zu vermeiden. (Foto by: agencyby / Depositphotos)

Doch ohne die richtige Vorbereitung kann der Spaß im Schnee schnell zu bitterem Ernst werden. Knochenbrüche, gerissene Bänder oder verdrehte Knie sind wohl der Alptraum eines jeden Wintersportlers. Damit nichts davon passiert, gibt es einige Tipps, wie sich auf die Wintersportsaison vorbereitet werden kann. Die Antworten auf folgende Fragen sollten sich also alle, die es demnächst auf die Piste zieht, gründlich durchlesen.

Warum sind im Vorfeld Kraftübungen sinnvoll?

Ski- und Snowboardfahrer sollten sich mit Kraftübungen im Fitnessstudio oder auch Zuhause auf die körperlichen Belastungen beim Wintersport vorbereiten. So werden die Muskeln gestärkt. Ebenso wichtig ist es, die Beweglichkeit zu trainieren, damit die Muskulatur dehnbar und geschmeidig wird. Steht mindestens zwei Mal wöchentlich Training für den Wintersport auf der Agenda, kann das Verletzungsrisiko auf der Piste dadurch schon deutlich gesenkt werden.

Wie können Gleichgewicht und Koordination im Alltag trainiert werden?

Gleichgewicht und Koordination sind beim Wintersport ebenfalls essentiell. Sie können schon mit kleinen Übungen im Alltag trainiert werden. Wer sich zum Beispiel beim Zähneputzen auf ein Bein stellt, trainiert so ganz nebenbei seinen Gleichgewichtssinn. Ebenfalls ein gutes Training ist es, wenn versucht wird, auf einer zusammengerollten Isomatte die Balance zu halten.

Ist Ausdauertraining für jede Wintersportart zu empfehlen?

Ausdauertraining ist immer sinnvoll, wenn sich für den Wintersport vorbereitet werden soll. Vor allem beim Ski-Langlauf ist sehr viel Ausdauer gefragt. Vorbereiten können sich Sportler durch regelmäßiges Joggen, aber auch Radfahren und Schwimmen sind beliebte Methoden die Ausdauer zu steigern. Bei all den guten Vorsätzen, sollte es mit dem Training jedoch nicht übertrieben werden. Wer das ganze Jahr über sportlich nicht aktiv war, darf seinem Körper nicht gleich Höchstleistungen abverlangen. Besser ist es, langsam mit dem Training anzufangen und sich von Mal zu Mal kontinuierlich zu steigern.

Wird eine eigene Ausrüstung benötigt und wie sollte sie gepflegt werden?

Wer nur ein paar Tage im Jahr auf der Piste ist, kann sich die Ausrüstung für den Wintersport einfach ausleihen. Schließlich ist diese in ihrer Anschaffung nicht unbedingt günstig. Wer das erste Mal fährt, sich jedoch gerne eine eigene Ausrüstung zulegen will, sollte sich im Vorfeld gründlich informieren. Dabei helfen kann das geschulte Personal im Fachhandel. Wer vorab eine Orientierungshilfe wünscht, kann sich auch im Internet schlau machen. So bietet Sportscheck beispielsweise einen Snowboardberater, der unter anderemgezielt Fragen zum Einsatzgebiet des Boards, dem Fahrniveau des Nutzers und zu den gewünschten Features stellt. Eine PDF zur Materialkunde bei Skiern findet sich unter pro.kphvie.ac.at.

Die Pflege der Ausrüstung spielt ebenso eine wichtige Rolle. So müssen vor der ersten Fahrt die Bindungen der Skier gecheckt, die Skikanten geschärft und die Skier gewachst werden. Dadurch wird der benötigte Kraftaufwand bei Skifahren verringert, was Ermüdungserscheinungen vorbeugt und das Fahren somit sicherer macht. Gleiches gilt natürlich auch für das Snowboard.

Was muss bei der Bekleidung beachtet werden?

Wer auf der Piste nicht frieren will, kann auf den altbewährten Zwiebellook setzen. Die erste Schicht, welche direkt auf der Haut liegt, sollte aus feuchtigkeitstransportierender Kunstfaser bestehen. Darauf folgt eine wärmeisolierende Schicht und die äußere Schicht muss Wind und Wasser abweisen und sollte trotzdem atmungsaktiv sein. Skibrille und Helm dürfen natürlich ebenso wenig fehlen, wie gute Handschuhe.

Das Wissen vor der ersten Fahrt auffrischen? Ist das nötig?

Wer ein bestimmtes Wintersportgebiet zum ersten Mal besucht, sollte sich im Vorfeld über zentrale Treffpunkte informieren. Geht ein Mitglied aus der Gruppe mal verloren, ist die Wahrscheinlichkeit sich wiederzufinden auf diese Weise deutlich höher. Zudem ist es ratsam, dass auch erfahrene Wintersportler vor Saisonstart noch einmal einen Blick in die FIS-Regeln, also die allgemeinen Verhaltensregeln für Skifahrer und Snowboarder, werfen.

Wie kann sich auf den Ernstfall vorbereitet werden?

Wintersportler sollten stets auf einen möglichen Unfall vorbereitet sein und Pflaster, Verbandsmaterial, eine Rettungsdecke und ein Dreieckstuch mit sich führen. Zudem ist die regelmäßige Auffrischung als Ersthelfer in einem Erste Hilfe Kurs mehr als ratsam, damit im Zweifelsfall alles richtig gemacht wird.

Welche Rolle spielt die Ernährung?

Wer Höchstleistungen vollbringen will, braucht dafür die nötige Energie. Ein kohlenhydratreiches Frühstück ist also Pflicht, bevor es auf die Piste geht. Zudem sollte auch immer ausreichend getrunken werden. Warme Tees oder isotonische Getränke sind besonders zu empfehlen. Für einen kleinen Energieschub zwischendurch sorgen Müsliriegel und Trockenobst. Beides lässt sich in der Jackentasche problemlos mitführen.

Ist eine spezielle Versicherung ratsam?

Ein Ski- oder Snowboardunfall mitten im Gebirge kann sehr teuer werden. Die Kosten für eine Bergrettung und den Abtransport ins Krankenhaus per Rettungshubschrauber belaufen sich im Schnitt auf 3000 bis 5000 Euro. Was die meisten nicht wissen, ist, dass solch eine Bergung nur in den seltensten Fällen von der Unfallversicherung übernommen wird. Der Abschluss spezieller Zusatzversicherungen ist also ratsam. Bei vielen Versicherern kann zudem auch die teure Wintersportausrüstung mitversichert werden.


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