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Parkour

Bewegung an frischer Luft mit akrobatischen Einlagen – so könnte man die Trendsportart Parkour kurz und knapp beschreiben. Aber Parkour ist mehr und nach Ansicht seines Erfinders David Belle ist Parkour gar keine Sportart, sondern eher so etwas wie eine Philosophie.


Parcour – sportlich alle Hindernisse überwinden!

Parkour zählt zu den Trendsportarten, die besonders junge Leute anspricht, die mitten in einer Großstadt leben. Hier sind die Anreize größer, Hindernisse zu überwinden oder Häuserschluchten zu überklettern oder zu überspringen. Parkour ist auch in der freien Natur möglich und hat dort ebenfalls seine Reize. Die Ursprünge von Parcour liegen sogar in der Natur, denn der Vater des Erfinders David Belle, übte mit seinen Sohn in den Wäldern rund um die französische Hauptstadt Paris.


Was genau ist Parkour?

Wer schon einmal den französischen Film „Die purpurnen Flüsse II" gesehen hat, dem wird vielleicht eine Verfolgungsszene in Erinnerung geblieben sein, bei der ein Mönch scheinbar mühelos alle Hindernisse überwindet, über Mauern springt, auf schmalen Eisenstangen balanciert und auf diese Weise seinen Verfolger abschüttelt. Genauso wie diese Szene muss man sich die Sportart Parkour auch vorstellen, wenn auch nicht in diesem atemberaubenden Tempo.

Bei Parkour wird immer versucht, allen Hindernissen zum Trotz, den schnellsten und vor allem den effektivsten Weg zu finden. Dazu gehört es eben auch, über Mauern zu klettern, Mülleimer und Blumenrabatten zu überspringen, zwischen Hochhäusern zu klettern, auf schmalen Simsen zu balancieren und oder sie mit einem einzigen Sprung zu überwinden. Wer bei Parkour von A nach B kommen will, der darf alle Hindernisse, die sich ihm in den Weg stellen, nicht einfach umlaufen oder ihnen ausweichen, er muss sie überwinden. Das macht den Reiz von Parkour aus.


Ist Parcour für alle geeignet?

Wer sich in Parkour versuchen will, der sollte schon über eine gewisse Körperbeherrschung und auch über Kraft verfügen, denn bei dieser Trendsportart kommt es nicht immer nur auf Schnelligkeit an, sondern die richtige Technik, Kraft und vor allem Ausdauer sind dabei gefragt. Der Traceur – so heißt derjenige, der Parkour betreibt – sollte schon athletisch sein, denn wer völlig unsportlich ist, der wird beim Parkour nicht allzu weit kommen. Wahrscheinlich wird er sogar die Regeln brechen, denn Hindernisse dürfen nicht verändert oder bewegt werden.

Wenn es um Wettkämpfe geht, dann spielt natürlich auch die Zeit eine große Rolle, denn dann gilt: Wer am schnellsten ins Ziel kommt, hat gewonnen. Parkour kann praktisch überall ausgeübt werden, aber in großen Städten macht es natürlich deutlich mehr Spaß, denn die Zahl der Hindernisse ist größer, spektakulärer und auch abwechslungsreicher. Natürlich kann Parkour auch in einem Wald großen Spaß machen.


Ist Parkour gefährlich?

Nach der Philosophie von David Belle verlangt Parkour Verantwortungsbewusstsein, denn jeder muss am Ende alleine entscheiden, ob er sich das eine oder andere Hindernis zutraut oder nicht. Wer es nicht überwindet, weil er entweder Angst hat oder körperlich nicht dazu in der Lage ist, der ist kein Feigling, sondern zeigt, dass er für sich selbst und sein Handeln die Verantwortung übernehmen kann. Man muss kein Stuntman sein, wie die Akteure in „Die purpurnen Flüsse II", sondern einfach nur sportlich ambitioniert und auch bereit sein, einmal nicht den geraden und damit auch einfachen Weg zu gehen. Parkour ist keine Akrobatik, sondern die Kunst der Bewegung.

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