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Prostata-Untersuchung

Die Untersuchung der Prostata ist für viele Männer mit einem gewissen Schamgefühl behaftet. Doch sollte ein Umdenken stattfinden, denn ein Prostatakarzinom ist die zweithäufigste Krebs-Todesursache beim Mann. Die Prostata wird vom Urologen rektal untersucht.


Prostata-Untersuchung

Die Prostata ist eine Drüse und befindet sich direkt unter der Harnblase des Mannes. Da die Harnröhre direkt durch die Harnblase verläuft, kann es bei einer Vergrößerung der Drüse zu Schwierigkeiten mit dem Harnlassen kommen. Mann sollte ab dem 45. Lebensjahr regelmäßig zum Urologen, denn die Gefahr, dass sich in der Prostata ein Karzinom bildet, ist relativ groß – Prostatakrebs ist die zweithäufigste Todesursache bei Männern bei Krebserkrankungen. Und eine Früherkennung des Prostatakrebs kann die Heilungschancen wesentlich verbessern. Erste Symptome einer veränderten Prostata sind Probleme beim Harnlassen wie ein abgeschwächter Harnstrahl oder Nachtröpfeln. Viele Männer gehen noch nicht einmal dann zur urologischen Untersuchung.


Prostata-Untersuchung – Durchführung, Risiken und Komplikationen

Im Normalfall besteht die Prostata-Untersuchung aus der Tastuntersuchung durch das Rektum und der sogenannten PSA-Bestimmung sowie bei Bedarf einer Ultraschalluntersuchung und/oder Gewebeprobe. Der Patient liegt während der Tastuntersuchung zumeist auf Seite und sollte möglichst entspannt sein. Der Urologe/die Urologin führt den behandschuhten, mit Gleitgel versehenen Zeigefinger vorsichtig ind en After ein und achtet auf Veränderungen der spürbaren Prostata. Ist diese verhärtet oder angeschwollen, folgen weitere Untersuchungen. Etwa 70 % aller möglichen Veränderungen der Prostata sind durch die Tastuntersuchung fühlbar, weil sie sich in diesem Bereich entwickeln.

Die PSA-Bestimmung erfolgt parallel zur rektalen Untersuchung, dabei wird die Konzentration des Prostata-spezifischen-Antigens (wird in der Prostata gebildet und dem Ejakulat beigemengt) im Blut ermittelt. Je höher die PSA-Konzentration, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, an einem Prostatakarzinom erkrankt zu sein.

Sind die Ergebnisse aus der rektalen Untersuchung und der PSA-Bestimmung positiv, werden weitere Untersuchungen angeordnet, wie eine Ultraschalluntersuchung mittels Ultraschallsonde durch den After oder eine Biopsie.

Wenn auch als unangenehm empfunden, eine rektale Untersuchung der Prostata ist prinzipiell schmerzlos und es entstehen auch keinerlei Komplikationen.


Prostata-Untersuchung – Fazit

Die Möglichkeit an einem Prostata-Karzinom zu erkranken, ist bei Männer zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr relativ hoch – immerhin ist Prostata-Krebs die zweithöchste Todesursache aller Krebserkrankungen bei Männern. Darum gilt es, ab dem 45. Lebensjahr eine Prostata-Untersuchung vornehmen zu lassen, auch wenn dies unangenehm erscheint.


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