Da die Nase nicht nur das Riechorgan ist, sondern gleichzeitig ein Teil der oberen Atemwege, kann man mit einer verstopften Nase nicht nur weniger riechen sondern auch schwerer atmen. Eine verstopfte Nase entsteht beispielsweise durch einen Schnupfen oder eine Allergie oder auch durch ein Hindernis in der Nase.
Was ist eine verstopfte Nase?
Anatomie: Die eingeatmete Luft gelangt über beide Nasenlöcher in die Nasenhöhle (Cavum nasi). Durch die Nasenscheidewand (Septum nasi) ist diese in die linke und rechte Nasenhöhle geteilt.
Die Nasenhöhlen sind wiederum jeweils durch drei knorpelige Nasenmuscheln unterteilt. Zwischen diesen Nasenmuscheln liegen die Nasengänge (je drei). Verbunden ist die Nase weiters mit den Nasennebenhöhlen und dem Rachenraum.
Wenn die Nase verstopft ist, ist sie entweder aufgrund eines Schnupfens oder einer Allergie zugeschwollen, oder in der Nase befindet sich ein Hindernis wie ein Fremdkörper, Polyp oder ein Tumor.
Ebenso können anatomische Veränderungen ind er Nase wie eine Nasenscheidewandverkrümmung zu einer verstopften Nase führen.
Die regelmäßige Behandlung mit Nasentropfen führt auf Dauer zu einer chronisch verstopften Nase.
Die Ursachen für eine verstopfte Nase
Eine verstopfte Nase entsteht aufgrund von einer geschwollenen Nasenschleimhaut oder mechanischen Hindernissen im Bereich der Nase und des Rachens.
Ursachen können sein:
- Ein Schnupfen und eine Infektion wie bei grippalen Infekten oder einer Erkältung
- Eine Allergie wie ein Heuschnupfen
- Rauch, trockene Luft, verschiedene Gifte, Staub
- Der dauerhafte Einsatz von Nasentropfen
- Ein Fremdkörper ind er Nase
- Gutartige Wucherungen der Nasenschleimhaut, sog. Nasenpolypen
- Eine Nasenscheidewandverkrümmung
- Eine Nasennebenhöhlenentzündung
- Ein Nasentumor, sowohl gut- wie auch bösartig
Die Behandlung bei einer verstopften Nase
Behandlung: Therapie der Grunderkrankung, Antiallergika, Hyposensibilisierung, Entfernen des Fremdkörpers aus der Nase, Operation, Dampfbäder, Nasensprays oder Nasentropfen
Jede Therapie richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache.
Handelt es sich um eine Erkältung, wird diese symptomatisch behandelt, beispielsweise durch Schonung, fieber- und schmerzsenkende Präparate. Danach (rund eine Woche) verschindet die verstopfte Nase mitsamt dem auslösenden Schnupfen.
Wenn der Auslöser für eine verstopfte Nase ein bakterieller Infekt ist, muss unter Umständen Antibiotika verabreicht werden. Ist die Ursache für die verstopfte Nase eine Allergie, ist es grundsätzlich zu empfehlen, das auslösende Allergen zu meiden.
Es gibt vorbeugende Präparate bei allergischem Schnupfen, zum Beispiel mit dem Wirkstoff Cromoglicinsäure. Bei manchen Allergien hilft darüber hinaus eine Hyposensibilisierung.
Kann man selbst mit heftigem Schneuzen einen möglichen Fremdkörper nicht aus der Nase entfernen, ist der HNO-Arzt ind er Lage, mit speziellen Instrumenten diesen herauszuholen. Manchmal geschieht das im Rahmen einer Endoskopie.
Wenn die Ursache für die verstopfte Nase beispielsweise eine Nasenscheidewandverkrümmung ist, ist oft eine Operation notwendig.
Vorbeugend ist es bei einer chronisch zugeschwollenen Nase sinnvoll, zu trockene oder verrauchte Räume zu meiden. Gegen trockene Raumluft und somit zum Wohle der Atemwege schafft oft ein
Luftbefeuchter Abhilfe.
Dampfbäder mit ätherischen Ölen oder Kamille unterstützen es, die Nase wieder frei zu m machen. Ein rasches Abschwellen der Nasenschleimhaut wird durch Nasensprays oder Nasentropfen bewirkt.
Doch gilt: diese Mittel nie länger als eine Woche anzuwenden, denn das kann eine chronisch verstopfte Nase nach sich ziehen.
Weitere Informationen zum Thema verstopfte Nase
Bei einer verstopften Nase ist es wichtig, die Ursache abzuklären. Das kann prinzipiell nur der Arzt (HNO-Arzt). Informationen über altbewährte Hausmittel oder neue Medikationen, die bei verstopfter Nase helfen, hält das Internet und natürlich alle Arztpraxen bereit.