Eine Schilddrüsenszintigraphie wird zur funktionsmorphologischen Untersuchung der Schilddrüse eingesetzt. Mit der nuklearmedizinischen Methode können beispielsweise kalte oder heiße Knoten voneinander unterschieden und die weitere Behandlung entsprechend eingeleitet werden.
Schilddrüsenszintigraphie – Allgemeines

Bei der Schilddrüsenszintigraphie handelt es sich um eine Untersuchung der Schilddrüse, wobei ein radioaktives Medikament verabreicht wird (intravenös), um die Schilddrüse mittels sogenannter Gamma-Kamera bildlich darzustellen. Mit dieser Untersuchungsmethode kann die Funktion der Schilddrüse beurteilt werden.
Schilddrüsenszintigraphie – Durchführung
Der Patient bekommt vorab eine Spurendosis vom Element Technetium, eine schwach radioaktive Substanz, injiziert. Die Substanz ist ähnlich Jod und wird von der Schilddrüse kurzzeitig aufgenommen.
Nach rund 20 Minuten wird der Patient mit nach hinten gestrecktem Kopf, in ruhiger Stellung, sitzend oder liegend, vor der sogenannten Gamma-Kamera platziert. Nach 5 Minuten zeichnet der Computer ein funktionelles Bild der Schilddrüse.
Schilddrüsenszintigraphie – Anwendungsgebiete, Risiken und Komplikationen
Empfohlen wird eine Schilddrüsenszintigraphie bei folgenden Erkrankungen (oder Verdacht darauf):
- Bei einer Schilddrüsenentzündung
- Bei einer Schilddrüsenfunktionsstörung
- Bei Schilddrüsenkrebs
- Bei einer Schilddrüsenüber- bzw. Unterfunktion
- Bei Struma (Kropf oder Knoten in der Schilddrüse)
Die Untersuchung ist schmerzfrei, lediglich der Einstich in die Vene kann mit Schmerzen verbunden sein. Nachwirkungen darauf sind nicht öfter anzutreffen als bei einer Blutentnahme. Da die Strahlenbelastung während der Untersuchung sehr gering ist, besteht auch diesbezüglich keine gesundheitliche Gefahr. Die eingesetzte Substanz baut der Körper selbst in kürzester Zeit ab und scheidet sie rasch aus.
Schilddrüsenszintigraphie – Fazit
Die Schilddrüsenszintigraphie ist eine schmerzlose Untersuchungsmethode, um die Funktion der Schilddrüse sicher diagnostizieren zu können. Die verabreichte radioaktive Substanz baut der körper selbständig und ohne Nebenwirkungen ab.