Eine Trichomoniasis ist eine weltweit vorkommende Geschlechtskrankheit, ausgelöst durch den Parasiten Trichomonas vaginalis. Es kommt durch den Erreger zu Entzündungen der Harnwege und der Schleimhäute der Geschlechtsorgane, zumeist verläuft die Ansteckung ohne Beschwerden. Die Behandlung erfolgt mit Antibiotikum, der Partner muss mitbehandelt werden.
Was ist eine Trichomoniasis?
Eine Trichomoniasis wird durch Parasiten hervorgerufen und durch Geschlechtsverkehr übertragen. Damit zählt sie zu den sexuell übertragbaren Krankheiten.
Die Infektionskrankheit führt zu Entzündungen der Harnwege und der Schleimhäute der Geschlechtsorgane.
Die Trichomoniasis ist gut heilbar und die am meisten auftretende sexuell übertragbare Erkrankung bei jungen Frauen, die sexuell aktiv sind. Weltweit kommt es zu rund 7,4 Millionen Infektionen.
Die Ursachen für eine Trichomoniasis
Der Erreger Trichomonas vaginalis ist Verursacher der Geschlechtskrankheit Trichomoniasis und fühlt sich, wie der Name schon andeutet, am wohlsten in der Vagina (Scheide).
Bei Männern kommt der Parasit hauptsächlich in der Prostata (Vorsteherdrüse) und den Harnwegen vor, darum wird er auch als Trichomonas urogenitalis bezeichnet.
Die Übertragung der Parasiten erfolgt bei direktem Schleimhautkontakt beim Sex, wobei es kaum eine Ansteckung durch analen Geschlechtsverkehr geben kann, da sich der Parasit im Darm nicht ausbreiten kann.
Eine Ansteckung durch Schmierinfektion (beispielsweise durch gemeinsam benützte Handtücher) ist unwahrscheinlich.
Inkubationszeit: 3 – 21 Tage
Die Symptome einer Trichomoniasis
Die Symptome der Frau
Die typischen Symptome der Trichomoniasis zeigen sich in einem unangenehmen Juckreiz und Brennen in der Vagina. Ein gelblich grüner, schaumiger und oft schlecht reichender Ausfluss kann sich einstellen. Wenn es zur Entzündung der Harnröhre und Harnblase kommt, sind Schmerzen beim Wasserlassen und ein vermehrter Harndrang typische Beschwerden. Bei etwa 50 Prozent der diagnostizierten Fälle treten allerdings keine Beschwerden auf.
Die Symptome beim Mann
Bei Männern treten seltener Symptome auf als bei Frauen. Beschwerden können sich als Juckreiz, milchig-weißem Ausfluss und Schmerzen, die sich auf die Eichel und Vorhaut des Penis konzentrieren, zeigen. Die Entzündung kann sich über die Harnröhre auf die Harnblase, die Nebenhoden und die Prostata ausbreiten.
Die Behandlung einer Trichomoniasis
Behandlung: Antibiotika
In erster Linie erfolgt die Behandlung durch das Einnehmen von Antibiotika wie Metronidazol oder Tinidazol, in Form von Scheidenzäpfchen (bei Frauen) und Tabletten.
Um die Behandlung erfolgreich durchführen zu können, muss der Partner mitbehandelt werden, auf Geschlechtsverkehr ist während der Behandlungszeit von einer Woche bis zehn Tagen zu verzichten.
Bei einer konsequenten Behandlung (mit dem Partner) liegt die Heilungsquote bei immerhin 99%.
Kann man einer Trichomoniasis vorbeugen?
Die Vorbeugung liegt in erster Linie bei der Verwendung von
Kondomen. In Saunen oder öffentlichen Toiletten reicht es, die üblichen Hygienemaßnahmen einzuhalten.
Weitere Informationen zur Trichomoniasis
Durch regelmäßige gynäkologische oder urologische Untersuchungen kann die Trichomoniasis früh diagnostiziert und entsprechend behandelt werden.