Wenn Würmer, die zu den Parasiten des Menschen zählen, in den menschlichen Körper geraten, kann das unterschiedliche Anzeichen von Erkrankungen auslösen. Zumeist treten Wurmerkrankungen in tropischen oder subtropischen Ländern auf, doch durch den internationalen Tourismus kommen Wurmerkrankungen auch zunehmend in unseren Breiten vor.
Was sind Würmer?
Würmer zählen zu den Parasiten des Menschen und können je nach Wurmerkrankung verschiedene Symptome auslösen.
Folgende Würmer, bzw. Wurmerkrankungen, kommen beim Menschen vor:
- Bandwurmerkrankungen: Gelangen über Nahrung in den Darm, sind Schmarotzer, Symptome können Mangelerscheinungen und ungewollte Gewichtsabnahme sein.
- Echinokokkose oder Hunde- und Fuchsbandwurmerkrankung: Über Nahrung (Waldbeeren, etc.) aufgenommene Eier setzen sich in Organen wie Leber oder Lunge fest, Symptome sind Gewebszerstörungen oder Zysten.
- Oxyuriasis oder Madenwurmbefall: Der Darm ist betroffen, die Ansteckung erfolgt durch ungenügende Hygiene. Symptome sind Juckreiz in der Afterregion und Schlafstörungen, betrifft vor allem Kinder.
- Askariasis oder Spulwurminfektion: Ansteckung erfolgt über mit Fäkalien gedüngtes Gemüse, Symptome sind bronchitische Beschwerden (Atemwegserkrankungen), Fieber, Übelkeit, Erbrechen oder Magen-Darm-Beschwerden.
- Trichinenbefall: Gelangen durch infiziertes Fleisch vom Darm in die Muskulatur, die Symptome reichen von Verdauungsbeschwerden bis zu rheumaartigen Schmerzen in den Muskeln, Fieber oder Atembeschwerden.
- Erkrankung durch Peitschwürmer oder Triochuriasis: Die Eier gelangen durch mit Fäkalien gedüngte Lebensmittel in den Dünndarm, danach in den Dickdarm. Zumeist ohne Symptome, nur bei starkem Wurmbefall kommt es unter anderem zu Erbrechen, Schmerzen im Oberbauch und Durchfällen.
- Hakenwurmerkrankung oder Ankylosotomiasis: Kommt hauptsächlich in den Tropen und Subtropen vor, aber auch im Berg- und Tunnelbau. Die Würmer gelangen über die Haut in den Dünndarm. Die zumeist chronische Erkrankung führt zu Blutarmut, denn die Würmer ernähren sich von Blut.
- Schistosomiasis oder Bilharziose, Infektionskrankheit durch Pärchenegel: In den Tropen und Subtropen verbreitet, die Würmer dringen über wurmverseuchtes Wasser in die Haut ein. Die Symptome reichen von Fieber, Durchfall, Kopfschmerzen und Leberschwellung bis zu Leberzirrhose. Komplikationen sind lebensgefährliche Blutungen in Speiseröhre und Magen.
- Erkrankungen der Leber durch Egel (chinesischer Leberegel, Katzenleberegel, großer und kleiner Leberegel): Ähnlich wie bei einer Bilharziose, führt aber zudem zu Wucherungen in den Gallengängen.
- Erkrankungen der Lunge durch Egel (s.o.): Die Würmer wandern über den Darm in die Lunge und bilden große Zysten. Symptome sind blutiger Auswurf beim Husten und Schmerzen in der Brust. Die Würmer können auch andere Organe befallen.
Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?
Wenn sich nach einem Besuch in tropischen oder subtropischen Ländern Durchfälle, Bauchschmerzen, Verstopfungen, Fieber oder Husten zeigen, gilt es, die Ursache ärztlich abzuklären.
Wenn es zu Blutungen aus dem Darm, blutigem Erbrechen oder Bluthusten auf, ist ebenfalls unbedingt ein Arzt zu konsultieren. Auch wenn im Stuhl ungewöhnliche Strukturen auftauchen, ist es sinnvoll, dies diagnostizieren zu lassen.
Klagen Kinder über Juckreiz in der Analgegend und sie schlafen schlecht, muss ein Arzt aufgesucht werden. Das gilt ebenso für alle unklaren Beschwerden im Oberbauch, Erbrechen oder Gelbfärbung der Haut und der Augen bei Erwachsenen.
Die Behandlung bei Würmern
Behandlung: Anthelminthika
Die Behandlung der Wurmerkrankung hängt von der Art und dem Ausmaß des Wurmbefalls ab. Es kommen Anthelminthika wie Pyranthel oder Niclosamid zum Einsatz.
Die Präparate führen zum Tod und Ausscheiden der Würmer. Da die Verteilung der Würmer im Körper unterschiedlich und die Medikamente sich danach richten, variiert die Dauer der Einnahme, ebenso unterscheiden sich auch die Nebenwirkungen.
Kann man Wurmerkrankungen vorbeugen?
In erster Linie ist eine richtige Hygiene die beste Vorbeugungsmaßnahme: Händewaschen nach jedem Toilettengang oder vor dem Essen ist ein Muss. Obst und Gemüse immer gut waschen.
Reist man in tropische oder subtropische Länder, ist Vorsicht geboten beim Verzehr von ungekochten Speisen, insbesondere roher Fisch oder nur halb-gares Fleisch.
Außerdem sind die Hygienemaßnahmen noch strenger einzuhalten. Wenn im Haushalt Hunde, Katzen oder Nagetiere leben, sind diese regelmäßig zu entwurmen.
Weitere Informationen zu Würmern
Da mangelnde Hygiene die Hauptursache eines Wurmbefalls ist, sollten die Hygienemaßnahmen im Umgang mit Lebensmitteln und natürlich dem Händewaschen genau beachtet werden.
Interessante Information zu Würmern bietet das Internet. Bei oben genannten Symptomen ist in jedem Fall ein Arzt aufzusuchen (eine Liste aller Ärzte in Österreich befindet sich auf dieser Website).