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Tetanus (Wundstarrkrampf)

Bei Tetanus handelt es sich um eine Infektionskrankheit, meist bedingt durch den Eintritt von Bakterien über eine (verschmutzte) Wunde, die sich durch Lähmungen und Krämpfe kennzeichnet. Das verantwortliche Bakterium heißt Clostridium tetani. Die meisten Menschen sind gegenwärtig gegen Tetanus geimpft.


Was ist Tetanus (Wundstarrkrampf)?

Bei Tetanus, einer Infektionskrankheit, kommt es in der Muskulatur durch ein Toxin (Giftstoff) zu Krämpfen und Lähmungen.


Folgende Formen werden unterscheiden:
  • Neonataler Tetanus, betrifft nur Neugeborene zumeist in Ländern mit unzureichender medizinischer Versorgung.

  • Generalisierter Tetanus, am häufigsten auftretende Form in Mitteleuropa

  • Lokaler Tetanus, auf eine Region beschränkt

  • Zephaler Tetanus, regional beschränkter Tetanus, der vor allem nach Verletzungen am Kopf, Gesicht oder Nacken auftritt.

  • Puerperaler Tetanus, tritt nach Geburten oder Fehlgeburten auf

  • Postoperativer Tetanus, tritt nach der Infektion einer frischen Operationswunde auf.

In den Industrieländern gibt es aufgrund der Tetanus-Schutzimpfung wenige Krankheitsfälle.


Die Ursachen für Tetanus (Wundstarrkrampf)

Die Ursache für Tetanus ist das Bakterium Clostridium tetani, welches über eine zumeist verschmutzte Wunde in den menschlichen Körper eindringt und dort ein Toxin freisetzt.

Der Erreger fühlt sich nur in sauerstoffarmer Umgebung wohl, darum ist eine Wunde ein idealer Aufenthaltsort des Bakteriums.


Der Weg der Infektion:
  • Der Tetanus-Erreger gelangt über eine Wunde, meist verschmutzt und klein (beispielsweise durch Holzsplitter), doch auch durch großflächige Wunden beispielsweise bei Verkehrsunfällen, in den Körper.

  • Das Tetanus-Bakterium vermehrt sich in der Wunde, es gibt den Giftstoff Tetanospasmin ins Blut ab.

  • Das Toxin gelangt über die Blut- oder Nervenbahnen ins Gehirn, hemmt dort Verbindungen, die muskelentspannend wirken – es kommt zum Wundstarrkrampf.

Inkubationszeit: 3 Tage – 3 Wochen


Die Symptome von Tetanus (Wundstarrkrampf)

Am Anfang einer Tetanus-Infektion kommt es zu allgemeinen Symptomen wie Mattigkeit, Schwindel, Kopf- und Muskelschmerzen sowie Schweißausbrüchen.

Blad tritt der sogenannte Risus sardonicus, eine Kieferklemme, auf, hervorgerufen durch eine krampfende Muskulatur im Gesicht.

Danach folgt eine Muskelstarre vom Kopf und Nacken Richtung der langen Rücken- und Bauchmuskulatur absteigend. Anschließend breitet sich die Verkrampfung auf die Muskeln der Arme, Beine, Rippen, des Kehlkopfs und Zwerchfells aus.

Die schmerzhaften Krämpfe dauern maximal zwei Minuten, sie können in kurzen Abständen (Minuten) auftreten und die Auslösung erfolgt bereits durch geringste äußere Reize (mechanisch, optisch oder akustisch).

Es kommt zu Fieber bis über 40° und durch die sehr heftigen Krämpfe kann es vorkommen, dass Wirbelkörper an der Wirbelsäule brechen oder die Dornfortsätze der Wirbel abreißen.

Wenn es zu Krämpfen der Rippen- und Kehlkopfmuskulatur kommt, entstehen schwere Störungen bei der Atmung. Lähmungen des Zwerchfells verursachen letztlich den Tod des Betroffenen.


Die Behandlung von Tetanus (Wundstarrkrampf)

Behandlung: Symptomatische und intensivmedizinische Behandlung
Es gibt kein Mittel gegen das Tetanustoxin, darum beschränkt sich die Behandlung auf die Linderung der Symptome.


Maßnahmen sind:
  • Die intensive Wundbehandlung

  • Antibiotika, hoch dosiert

  • Die Bildung eigener Antikörper aktiv forcieren

  • Tetanus-Immunglobin wird verabreicht, um den Giftstoff, der noch nicht im Gehirn angekommen ist, zu neutralisieren

  • Überwachung des Patienten auf der Intensivstation

  • Gabe von Muskelrelaxation (muskelentspannende Mittel)

  • Der Patient wird in einem schallgeschützten, dunkeln Raum untergebracht

Je mehr Erreger sich ind er Wunde befinden, umso mehr Toxin wir gebildet, umso schwerer ist der Verlauf. Die Sterblichkeitsrate liegt bei unbehandelten Tetanus-Fällen bei 25 bis 30 %, auch bei intensivmedizinisch behandelten Fällen verläuft ein Tetanus bei 10 bis 20% tödlich.


Kann man Tetanus (Wundstarrkrampf) vorbeugen?

Die einzige, wirksame Vorbeugungsmaßnahme gegen Tetanus ist die Schutzimpfung. Es ist auf eine regelmäßige Auffrischung (alle 10 Jahre) zu achten.


Weitere Informationen zu Tetanus (Wundstarrkrampf)

Die Gefährlichkeit von Tetanus ist aufgrund der guten Durchimpfung in unseren Breiten doch minimal. Allerdings ist auf eine regelmäßige Auffrischung der Schutzimpfung zu achten.

Der Arzt impft einen Patienten mit einer offenen Wunde und mit ungenügendem Schutz sofort.
Darum gilt: mit Wunden immer zur Versorgung zum Arzt!


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