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Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)

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Die Zuckerkrankheit oder Diabetes mellitus wird gekennzeichnet durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel und ist eine chronische Stoffwechselerkrankung. Charakteristische Symptome, vor allem bei Typ 1, sind Abgeschlagenheit, Heißhunger, Juckreiz, vermehrtes Wasserlassen und starker Durst. Regelmäßige Kontrollen und entsprechende Behandlung ermöglichen ein beschwerdefreies Leben mit Diabetes mellitus.


Was ist Zuckerkrankheit (Typ 1 und Typ 2), Diabetes mellitus?

Wenn es zu Störungen des Zuckerstoffwechsels kommt, die einen dauerhaft erhöhten Zuckerspiegel zur Folge haben, spricht man von Zuckerkrankheit oder Diabetes mellitus.

Glukose (Traubenzucker) wird vor allem vom Gehirn, aber auch den Muskel- oder Fettzellen benötigt. Darum ist der Körper stets bemüht, ausreichend Glukose im Blut vorrätig zu haben.

Wenn zu wenig Insulin (wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet) ins Blut gelangt, bleibt die Glukose im Blut und kann die Zellen nicht mehr ausreichend mit Energie versorgen, der Blutzuckerspiegel steigt an.

Weltweit ist die Tendenz an Menschen mit Diabetes mellitus steigend, was auch mit dem steigenden Übergewicht zusammenhängt (Risikofaktor Diabetes Typ 2).


Die Ursachen für Zuckerkrankheit (Typ 1 und Typ 2), Diabetes mellitus

Unterschieden werden zwei Hauptformen, die sich in ihren Ursachen ganz klar differenzieren.

Diabetes Typ 1
Betrifft nur etwa 5% aller Diabetiker und beginnt bereits im jugendlichen Alter. Vermutet wird eine Autoimmunerkrankung begünstigt durch Virusinfektionen wie Mumps, Masern oder Grippe Viren und genetische Faktoren. Viele Typ 1 Diabetiker zeigen spezielle Merkmale ihrer weißen Blutkörperchen (HLA-Merkmale, DR3 und DR4). Die einzig mögliche Therapie besteht in einer Insulingabe.

Diabetes Typ 2
Über 80% aller Fälle von Typ 2 Diabetikern sind übergewichtig. Fettsucht (Adipositas) ist der entscheidende Risikofaktor, um an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken. Die Zellen reagieren nicht mehr oder nicht ausreichend auf das Insulin, das hat eine dauerhafte überreiche Nahrungszufuhr mit erhöhtem Blutzuckerspiegel zur Folge. Kinder von Eltern mit Diabetes mellitus Typ 2 erkranken mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 50% ebenfalls an der Zuckerkrankheit.

Sonderformen von Diabetes mellitus sind LADA (absoluter Insulinmangel im Erwachsenenalter), MODY (vererbbarer Diabetes mellitus bei Normalgewichtigen), Schäden an der Bauchspeicheldrüse oder Schwangerschaftsdiabetes.


Die Symptome bei Zuckerkrankheit (Typ 1 und Typ 2), Diabetes mellitus

Charakteristische Symptome der Zuckerkrankheit sind.
  • Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Mattigkeit

  • Starker Durst

  • Heißhungerattacken

  • Störungen des Sehvermögens

  • Oftmaliges Wasserlassen

  • Infektanfälligkeit

Typ 2 Diabetiker bemerken erst spät die Symptome, sodass sie auch erst spät einen Arzt konsultieren.

Ebenso verläuft die Erkrankung bei Typ 1 Diabetikern anfangs beschwerdefrei. Die insulinproduzierenden Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse sind bei der Diagnose zumeist schon so zerstört, dass die ersten Anzeichen der Erkrankung sehr extrem, oft mit einem diabetischen Koma, ausfallen.

Zuckerkrankheit muss behandelt werden, denn sonst kann es zu schweren Folgererkrankungen kommen:
  • Geschädigte kleine Blutgefäße

  • Geschädigte Netzhaut

  • Geschädigte Nieren

  • Ein diabetischer Fuß (offene schlecht heilende Wunden)

  • Geschädigte Nerven

  • Geschädigte große Blutgefäße (Herzinfarkt, Schlaganfall, etc.)

  • Probleme bei der Erektion des Mannes oder der Monatsblutung der Frau


Die Behandlung einer Zuckerkrankheit (Typ 1 und Typ 2), Diabetes mellitus

Behandlung: Insulin, Antidiabetika, allgemeine Maßnahmen

Die Therapie unterscheidet sich je nach Diabetiker Typ, jedoch kann mit einer gezielten Kontrolle des Blutzuckerspiegels ein beschwerdefreies Leben ermöglicht und auch die Folgerkrankungen können weitestgehend vermieden werden.

Behandlung Diabetes Typ 1:
Da beim Diabetes Typ 1 ein Mangel an Insulin vorliegt, muss ein Leben lang Insulin gespritzt werden. Bei alternativen Therapien zu Normalinsulin werden Insulinanaloga verwendet, bei welchen manche Aminosäuren ausgetauscht werden.

Behandlung Diabetes Typ 2:
Da die Ursachen für Diabetes Typ 2 zumeist eine falsche Ernährung ist und daraus starkes Übergewicht resultiert, ist das erste Ziel der Therapie eine Umstellung der Lebensgewohnheiten wie der Abbau von Übergewicht, regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene, kohlehydratreduzierte Ernährung.

Wenn es trotz dieser Maßnahmen zu keiner deutlichen Senkung des Blutzuckerspiegels kommt, werden Medikamente, sogenannte Antidiabetika verabreicht. Hilft auch das nicht mehr, muss Insulin gespritzt werden.

Die Patienten können sehr viel zu einem guten Verlauf des Diabetes mellitus beitragen. Wichtig sind ständige Blutzuckermessungen, Kontrolluntersuchungen beim Arzt, die konsequente Einnahme der verordneten Medikamente oder des Insulins, eine gesunde Ernährung und viel Bewegung.


Kann man Zuckerkrankheit (Typ 1 und Typ 2), Diabetes mellitus vorbeugen?

Diabetes Typ 1 kann nicht vorgebeugt werden, Typ 2 jedoch lässt sich durch Maßnahmen wie das Halten des Normalgewichts, viel Bewegung und das Vermeiden von Stress am besten vermeiden.


Weitere Informationen zur Zuckerkrankheit (Typ 1 und Typ 2), Diabetes mellitus

Im Internet hat sich eine Vielzahl von spezialisierten Foren gebildet, die viele Tipps bereithalten.
Sehr gute Lektüre zum Thema wie auch hilfreiche Kochbücher sind im Buchhandel erhältlich.

Um Folgekrankheiten zu vermeiden, müssen Diabetiker auf die konsequente Einnahme ihrer Medikamente oder dem Spritzen des Insulins und einen gesunden Lebensstil achten.
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