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Verbrennungen und Verbrühungen

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Wenn es durch Hitzeeinwirkung von 45° aufwärts kommt, spricht man von Verbrennungen oder Verbrühungen. Dadurch kommt es zu Schädigungen des betroffenen Gewebes. Verbrennungen und Verbrühungen werden in Grade zwischen eins und vier und in Prozenten der betroffenen Körperfläche eingeteilt, je nach Schwere der Verletzung.


Was sind Verbrennungen und Verbrühungen?

Durch Einwirkung von Hitze auf das Gewebe entstehen Verbrennungen oder Verbrühungen. Es kommt zu einem intensiven Ansteigen der Temperatur, wodurch je nach Ausmaß und Tiefe der daraus resultierenden Schädigung es zum Zelltod, zur Zellschädigung oder der Gerinnung der Eiweißpartikel bis zur Verkohlung kommen kann.

Die Verbrennungen und Verbrühungen werden nach Schwergrad eingeteilt – von eins bis vier – und in Prozenten je nach Ausmaß der betroffenen Körperfläche.

Um das Ausmaß schnell einschätzen können, gibt es die sogenannte Neuner-Regel:
  • Der Kopf: 9%

  • Ein Arm: 9%

  • Die Brust: 18%

  • Ein Bein: 18%

  • Eine Handfläche: 1%

  • Die Genitalien: 1%

Bei Kleinkindern gelten proportional andere Einteilungen.


Die Ursachen für Verbrennungen und Verbrühungen

Die Ursache für Hitzeschädigungen des Gewebes und der Haut ist die Temperatureinwirkung von über 45°. Ein Großteil der Verbrennungen und Verbrühungen, etwa zwei Drittel, geschehen im Haushalt, in der Freizeit und im Verkehr und rund ein Drittel ereignet sich am Arbeitsplatz.


Die Ursachen für Verbrennungen und Verbrühungen können sein:
  • Heißes Wasser, Wasserdampf oder andere Flüssigkeiten (Verbrühungen)

  • Flammeneinwirkung beispielsweise von Kerzen oder sonstigen Bränden (Verbrennungen)

  • Explosionen wie Gasexplosionen (Verbrennungen)

  • Verbrennungen bei Kontakt mit heißen Metallen wie einem Bügeleisen

  • Verbrennungen durch Strahlen wie Sonnenstrahlen oder Solarium

  • Verbrennungen, die durch elektrischen Strom entstehen, Beispiel Hochspanungsleitungen oder stromführende Maschinen


Die Symptome bei Verbrennungen und Verbrühungen

Grad 1
Der betroffene Hautabschnitt ist schmerzt und ist gerötet. Eventuell kann eine Schwellung entstehen. Typisches Beispiel für eine Verbrennung ersten Grades ist ein Sonnenbrand.

Grad 2
Als Begleitsymptom zu Schmerzen, Schwellung und Rötung treten mit Flüssigkeit gefüllte Blasen auf, die durch die Schädigung der Blutgefäßwand entstehen.

Grad 3
Die Haut ist vollständig zerstört, es tritt keine Flüssigkeit mehr aus und die Stelle verfärbt sich weißlich bis bräunlich.

Grad 4
Nicht nur die Haut ist zerstört, auch tiefer liegende Muskeln, Sehnen, Gelenke oder Knochen sind geschädigt, die Haut ist verkohlt (schwarz verfärbt).


Die Behandlung bei Verbrühungen und Verbrennungen

Behandlung: Erste Hilfemaßnahmen, klinische Therapie

Als Sofortmaßnahme gilt das Kühlen der betreffenden Stelle mit Leitungswasser. Eine Unterkühlung ist zu vermeiden, darum nie länger als 20 Minuten kühlen.


Erste Hilfemaßnahmen sind:
  • Ruhig bleiben, Kinder beruhigen

  • Wenn möglich Kleidung an den betroffenen Stellen entfernen

  • Maximal 20 Minuten kühlen (Leitungswasser hat die optimale Temperatur)

  • Den Betroffenen warmhalten, mit Decken, die Rettungsdecke (aus Folie) aus dem Erste-Hilfe-Kasten als Unterlage bei Möglichkeit verwenden

  • Notarzt verständigen – bei Kindern bereits bei leichten Verbrühungen, bei Erwachsenen bei schwereren Verbrühungen oder Verbrennungen

  • Der Patient darf nichts trinken oder essen

  • Betroffene nach Wohnungsbränden nie allein lassen, durch Rauchgase können sie verwirrt sein


Im Krankenhaus werden leichtere Fälle mit Schmerzmitteln behandelt, die Tetanus-Impfung wird kontrolliert bzw. verabreicht und der Patient bekommt Flüssigkeit zugeführt.

Schwere Verbrennungen oder Verbrühungen müssen in speziellen Einrichtungen (Zentrum für Schwerbrandverletzte) behandelt werden.

In jedem Grad der Verbrennungen oder Verbrühungen ist eine intensive Nachsorge wichtig.
Auch wenn es heute gute medizinische Fortschritte gibt, haben Menschen mit einer Verbrennung oder Verbrühung, wenn die Verletzungen über 10% der Körperoberfläche betreffen, schwere Schäden ihres Organismus und viele Opfer überleben nicht.


Kann man Verbrennungen und Verbrühungen vorbeugen?

Bei Kleinkindern ist immer höchste Vorsicht geboten, dass sie nicht mit heißem Wasser oder anderen Flüssigkeiten in Berührung kommen.

Grillunfälle lassen sich durch sachgemäßes Verhalten verhindern.


Weitere Informationen zu Verbrennungen und Verbrühungen

Da Verbrennungen und Verbrühungen zu Narbenbildung führen, die mitunter psychisch sehr belastend sein können, haben sich Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen gebildet, die kompetent mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Oft lassen sich Unfälle, speziell mit Kindern, nicht verhindern, doch Vorsicht ist die beste Vorbeugung, um den Kleinen viel Schmerzen und Leid zu ersparen.


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