Paintball ist ein Mannschaftssport, über den kontrovers diskutiert wird. Für die einen ist es ein harmloser Freizeitspaß und eine neue Trendsportart, für die anderen ist es nichts anderes als ein Kriegsspiel. Trotzdem ist Paintball besonders in den USA sehr beliebt.
Paintball – ein Sport für Treffsichere

Erfunden wurde Paintball unter dem Namen „Gotcha“, einem amerikanischen Slang-Ausdruck für „I got you" (ich habe dich). Das Ziel beim Paintball ist das Treffen eines gegnerischen Spielers. Wird dieser von einer der Gelatinekugeln, die mit Lebensmittelfarbe gefüllt sind, getroffen oder markiert, dann ist das Spiel für ihn vorbei und er muss das Spielfeld sofort verlassen. Die Kugeln werden mittels Gasdruckwaffen verschossen und sind in vielen Ländern, unter anderem in Österreich und in Deutschland, für Jugendliche unter 18 Jahre verboten. Gespielt wird Paintball mit zwei Mannschaften, die unterschiedlich viele Spieler haben können. Es gibt mehrere Varianten des Spiels, aber die Regeln sind immer gleich. Die bekanntesten Formen des Paintball sind Speed, Recreatinal und Woodland.
Speed Paintball
Speed Paintball wird – wie der Name schon sagt – sehr schnell und über eine kurze Distanz gespielt. Die beiden Mannschaften treffen sich auf einem relativ kleinen, ebenen Spielfeld, mit aufblasbaren, meist geometrischen Formen wie Kegeln oder Zylindern, die als Deckungsmöglichkeit dienen. Speed Paintball ist die bekannteste und beliebteste Form des Paintball, da der Veranstalter wenig Arbeit hat und die Zuschauer das Spielfeld immer gut überblicken können. In den USA werden Speed Paintball Spiele im Fernsehen übertragen und erreichen immer sehr hohe Einschaltquoten.
Recreatinal Paintball
Bei dieser Variante des Paintball geht es um Spaß am Spiel, aber auch um Geld. Recreatinal Paintball kann auf einem flachen Feld wie Speed Paintball gespielt werden, aber auch in einer Halle oder in einem Wald. Den Spielern geht es in erster Linie um die Freude am Spiel. In Amerika gibt es allerdings die Möglichkeit, auf diese Spiele Wetten abzuschließen. Das hat sich in den vergangenen Jahren zu einem sehr lukrativen Geschäft entwickelt.
Woodland
Woodland ist die wohl umstrittenste Form des Paintball. Obwohl der Name Woodland vermuten lässt, dass diese Paintball Variante im Wald gespielt wird, muss es nicht immer ein Waldgelände sein, denn Woodland kann auch in einer anderen Umgebung gespielt werden, in der es keine oder kaum künstliche, sondern nur natürliche Deckungsmöglichkeiten gibt. Beliebt sind alte Kasernen- oder Industriegelände, die allerdings schwer zu finden sind, da die behördlichen Bestimmungen in diesem Fall sehr streng gehandhabt werden.
Beim Woodland Paintball sind die Mannschaften viel größer als bei den anderen beiden Varianten. In den USA gab es bei einem einzigen Spiel 3.500 Teilnehmer. Die meisten Woodland Spiele haben ein Thema oder werden nach Buch- oder Filmvorlagen gespielt. Dabei kommt es vor allem auf Strategie an und das ist der Punkt, der immer wieder Kritik an Paintball-Spielen laut werden lässt. Viele Mannschaften, die ausschließlich Woodland Paintball spielen, planen ihre Spiele so akribisch, wie das Polizei und Militär vor Einsätzen machen. Eingefleischte Paintball-Spieler lässt diese Kritik allerdings kalt. Sie schätzen an ihrem Sport vor allem die Bewegung in frischer Luft und die Athletik, die beim Paintball gefordert wird.
In den letzten Jahren ist Paintball auch bei diversen Veranstaltungen und Feiern immer beliebter geworden - vor allem bei einem
Junggesellinnenabschied oder Firmenevents ist das aufregende Spiel der Renner schlechthin.