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Blutentnahme

Von einer Blutentnahme spricht man, wenn aus medizinischen Gründen eine Blutprobe aus dem Körper entnommen (meist durch Punktion und mit einer Kanüle) und dann untersucht wird. Mit dem erstellten Blutbild können vielfältige medizinische Fragen beantwortet werden.


Blutentnahme – Allgemeines

Blut besteht aus einem festen Anteil (Blutzellen) und einem flüssigen Anteil (Blutplasma) - Untersucht werden im Labor drei Blutarten:

  • Das Vollblut, mit allen enthaltenen Bestandteilen

  • Das Blutplasma, Vollblut ohne Blutzellen

  • Das Blutserum, Vollblut ohne Blutzellen und ohne Gerinnungsfaktoren

Blutentnahmen werden auch für Blutspenden entnommen. Es können kleine und große Blutbilder erstellt werden, je nach Grund der Untersuchung (Routineuntersuchung, Gesundheitsvorsorgeuntersuchung, Diagnoseerstellung, etc.).


Blutentnahme – Durchführung, Nebenwirkungen

Es gibt verschiedene Arten der Blutentnahme, in jedem Fall ist der daraus resultierende Blutverlust nicht gefährlich für den Patienten. Bei der Blutentnahme mittels Punktion kann es zu leichten Schmerzen beim Einstich kommen.

Die Blutentnahme-Möglichkeiten sind:
  • Die Blutentnahme aus den Kapillaren – Kapillaren liegen überall im Gewebe und sind winzige Blutgefäße, mit einem kleinen Piekser beispielsweise in die Fingerkuppe kann das Blut entnommen werde (Bsp. Blutzuckerbestimmung bei Diabetikern)

  • Die Blutentnahme aus den Venen – aus den Venen wird sauerstoffarmes Blut entnommen, zumeist aus der Armbeuge des Patienten (Bsp. Blutspende, Blutbild)

  • Die Blutentnahme aus der Arterie – aus den Arterien wird sauerstoffreiches Blut entnommen, kommt eher selten zum Einsatz (Blutsauerstoffbestimmung, Blutgasanalyse)

Bei der venösen Blutabnahme wird ein Stauschlauch verwendet, der das Blut in der Vene in der Armbeuge staut, die Vene wird gut sichtbar. Nach dem Desinfizieren der Hautstelle über der Vene wird die Vene punktiert und mit mehreren Röhrchen das Blut entnommen. Dabei gibt es zwei Verfahren: das Aspirationsprinzip, wo durch das Zurückziehen des Kolbens das Blut ins Röhrchen gezogen wird und das Vakuumprinzip, wo im Röhrchen ein Unterdruck besteht und das Blut dadurch ohne Zutun des Blutabnehmers einfließt.


Blutentnahme – Fazit

Eine Blutentnahme ist in der Regel harmlos und wichtig bei der Diagnostizierung verschiedener Erkrankungen, aber auch bei der Vorsorgeuntersuchung oder dem Blutspenden. Das Entnehmen des Blutes hat keine Nachwirkungen.


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