Ein Sonnenbrand entsteht, wenn die Haut unzureichend geschützt lange einer intensiven Sonneneinstrahlung ausgesetzt wird, wie beim Urlaub oder in den Sommermonaten. Besonders gefährdet sind Kinder und hellhäutige Menschen. Mediziner sprechen bei einem Sonnenbrand von Verbrennungen der Haut ausgelöst durch UV-Strahlung.
Was ist ein Sonnenbrand (Dermatitis solaris)?
Bei einem Sonnenbrand handelt es sich Verbrennungen ersten und zweiten Grades der Haut, ausgelöst durch ultraviolette Strahlung, meist UVB-Strahlen.
Eine starke Sonnenstrahlung kann die Zellen der Haut direkt schädigen zu Entzündungen führen, welche sich durch Rötungen, jucken, eventueller Blasenbildung und dem später auftretenden Abschuppen der Haut äußert.
Die Ursachen für einen Sonnenbrand (Dermatitis solaris)
Ein Sonnenbrand entsteht durch eine zu lange, intensive Sonneneinwirkung, vor allem durch die Ultraviolett-Teile der Sonnenstrahlen, auf die Haut.
Im Grunde verfügt die Haut über gute Schutz- und Reparaturmechanismen gegenüber UV-Strahlen. Reichen die Abwehrmechanismen nicht aus, kommt es zum Sonnenbrand. Insbesondere hellhäutige Menschen und Kinder sind gefährdet.
Die Strahlen können in tiefere Hautschichten vordringen, Resultat sind Entzündungsreaktionen der Haut mit typischen Sonnenbrandsymptomen.
Ursachen für die Entstehung eines Sonnenbrandes sind unter anderen:
- Zu lange, intensive Sonnenbäder
- Ungenügender Sonnenschutz mit zu niedrigem Sonnenschutzfaktor
- Längere Aufenthalte auf dem Wasser wie beim Segeln Schnorcheln oder Surfen und im Schnee (z.B. starke Ruflektion der Sonnenstrahlen)
- Eingenommene Medikamente, die die Lichtempfindlichkeit erhöhen wie Antibiotika
Die Symptome eines Sonnenbrandes (Dermatitis solaris)
Erste Symptome des Sonnenbrandes zeigen sich nach 6 – 8 Stunden nach der Einwirkung der Sonne auf die Haut. Die betroffenen Hautregionen röten sich, es entwickelt sich ein Hitzegefühl, Brennen und die Hautstellen jucken. Eventuell können sich Blasen bilden. Im weiteren Verlauf schuppt sich die Haut.
Ist der Sonnenbrand großflächig, kann es zu folgenden Symptomen kommen:
- Kreislaufbeschwerden
- Fieber
- Übelkeit
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Erbrechen
- Schüttelfrost
- Kreislaufkollaps
Treten diese Symptome auf, ist es ratsam, einen Arzt zu konsultieren, denn es könnte sich um einen Sonnenstich oder Hitzschlag handeln.
Die Behandlung eines Sonnenbrandes (Dermatitis solaris)
Behandlung: Vermeidung von Sonneneinwirkung, Kühlung, Medikamente
In erster Linie ist eine weitere Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Die betroffenen Hautstellen sollten mit kühlenden, feuchten Umschlägen und feuchtigkeitsspendende Gels und Lotionen behandelt werden.
Schmerzstillen wirken Medikamente wie Paracetamol oder Acetylsalicylsäure. Weiters sollte viel getrunken werden, am besten Wasser oder Schorlen mit Saft.
Wenn die betroffene Haut abheilt, ist eine intensive Pflege mit rückfettenden Cremes hilfreich.
Stärkere Sonnenbrände mit Symptomen wie Blasenbildung, Fieber und Schüttelfrost sollten ärztlich behandelt werden.
Glukokortikoide (verschreibungspflichtig) in Form von Tabletten oder Cremes hemmen die Entzündung.
Handelt es sich um großflächige Sonnenbrände, sollten vor allem Kinder oder ältere Menschen stationär behandelt werden.
Da häufige Sonnenbrände das Entstehen von Melanomen (schwarzer Hautkrebs) begünstigen, ist, speziell bei Kindern, das Vermeiden sinnvoll. Außerdem bilden sich vermehrt Altersflecken und die Hautalterung insgesamt wird durch Sonnenbrände beschleunigt.
Kann man Sonnenbränden (Dermatitis solaris) vorbeugen?
Das beste Vorbeugungsmittel ist ein ausreichender Sonnenschutz. Die Sonne ist speziell in den intensiven Strahlenzeiten von 10:00 bis 15:00 Uhr zu meiden. Säuglinge sollten der direkten Sonne überhaupt nicht ausgesetzt werden, Kinder sind mit Kopfbedeckung und besonders hohen Lichtschutzfaktoren in den Sonnenschutzmitteln zu schützen.
Und es sollte nicht vergessen werden: Auch mit Sonnenschutz ist die Haut nur für einen bestimmten Zeitraum vor den UV-Strahlen geschützt.
Weitere Informationen zum Sonnenbrand (Dermatitis solaris)
Um sich in der Sonne richtig zu verhalten, ist es auch gut zu wissen, welchen Hauttyp man hat. Tests kann man beim Dermatologen vornehmen lassen, aber auch das Internet bietet spezielle Tests an.
Dermatologen haben alle Informationen zu Arznei- und Pflegemitteln, auch in den Apotheken kann man vieles erhalten (eine Liste aller österreichischen Apotheken befindet sich auf unsrer Webseite).