Die Ultraschalluntersuchung bei schwangeren ist ein fixer Bestandteil der Untersuchung von Mutter und ungeborenem Kind. Die Untersuchungen werden über den Bauch (Abdominalsonografie) oder die Scheide (Vaginasonografie) durchgeführt.
Ultraschall bei Schwangeren – Allgemeines

Während der Schwangerschaft wird die werdende Mutter regelmäßig mit Ultraschall untersucht. In den ersten Schwangerschaftswochen (bis etwa zur 12. Woche) wird vor allem die Vaginalsonografie angewendet, um die Eierstöcke und die Gebärmutter gut beurteilen zu können. In den späteren Schwangerschaftswochen wird der Ultraschall durch die Bauchdecke vorgenommen.
Mithilfe des Ultraschalls lässt sich der Embryo schon in einem sehr frühen Stadium vom restlichen Gewebe trennen und erkennen, ab der 10. Schwangerschaftswoche sieht man bereits Arme und Beine. Zwischen der 10. und 13. Schwangerschaftswoche wird beim Fötus ein Nackenödemscreening durchgeführt, um eventuelle Erkrankungen wie das Down Syndrom erkennen zu können. Ultraschalluntersuchungen bei Schwangeren werden weiters zur Wachstumskontrolle des Ungeborenen, zur Geburtsterminbestimmung und zur Kontrolle der Lage des Kindes eingesetzt.
Ultraschall bei Schwangeren – Durchführung
Die Vaginalsonografie funktioniert mittels in die Scheide eingeführtem Schallkopf, wie bei der gynäkologischen Untersuchung. Auch wenn der Fötus in den ersten Wochen noch sehr klein ist, kann er mittels dieser Methode auf dem Bildschirm dargestellt werden.
Bei der Bauchdeckensonografie liegt die schwangere Frau möglichst bequem auf dem Rücken und der Gynäkologe/die Gynäkologin trägt etwas Gel auf die Bauchdecke auf. Der Ultraschallkopf wird über die Bauchdecke bewegt, bis das Kind und der Mutterkuchen gefunden werden, dabei kann die werdende Mutter stets zusehen. Die Untersuchung ist risikofrei und in der Regel ein schönes Erlebnis für die schwangere Frau.
Ultraschall bei Schwangeren – weitere Untersuchungen
Wenn es zu Auffälligkeiten im Wachstum des Kindes ab der 26. Schwangerschaftswoche kommt, kann es unter Umständen sinnvoll sein, eine sogenannte Doppeluntersuchung durchzuführen. Hierbei wird beim Fötus die Durchblutung in den Nabelschnurgefäßen bestimmt, bei Bedarf auch in den Gehirngefäßen. Damit kann die Versorgung des Kindes untersucht werden.
Im Zuge der Untersuchung sind die Geräusche des Strömens des Blutes vom Baby zu hören.
Ultraschall bei Schwangeren – Fazit
Die Ultraschalluntersuchungen bei Schwangeren sind ein unerlässlicher Bestandteil der Mutter-Kind-Untersuchungen. Der Verlauf der Schwangerschaft kann gut beobachtet und kontrolliert, mögliche Auffälligkeiten schnell genauer untersucht werden.