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Vitamin E - Tocopherol

Die Vitamine sind lebensnotwendige organische Stoffe, welche der Mensch durch die Nahrung täglich aufnehmen sollte. Das Vitamin E gehört zu den fettlöslichen Arten und ist für den Körper, im Bezug auf eine schnelle Wundheilung, einen geregelten Stoffwechsel und einem starken Kreislauf, von Bedeutung. Es ist ein essentielles Vitamin und findet sich in zahlreichen pflanzlichen Lebensmitteln wieder.


Wissenswertes über dieses Vitamin

Das Vitamin E ist ein Überbegriff für sechzehn fettlösliche Substanzen, die eine antioxidativen und nicht-antioxidativen Wirkungen, besitzen. Es gibt acht, chemisch eng verbundene und verwandte Stoffe, die sich in vier Tocopherole und vier Tocotrienole, unterteilen. Das Tocopherol gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und wird daher über das Fett im Körper transportiert (werden mit dem Fett der Nahrung aufgenommen).

Der Organismus kann ca. 750 mg an Vitamin E speichern (in den Leberzellen, geringerem Maße im Herz, Skelettmuskulatur, Hoden und Nebennieren). Dieses Vitamin ist sehr licht-, hitze- und sauerstoffempfindlich und deshalb sollte es dunkel und kühl gelagert werden, damit der Vitaminverlust möglichst gering gehalten werden kann.

Das Vitamin E wird nur durch die Pflanzen gebildet und produziert. Es schütz den Körper vor freien Radikalen und hat zahlreiche andere nützliche Funktionen. Der Körper braucht einen ausreichenden Zinkgehalt, damit das Vitamin E richtig aufgenommen werden kann (durch synthetische Eisenpräparate kann die Aufnahme behindert werden).


Der Hintergrund

Im Jahre 1930 entdeckte der Wissenschafter Herbert Evans, dieses Vitamin und 1938 wurde die Struktur dieses Vitamins erstmal vollständig aufgeklärt.


In welchen Nahrungsmitteln kommt dieses Vitamin vor?

Dieses Vitamin kommt in Eiern, Rosenkohl, Blumenkohl, Kohl, Spinat, Spargel, Blattsalate, Broccoli, Haselnusskerne, Sonnenblumenkerne, Mandeln, Pecannüsse, Weizenkeimöl, Erdnüsse, Sojaöl, Diestelöl, Getreideöl und Margarine vor. Es wird nur durch Pflanzen gebildet und gelten daher als die besten Quellen für das Vitamin E.


Definition und Wirkung

Das Vitamin E spielt eine große Rolle bei der Blutgerinnung und ist an der Bildung der Knochen beteiligt (zusammen mit dem Kalzium). Bei der Wundheilung ist das Vitamin E eine unterstützende Maßnahme, denn es ist eine effektive Waffe gegen Herpes simplex und Gürtelrose. Zudem ist es für den Kreislauf besonders förderlich, denn es schützt vor Gefäßerkrankungen und es hilft den Cholesterinspiegel, in geregelten Bahnen zu halten. Es bewahrt die mehrfach ungesättigten Fettsäuren, als Antioxidant, vor der Oxidation (Zerstörung der mehrfach ungesättigten Fettsäuren) in den Zellmembranen.

Das Vitamin E, dass sich in der Zellmembran eingelagert hat, schützt diese vor zahlreichen „Angriffen“, denn sollte dieses Vitamin nicht in den Zellen vorhanden sein, können die freien Radikale, die Fettsäuren, vernichten. Die zerstörten Fettsäuren können „ranzig“ werden und fließen daher nicht mehr ins Blut ab sondern werden im Gewebe abgelagert. Solche Ablagerungen finden sich im Gehirn, im Nervensystem, in der Lunge, in den Nieren, in den Muskeln und in anderen Geweben unseres Körpers.

Das Vitamin E unterstützt die roten Blutkörperchen bei ihrem Sauerstofftransport zum Herzen und in die anderen Regionen unseres Körpers und ist deshalb für eine ausreichende Sauerstoffversorgung unersetzlich. Zudem wird auch die Zellatmung gefördert und es kann bei Durchblutungsstörungen helfen da es vor der Klumpenbildung im Blut schützt. Zusätzlich ist das Vitamin ein wichtiger Schutzfaktor für die Drüsen, wie z.B. für die Hirnanhangsdrüse.

Außerdem ist es für die Fortpflanzung sehr wichtig und kann die Spermienproduktion eines Mannes anregen und bei Frauen, wird es für die geordnete Tätigkeit der Gebärmutter gebraucht. Die Sehkraft wird zusammen mit dem Vitamin A, durch das Tocopherol unterstützt und ist besonders wichtig für die Linse und die Netzhaut.

Dieses Vitamin kann durch zahlreiche Stoffe beeinträchtigt werden und diese sind: Die Einnahme von Medikamenten wie z.B. die Pille, beeinflussen dieses Vitamin in negativer Weise (Entfaltung wird eingeschränkt). Die Aufnahmemöglichkeit von Tocopherol wird durch paraffinölhaltige Abführmittel sehr verschlechtert und dies ist auch bei Blutfettsenkende Medikamenten und bei Antibiotikum Neomycin, der Fall. Wenn sehr viel Vitamin E aufgenommen wird, kann die Wirkung von Blutgerinnungshemmenden Präparaten extrem verstärkt werden.


Der tägliche Bedarf eines Menschen

Ein erwachsener Mensch sollte ca. 12 mg pro Tag durch die Nahrung aufnehmen. Besonders Sportler sollten auf ihren Vitamin E – Bedarf achten, da sie eine größere Sauerstoffversorgung benötigen. Auch Schwangere und stillende Frauen, sollten ihren täglichen Bedarf überprüfen, da dieses Vitamin auch in der Schwangerschaft sehr wichtig ist.


Der Mangel an Vitamin E

Ausgeprägte, extreme Mangelerscheinungen sind bei den Menschen kaum erforscht und bekannt. Generell drückt sich ein Defizit vor allem im Nervensystem, Muskulatur, Blut, Gefäßsysteme, Konzentrationsstörungen, trockene, faltige Haut, Herzkrankheiten, Altersflecken, Leistungsschwäche, Müdigkeit, Reizbarkeit, schlecht heilende Wunden, Sehschwäche, Begünstigung von Arteriosklerose, Entzündungen im Magen-Darm-Bereich und Unfruchtbarkeit aus.

Es kann zu Zellschädigungen (roten Blutkörperchen, Muskel- und Nervenzellen) kommen. Ein Mangel ist eher selten, da das Tocopherol gut und ausreichend in der Leber und im Fettgewebe gespeichert werden kann.


Die Überdosis an Vitamin E

Eine Überversorgung an Vitamin E ist eher unschädlich - aber bei einer extrem hohen Dosierung von mehreren tausend Milligramm pro Tag (die kein Mensch regelmäßig aufnehmen kann), können Bauchschmerzen und Durchfall auftreten. Es sollte aber eine Langzeitverabreichung von hohen Dosen vermieden werden, da sonst die Gefahr einer Akkumulation im Blutplasma, Muskelschwäche und Müdigkeit, besteht.

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