Bei einer Sonnenallergie handelt es sich um eine Reaktion der Haut, die sich nach starker UV-A oder UV-B Strahlung zeigt. Charakteristische Symptome sind brennende Schmerzen, starker Juckreiz und eine Rötung der Haut. Eine Behandlung besteht in erster Linie darin, eine UV-Strahlung weitgehend zu vermeiden.
Was ist eine Sonnenallergie?

Eine Sonnenallergie (polymorphe Lichtdermatose) ist im eigentlichen Sinn keine Allergie, wird aber im Volksmund als solche bezeichnet. Die Haut reagiert nach starker UV-A oder UV-B Strahlung mit verschiedenen Symptomen, die von brennenden Schmerzen bis zu Hautveränderungen der betroffenen Hautareale gehen können.
Oft sind Kinder und Jugendliche von einer Sonnenallergie betroffen, vermehrt erkranken Frauen daran. Betroffene Personen könne sich durch entsprechenden Sonnenschutz, wie Hüte, Bekleidung, Sonnenschutzmittel, vor den unangenehmen Beschwerden einer Sonnenallergie schützen. Prohylaktische Bestrahlungen ermöglichen es der Haut, sich langsam an die Sonne zu gewöhnen.
Die Ursachen für eine Sonnenallergie
Eine polymorphe Lichtdermatose (Sonnenallergie) wird durch eine intensive, plötzliche UV-A oder UV-B Strahlung verursacht. Weshalb ist unklar, eine genaue Ursache ist nicht bekannt. Eine Möglichkeit ist eine akute Immunreaktion des Körpers auf die Strahlen.
Die meisten Erkrankungsfälle (etwa 80%) gehen auf eine Einwirkung einer UV-A Strahlung zurück. Etwa 12% sind auf das UV-B Licht zurückzuführen, bei den restlichen Krankheitsfällen handelt es sich um eine Kombination der beiden Strahlenarten.
Was sind die Symptome bei einer Sonnenallergie?
Typische Symptome bei einer Sonnenallergie (polymorphe Lichtdermatose) sind:
- sehr starker Juckreiz
- brennende Schmerzen
- gerötete Haut, kann über wenige Stunden bis zu mehreren Tagen andauern
Besonders anfällig sind jene Hautstellen, die der direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind wie das Gesicht, das Dekolleté, die Arme und Handrücken sowie die Beine.
Im Verlauf einer Sonnenallergie (polymorphen Lichtdermatose) kommt es zu Hautveränderungen, die bei den Betroffenen sehr unterschiedlich stark, immer jedoch in der gleichen Form auftreten.
Am häufigsten bilden sich kleine Papeln, Form und Ausprägung variieren hier. Man spricht vom papulösen Typ.
Oft bilden sich bei anderen Betroffenen flache Hautveränderungen, sogenannte Plaques. Die Plaque werden jeweils bis zu 2 cm groß, man spricht vom sogenannten Plaque-Typ.
Weiters gibt es den sogenannten papilovesiculösen Typ. Hier kommt es im Verlauf der Sonnenallergie zur Bildung von Papeln und Bläschen in Kombination (Vesikel, Bullae),.
Der Verlauf einer Sonnenallergie
Zumeist erkranken Kinder oder Jugendliche an einer Sonnenallergie. Zumeist treten die Symptome nach einer plötzlichen, intensiven Sonnenbestrahlung auf, beispielsweise zu Beginn eines Urlaubs oder im Frühjahr und Sommer.
In den meisten Fällen setzen die Symptome wenige Stunden bis einige Tage nach der Sonneneinwirkung ein und verschwinden spontan, wenn es zu keiner weiteren Sonneneinstrahlung mehr kommt.
Da es zu einem gewissen Gewöhnungseffekt gegenüber der Sonnenstrahlung kommt, können sich während des Urlaubs oder im Sommer die Symptome vermindern. Allerdings kommt es in den folgenden Jahren zu einem wiederkehrenden, unvermindert starken Auftreten der Beschwerden.
Die Behandlung einer Sonnenallergie
Behandlung: Vermeidung direkter Sonnenbestrahlung, Antihistaminika, Kortikoide, Provitamin A
In erster Linie sollte der Betroffene die direkte Sonnenbestrahlung meiden. Dabei helfen Hüte oder bedeckende Kleidung und extrem starke Sonnenschutzmittel am besten. Ist die Sonnenallergie stark, helfen Antihistaminika oder kortisonhaltige Medikamente wie Hydrokortison in Cremes oder Gels.
Tipp: fettfreie Sonnenschutzmittel und Pflegeprodukte verwenden. Hilfreich kann das Einnehmen von Betacaroten (Provitamin A) sein. Allerdings hilft das Präparat nur, wenn frühzeitig, also noch vor dem ersten Kontakt (mindestens ein Monat davor) mit den Sonnenstrahlen, damit begonnen wird.
Kann man einer Sonnenallergie vorbeugen?
Einer Sonnenallergie vorbeugen können empfindliche Menschen, indem sie den direkten Kontakt mit der Sonne meiden und sich entsprechend durch bedeckende Kleidung, Sonnenschutzmitteln oder Kopfbedeckungen schützen.
Betroffene sollten die Haut schrittweise an die Sonne gewöhnen und langsam mit Sonnenbädern beginnen. Die Steigerung der Intensität sollte dann vorsichtig vorgenommen werden. Empfindlichen Menschen ist anzuraten, auf Parfüms, Deos und parfümierten Kosmetika zu verzichten, dass diese Produkte eine Sonnenallergie noch verstärken können.
Weiß man über seine Empfindlichkeit Bescheid, können sich Betroffene vor einem Urlaub prophylaktisch mit UV-Strahlen behandeln lassen. Damit kann sich die Haut langsam an die direkte Sonnenbestrahlung gewöhnen.
Diese Therapie nennt sich Phototherapie – dabei wird erst mit niedriger Dosierung der UV-Strahlung begonnen, diese dann schrittweise gesteigert. Alternativ dazu eignet sich eine Photochemotherapie (PUVA), dabei erfolgt die Bestrahlung nach Verabreichung eines lichtsensibilisierenden Stoffes.
Präventiv können auch Präparate zum Schutz, wie Antioxidativa oder Betacaroten, angewendet werden. Manche permanent eingenommenen Arzneimittel (Beispiel Antibiotikum, Entwässerungsmittel) verstärken eine Sonnenallergie. Das sollte unbedingt mit dem Arzt vor Antritt des Urlaubs abgeklärt werden.
Informationen zur Sonnenallergie
Hilfreich und eine große Quelle an Informationen ist das Internet. Zahlreiche Foren haben sich auf Allergien spezialisiert, der Betroffene erhält gute Tipps, auch alternative Produkte, wie spezielle Kosmetik auf Naturbasis, werden vorgestellt.
In jedem Fall ist ein Arzt zu konsultieren. Auch im Fall einer Sonnenallergie, denn die empfindliche Haut könnte schlimmstenfalls gröbere Erkrankungen nach sich ziehen. Kinder sollten keinesfalls der direkten Sonne ausgesetzt werden, speziell die noch nicht ausgereifte Haut kann auf die Sonnenbestrahlung mit einer Allergie (polymorphen Lichtdermatose) reagieren. Deshalb Kleinkinder immer bekleidet in der Sonne spielen lassen und auf eine ausreichende Kopfbedeckung achten.