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Knochenmarkbiopsie

Grundsätzlich werden im Knochenmark die Blutzellen produziert. Kommt es zu Erkrankungen des Blutes und Blutbildung wie Leukämie oder Anämie kann dies durch eine Knochenmarkbiopsie sicher diagnostiziert werden, denn oft reicht eine Blutabnahme nicht zur Diagnose.


Knochenmarkbiopsie – Allgemeines

Um Erkrankungen des Blutes oder der Blutbildung sicher zu diagnostizieren, ist eine Knochenmarkbiopsie eine effektive Methode, denn oft reicht die Blutabnahme zur Diagnose nicht aus. Erkrankungen des blutbildenden Systems sind beispielsweise Leukämie (Blutkrebs) oder Metastasen (Tochtergeschwulste) von Tumoren an anderen Organen.


Knochenmarkbiopsie – Durchführung

Zwei Verfahren werden bei der Knochenmarkdiagnostik angewendet – die Stanzbiopsie (Entnahme von Knochenmark mithilfe einer Punktionsnadel) und die Aspiration (Ansaugen der Knochenmarkprobe) – wobei beide hintereinander unter örtlicher Betäubung zum Einsatz kommen. In den meisten Fällen beginnt der behandelnde Arzt/die Ärztin mit der Stanzbiopsie. Die effektivste Entnahmestelle ist der Beckenknochen, insbesondere der hintere Beckenkamm. Hier besteht wenig bis gar keine Gefahr wichtige Organe zu verletzen und überdies schmerzt diese Stelle relativ wenig. Selten wird das Sternum (Brustbein) als Entnahmestelle verwendet, beispielsweise wenn bei einem Patienten aufgrund starken Übergewichtes der Beckenkamm nicht mehr spürbar ist. Am Tag des Eingriffs sollte sich der Patient möglichst ruhig verhalten und nicht sofort am Straßenverkehr teilnehmen.


Knochenmarkbiopsie – Anwendungsgebiete, Risiken und Komplikationen

Im Knochenmarkgewebe befinden sich die Stammzellen der Blutkörperchen sowie einige bereits reife Blutzellen. Anhand der Beschaffenheit und Anzahl dieser Zellen können genaue Hinweise zur Knochenmarkdiagnostik geliefert werden, um bestimmte Erkrankungen auszuschließen oder zu erkennen. Diese sind:

  • Eine ungeklärte Blutarmut (Anämie)

  • Zu wenig vorhandene Blutplättchen

  • Zu viele Blutzellen ungeklärter Ursache

  • Zellen die abnorm sind wie bei Leukämie, oder Tochterzellen (Metastasen) von Tumoren an anderen Organen wie der Brust oder Prostata

  • Bei einem verdacht auf Veränderungen des Gewebes des Knochenmarks die krankhaft sind (Bsp: Knochenmarkfibrose)

Komplikationen während der Knochenmarkbiopsie sind selten. Blutergüsse, Infektionen oder Nachblutungen sind möglich aber gut behandelbar. Mögliche Risiken gibt es bei der Knochenmarkentnahme aus dem Brustbein, denn hier liegen wichtige Organe wie Herzbeutel oder Lunge.


Knochenmarkbiopsie – Fazit

Bei verschiedenen Erkrankungen des Blutes und der Blutbildung ist eine Knochenmarkbiopsie eine effiziente und sichere Diagnosemöglichkeit. Ind en meisten Fällen wird das Knochenmark aus dem Beckenkamm entnommen und dann im Labor einer genauen Untersuchung unterzogen.


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