Der Tripper oder die Gonorrhö zählt zu den weltweit verbreitetsten Geschlechtskrankheiten. Auslöser ist das Bakterium Neisseria gonorrhoeae (Gonokokken). Ein Tripper wird mit Antibiotika therapiert. Im Gegensatz zu anderen Infektionskrankheiten besteht nach überstandener Erkrankung keine lebenslange Immunität – die Gonorrhö kann wieder auftreten.
Was ist ein Tripper (Gonorrhö)?
Der Tripper ist eine Geschlechtskrankheit, der Auslöser ist das Bakterium Neisseria gonorrhoeae (Gonokokken). Gonorrhö ist seit Jahrhunderten bekannt, weltweit werden 62 Millionen Infizierte pro Jahr angenommen.
Jüngere Erwachsene, die sexuell aktiv sind und öfter den Sexualpartner wechseln, Frauen und Männer gleichermaßen, zählen zu den Risikopersonen. Eine Tripper-Infektion ist jederzeit, auch nach einmal überstandener Erkrankung, wieder möglich.
Die Häufigkeit der Ansteckungen ging in den letzten Jahrzehnten zurück.
Die Ursachen für einen Tripper (Gonorrhö)
Die Ursache für einen Tripper ist die Infektion mit dem Erreger Neisseria gonorrhoeae, ein Bakterium, auch Gonokokken genannt. Die Gonokokken siedeln sich in den Schleimhäuten, vorzugsweise im Urogenitaltrakt, an.
Bei
Neugeborenen von erkrankten Müttern besiedeln die Gonokokken die Augenbindehaut.
Eine Übertragung des Erregers findet ausschließlich beim Geschlechtsverkehr statt, entweder bei ungeschütztem Sex oder bei bestimmten Praktiken wie Anal- oder
Oralverkehr.
Außerdem kann es zur Übertragung des Erregers während der Geburt von der infizierten Mutter auf das Baby kommen.
Da die Bakterien außerhalb des Körpers nicht überleben können, ist eine Ansteckung beispielsweise in öffentlichen Toiletten sehr unwahrscheinlich.
Inkubationszeit: 2 – 5 Tage
Die Symptome eines Trippers (Gonorrhö)
Der Tripper beim Mann
Rasch nach der Ansteckung mit dem Erreger zeigt sich beim Mann eine Schwellung und Rötung der Mündung der Harnröhre mit wässrigem, später eitrig-schleimigen Ausfluss, und Brennen beim Wasserlassen.
Wird der Tripper in diesem Anfangsstadium nicht behandelt, breitet sich die Infektion aus. Circa drei Wochen nach der Infektion spürt der Betroffene dumpfe Schmerzen in der Blasengegend und am Damm – ein Zeichen für die Beteiligung der Prostata.
Wenn sich die Entzündung auf die Nebenhoden ausbreitet, zeigen sich Symptome wie Schwellungen, Rötungen und Schmerzen bei Druck des Nebenhodens (bzw. Hodens), ein allgemeines Krankheitsgefühl und Fieber tritt auf.
Der Tripper bei der Frau
Bei einer Frau sind die Symptome milder als beim Mann, daher bleibt ein Tripper oft unerkannt und kann sich zu einer chronischen Erkrankung entwickeln.
Beschwerden können sich in Schmerzen beim Wasserlassen und häufigem Harndrang zeigen. Weiters kann es zu einem wässrigen Ausfluss kommen, als Folge einer Entzündung des Gebärmutterhalses. Die Infektion kann sich auf die Schleimhaut des Enddarms ausbreiten.
Die Bindehautentzündung bei durch die Mutter infizierten Neugeborenen gilt als eigenständiges Krankheitsbild.
Die Behandlung eines Trippers (Gonorrhö)
Behandlung: verschiedene Antibiotika, Doxycyclin
Die Therapie erfolgt gezielt mit Antibiotika. War das in der Vergangenheit in erster Linie Penicillin, greift man heute aufgrund der Resistenz des Erregers gegen Penicillin auf Ciprofloxacin, Ofloxacin oder Levofloxacin u.a. zurück.
Eine Gonorrhö wird oft durch eine Chlaydieninfektion verursacht, darum wird parallel zu den Antibiotika Doxycyclin verabreicht.
Die Einnahme der Medikamente muss konsequent erfolgen, damit der Erreger nicht resistent gegenüber der Medikation wird.
Alle Sexualpartner des/der Infizierten sollten sich unbedingt untersuchen lassen, sofern der sexuelle Kontakt innerhalb von sechzig Tagen vor der Diagnose oder dem Auftreten der ersten Symptome stattgefunden hat.
Auf weiteren Geschlechtsverkehr ist während der Therapie zu verzichten. Als Komplikation kann sich eine Unfruchtbarkeit einstellen. Bei Neugeborenen besteht die Gefahr einer Erblindung.
Wird der Tripper frühzeitig behandelt, heilt er in der Regel folgenlos aus.
Kann man einem Tripper (Gonorrhö) vorbeugen?
Die Verwendung von
Kondomen beim Geschlechtsverkehr ist die einzige effektive Vorbeugungsmaßnahme.
Weitere Informationen zum Tripper (Gonorrhö)
Ein Tripper ist ein heikles Thema, besonders weil man die Sexualpartner darüber in Kenntnis setzen muss.
Doch muss ein Arzt konsultiert werden, um die weitere Verbreitung und mögliche Komplikationen bei unbehandelter Erkrankung ausschließen zu können. Speziell bei häufiger wechselnden Sexualpartnern sollten Kondome ein Muss sein.