Eine Bluttransfusion wird über eine Injektion in die Vene des Empfängers verabreicht. In der Bluttransfusion sind bestimmte Blutbestandteile des Spenders enthalten, die vorab konserviert wurden. Zumeist sind die Bestandteile einer Bluttransfusion rote Blutkörperchen.
Bluttransfusion – Allgemeines

Wichtig ist bei einer Bluttransfusion die Verträglichkeit, sprich der Empfänger muss das Spenderblut übereinstimmen, also die Blutgruppe muss dieselbe sein. In der Regel wird das Spenderblut genauestens registriert, alle Daten werden laut Transfusionsgesetz gespeichert. Anbieter für Spenderblutkonserven sind Wahlfahrtsorganisatinen oder auch private Anbieter. Unterschieden wird zwischen Erythrozytenkonzentrat (rote Blutkörperchen) und Trombozytenkonzentrat (Blutplättchen). Zweites kommt bei Blutgerinnungsstörungen zum Einsatz.
Bluttransfusion – Durchführung
Die Grundregel vor jeder Bluttransfusion ist es sicherzustellen, dass die beiden Blutgruppen – Empfänger- und Spenderblut – zusammenpassen. Dies wir durch eine Kreuzprobe und einen Antikörpertest getestet; sind beide Tests negativ und die Blutgruppe wurde am Krankenbett mittels Karte (ABO Bedside Test) nochmals überprüft, kann der Empfänger die Bluttransfusion erhalten.
Die fetale Bluttransfusion ist eine Blutübertragung bei ungeborenen Kindern. Verwendet wird die Blutgruppe 0 (Rhesus negativ). Auch Eigenblutspenden sind möglich, empfohlen werden sie beispielsweise vor großen Operationen.
Bluttransfusion – Anwendungsgebiete, Komplikationen
Eine Bluttransfusion ist notwendig, wenn sich die Blutmenge des Körpers stark verringert hat. Auch bei Blutarmut, bei Erkrankungen des Systems, welches das Blut bildet oder Blutgerinnungsstörungen sind Bluttransfusionen oft erforderlich. Eine weitere Form ist die fetale Bluttransfusion. Durch die strengen gesetzlichen Richtlinien bei den Blutspendeaktionen sowie der Verabreichung des Spenderblutes sind Komplikationen heutzutage eher selten. Ein mögliches Risiko ist die Unverträglichkeit, beispielsweise auf die noch verbliebenen weißen Blutkörperchen im Spenderblut. Stimmen die Blutgruppen nicht überein, kann es zu lebensbedrohenden Unverträglichkeiten kommen. Eventuell kann es bei einer Bluttransfusion zur Übertragung von Viren oder Bakterien kommen (Hepatitis B, etc.), eine zu schnelle Transfusion kann unter anderem zu einem Lungenödem führen, Gase im Spenderblut können eine Luftembolie auslösen und zu viel rote Blutkörperchen können zu einer vermehrten Ablagerung von Eisen führen.
Bluttransfusion – Fazit
Empfänger von Bluttransfusionen müssen eine schriftliche Einwilligung geben, dass sie mit der Transfusion einverstanden sind (im Falle der Minderjährigkeit sind die Eltern dafür zuständig). Nur in ganz dringenden Fällen sind Ausnahmen möglich. Durch das Transfusionsgesetz sind Komplikationen oder Risiken heutzutage eher gering und gelten als sehr sicher.