Masturbation oder Onanie dient der Selbstbefriedigung, sowohl bei Männern als auch Frauen. In den meisten Fällen wird mit den Händen eine geschlechtliche Selbstbefriedigung vollzogen, bis zum Orgasmus. Oft kommt jedoch auch Sexspielzeug zum Einsatz, wie Dildos. Neben dem Geschlechtsverkehr ist die Masturbation oder Onanie die häufigste sexuelle Aktivität.
Masturbation oder Onanie – Selbstbefriedigung – Grundsätzliches
Masturbation oder Onanie steht für sexuelle Selbstbefriedigung. Ausgeführt wird die Selbstbefriedigung mit den Händen oder mit verschiedenen Hilfsmitteln wie
Vibratoren bei Frauen.
Sehr viele Menschen masturbieren in verschiedenen Zeitabständen, laut Statistiken praktizieren mehr Männer die Selbstbefriedigung.
Interessant ist, dass geschichtsmedizinisch für lange Zeit die Masturbation, insbesondere bei Jungen, als gesundheitsschädigend galt. Demnach bekam man vom Masturbieren Krankheiten wie Lepra, Gehirnerweichung, Tuberkulose oder man viel dem Wahnsinn anheim. Auch Akne konnte durch die Masturbation hervorgerufen werden – dies glaubte man bis weit in 20. Jahrhundert!
Das Christentum verabscheute diese Form der sexuellen Befriedigung und verpönte sie als Sünde. Die alten Griechen fanden nichts Verwerfliches daran. Siegmund Freud allerdings befand die Masturbation als sinnvoll bei Jugendlichen, um die eigene Sexualität kennen zu lernen. Dazu sei anzumerken, dass bereits Kinder in jüngsten Jahren das Bedürfnis nach Selbstbefriedigung verspüren, doch die Koordination ist noch schwierig.
Kennt ein Jugendlicher seinen Körper und lernt seine sexuellen Gefühle durch die Masturbation kennen, ist das im Enddefekt für eine Beziehung immer von Vorteil. Auch im partnerschaftlichen Sex ist Masturbation ein Thema, ebenso im Singledasein.
Masturbation oder Onanie – Selbstbefriedigung – Praktik
Die Masturbation/Onanie der Frau
Die Onanie galt und gilt bei Frauen in der Gesellschaft, als weniger toleriert. Doch speziell bei jungen Mädchen ist es wichtig, ihren Körper und die Geschlechtsorgane sowie die bei der Berührung empfundenen Gefühle kennen zu lernen. Frauen können sich prinzipiell mit den Fingern stimulieren. Dabei werden die Klitoris und die Scheide zart, fest, langsam oder schnell, ganz individuell, gestreichelt, bis zum
Orgasmus. Die meisten Frauen brauchen einen Ort ganz für sich allein, nützen die Badewanne, Dusche oder das Bett und viele Möglichkeiten mehr. Es ist einerlei, wo Frau masturbiert, oder auch ob sie Hilfsmittel wie Vibratoren oder Dildos anwendet, das Ergebnis der Selbstbefriedigung sollte ein Orgasmus sein. Andere Hilfsmittel stellen Spiegel oder erotische Fotos dar.
Die Masturbation/Onanie des Mannes
Auch Männer masturbieren in allen Phasen ihres Lebens. Wie oft ist unterschiedlich, es kann das Bedürfnis auch mehrere Male am Tag auftreten. Der Mann massiert seinen Penis bis zum Samenerguss, das wird auch wichsen, abschütteln oder schrubben genannt. Mann kann in vielen Stellungen onanieren, beim Stehen, liegen, vorm Spiegel, mit den Füßen, unter der Dusche und vieles mehr. Auch Männer erregt in vielen Fällen das Anwenden eines
Dildos, dabei ist darauf zu achten, genügend
Gleitmittel zu verwenden. Es ist auch immer wichtig, Ruhe bei der Selbstbefriedigung zu haben. Anregend wirken oft Pornografische Bilder oder Filme, auch Mann steht oft gerne bei der Masturbation vor einem Spiegel.
Masturbation oder Onanie – Selbstbefriedigung – Fazit
Die Selbstbefriedigung ist bei Frau und Mann in jedem Fall nicht gesundheitsschädigend und verschafft ein gesundes Gefühl der Entspannung. In Zeiten der Singles hat Selbstbefriedigung eine wichtige Position. Wie Frau oder Mann es macht, ob mit oder ohne Hilfsmittel, ist einerlei, das Gefühl allein zählt.
Weitere Informationen zur Masturbation oder Onanie – Selbstbefriedigung
Die Selbstbefriedigung ist ein völlig natürliches Mittel der sexuellen Entspannung, auch wenn das noch nicht so lang gilt. Ob Selbstbefriedigung zur Sucht wird, sei dahingestellt und nur ganz selten, bedenklich ist es lediglich, wenn die Masturbierenden sich der Öffentlichkeit aussetzen. Dann sollte eventuell ein Psychotherapeut (eine Liste aller in Österreich praktizierenden Ärzte befindet sich auf unserem Portal) aufgesucht werden.
16-1-2012 um 11:31
Gast-User - Religionslehrer

Die römisch-katholische Kirche brandmarkt noch heute die Selbstbefriedigung als eine "in sich schwere ordnungswidrige Handlung" (Katechismus der Katholischen Kirche, KKK), also als Sünde. Selbstbefriedigung kommt jedoch in der Bibel gar nicht vor. In der bekannten alttestamentarischen Onan-Geschichte vollzog Onan keine SB, sondern Coitus interruptus, also Empfängnisverhütung. Er wollte seinem verstorbenen Bruder und dessen Witwe keine Nachkommen hinterlassen. Damit verstieß er gegen das jüdische Gesetz und das Gebot Gottes. Zur Strafe für seinen Ungehorsam wurde er von Gott getötet. Die Meinung, SB sei Sünde, ist reine Willkür und biblisch nicht belegbar.
Nach Erkenntnissen der heutigen Medizin, Psychologie und Sexualwissenschaft ist SB eine eigenständige und wertvolle Form der Sexualität. Für Jugendliche ist sie Triebabfuhr und Einüben ihrer Sexualität. Erwachsene können durch SB ihr Sexualleben bereichern, und für viele, vor allem Frauen, ist sie ein gutes Orgasmustraining. Sexualtherapeuten verordnen SB gegen Orgasmusprobleme.