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Zittern

Als Zittern, medizinisch Tremor genannt, bezeichnet man eine unwillkürliche, rhythmisch schwingende Bewegung von einem oder mehreren Körperteilen. Betroffen sind zumeist die Hände, die Füße, die Stimme oder der Kopf. Die Art und Weise des Zitterns unterscheidet sich erheblich und geht von Ruhezittern bis zum Zittern beim Hochhalten eines bestimmten Körperteils.


Was ist Zittern?

Zittern, medizinisch Tremor, kann folgendermaßen erklärt werden: bestimmte Körperteile (oder ein bestimmtes Körperteil) bewegen sich unwillkürlich, rhythmisch schwingend aufgrund von sich wiederholenden Kontraktionen von entgegengesetzten Muskelgruppen.

Zumeist zittern die Hände, die Füße, der Kiefer, die Stimme und der Kopf. Beim Zittern wird unter anderen unterschieden in der Frequenz, also der Anzahl der Wiederholungen des Zitterns (der Bewegung) während einer bestimmten Zeitspanne oder ob das Zittern während einer Ruheposition, Aktion, beim Halten oder bei zielgerichteten Bewegungen auftritt.


Formen des Zitterns sind:

  • Ein Haltetremor tritt auf wenn ein bestimmtes Körperteil hochgehalten wird.

  • Ein Bewegungstremor tritt auf wenn ein bestimmtes Körperteil bewegt wird.

  • Ein Intentionstremor tritt auf wenn sich ein bestimmtes Körperteil dem Ziel nähert.

  • Ein isometrischer Tremor tritt auf, wenn ein schwerer Gegenstand gehoben oder gehalten wird.

  • Ein aufgabenspezifischer Tremor tritt auf bei Sportlern oder professionellen Musikern, wenn diese bestimmte Bewegungen ausführen.

  • Ein Ruhetremor tritt auf wenn ein bestimmtes Körperteil ruhig gehalten wird. Dieses Zittern verschwindet bei der Bewegung wieder.


Die Ursachen für Zittern

Das Zittern kann harmlos sein, aber auch ein Symptom verschiedener Erkrankungen. Sehr bekannt ist der sogenannte physiologische Tremor, der unter anderen bei der Einnahme von bestimmten Medikamenten (Bsp. Antidepressiva), nach einem Koffein- oder Alkoholmissbrauch, bei Kälte, Stress oder Muskelüberanstrengung entsteht.


Weitere Ursachen für Zittern können sein:

  • Ein Entzug von Alkohol, Drogen oder Medikamenten

  • Eine Vergiftung

  • Eine Multiple Sklerose

  • Ein Schlaganfall

  • Ein Leberversagen

  • Eine Parkinsonerkrankung

  • Eine Epilepsie

  • Eine Schilddrüsenüberfunktion

  • Eine Erkrankung des peripheren Nervensystems, oft aufgrund anderer Erkrankungen wie Diabetes mellitus

  • Erkrankungen, die psychisch sind wie Panikattacken oder ein Schock

Ein aufgabenspezifischer Tremor entsteht, wenn durch permanente, hochspezialisierte motorische Bewegung ein Überschreiten der Grenze der Koordinationsfähigkeit erfolgt.

Zudem ist ein sogenannter essentieller Tremor bekannt, dessen Ursache aber nicht geklärt ist. Möglich ist eine Vererbung. Dieses Zittern tritt nicht als Symptom einer Erkrankung auf, ist also isoliert. Die mögliche Ursache könnte eine Störung im Kleinhirn sein.

Sehr selten kommt es zum sogenannten orthostatischen Tremor, der höchstwahrscheinlich infolge einer Fehlfunktion im Hirnstamm auftritt.


Die Behandlung des Zitterns

Behandlung: Betablocker, motorische Übungen, Botulinumtoxin, Epilepsiepräparate
Eine Therapie richtet sich stets nach der Ursache für das Zittern.

Ein nicht krankhafter, physiologischer Tremor kann mit Betablockern (Beispiel: Propranolol) behandelt werden, wenn das Zittern vom Betroffenen als unangenehm empfunden wird.

Gute Erfolge konnte man beim aufgabenspezifischen Tremor mit dem Injizieren von Botulinumtoxin erzielen. Allerdings muss diese Behandlung stets wiederholt werden. Oft hilft bei dieser Form des Tremors auch ein gezieltes, speziell entwickeltes, motorisches Training.

Ein essentieller Tremor mit nicht bekannter Ursache kann nicht geheilt, aber mit Betablockern oder Präparaten gegen Epilepsie vermindert werden. Das gilt ebenso für den orthostatischen Tremor.
Tritt das Zittern aufgrund einer Krankheit wie der Multiplen Sklerose auf, muss vordringlich die Grunderkrankung behandelt werden.


Weitere Informationen zum Thema Zittern

Um die genaue Ursache für das Zittern abzuklären, hilft nur der Gang zum Arzt. Dieser kann die notwendigen weiteren Untersuchungen wie eine Magnetresonanztomografie oder eine Untersuchung des Hirnwassers in die Wege leiten.

Ist das Zittern kurzfristig, oder weiß man aufgrund des Berufes Bescheid über den Auslöser, kann man überlegen, ob man den Tremor überhaupt behandeln lassen möchte. Informationen dazu bietet auch das Internet.
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