Beim Schwindel ist die Orientierung oder das Gleichgewicht gestört, was als unangenehm empfunden wird. Dem Betroffenen kommt es so vor, als würde sich der eigene Körper bzw. der Raum, in dem er sich befindet, schwanken und sich drehen. Ursachen für Schwindel gibt es viele, sie können auch medizinisch unbedenklich sein.
Was ist Schwindel (Vertigo)?
Bei Schwindel handelt es sich um eine verzerrte, unangenehme Wahrnehmung von Bewegungen oder des umgebenden Raumes. Oft kommt es bei Schwindel zu Störungen des Gleichgewichtes.
Schwindel und auch
Kopfschmerzen zählen zu den häufigsten Symptomen verschiedener Erkrankungen, insbesondere des Nervensystems.
Mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit der Betroffenen, so sind beispielsweise über 80-jährige Menschen bis zu 40% von öfter auftretendem Schwindel betroffen.
Die Ursachen von Schwindel (Vertigo)
Bei allen Formen von Schwindel werden die Informationen der Sinnessysteme (Augen, Tiefenrezeptoren in den Muskeln und das Gleichgewichtsorgan im Innenohr) im Gehirn ausgewertet und verglichen. Gibt es unbekannte oder nicht miteinander definierbare Muster, kommt es zum Schwindel.
Unterschieden wird:
- Der normale Schwindel kommt beispielsweise in Höhe oder bei Seekrankheit vor.
- Der begleitende Schwindel bei Erkrankungen kommt beispielsweise bei Blutdruckveränderungen oder unzureichender Sauerstoffversorgung vor.
- Der als Hauptsymptom bei Erkrankungen auftretende Schwindel, kommt beispielsweise bei Migräneattacken oder Hirntumoren vor, auch bei Medikamentennebenwirkungen wie bei Antibiotika.
Die Symptome bei Schwindel (Vertigo)
Der Betroffene empfindet beim Schwindel Scheinbewegungen seiner Umgebung oder des eigenen Körpers.
Ist die Schwindelattacke ausgeprägt, kann das zu Unsicherheit beim Stehen oder Gehen führen, die Betroffenen können hinfallen.
Weitere Symptome können Erbrechen, Übelkeit und Ohrensausen sein. Zudem kann ein Zittern der Augen auftreten.
Bei den verschiedenen Schwindelformen unterscheiden sich die Symptome in ihrer Ausprägung.
Ein Schwindel kann vorübergehend oder chronisch sein, die Schwindelattacken könne außerdem durch entsprechende Reize oder spontan ausgelöst werden.
Die Behandlung bei Schwindel (Vertigo)
Behandlung: Medikamente, physiologische und psychotherapeutische Therapien, Operation
Die verschiedenen Formen von schwindel werden je nachdem medikamentös, physiologisch oder psychotherapeutisch und in manchen Fällen operativ behandelt.
So können Medikamente wie Antihistaminika oder Antidopaminergika beispielsweise bei Reisekrankheit helfen, für manche andere Formen sind diese Präparate jedoch unwirksam.
Gute Erfolge werden mit physiotherapeutischen Maßnahmen wie Übungen zur Haltungsunsicherheit, erzielt. Auch krankengymnastische Therapien sind erfolgreich.
Handelt es sich bei den Schwindelattacken um eine dauerhafte, oft Jahre anhaltende, Erkrankung mit gleichzeitiger Einschränkung der Hörfähigkeit, kann eine operative Behandlung wirksam sein.
Operative Maßnahmen stellen jedoch eine Ausnahme dar. Dauert ein Schwindel über Monate oder Jahre an, kann das unter Umständen seelische Ursachen haben.
Kann man Schwindel (Vertigo) vorbeugen?
Schwindel kann nicht vorgebeugt werden. Kommt es in ungewohnten Situationen wie einer Schiffreise zu Schwindel, sollte man versuchen, sich langsam an die neuen Gegebenheiten zu gewöhnen.
Weitere Informationen zu Schwindel
Wenn sich ein länger anhaltender Schwindel einstellt, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden, um der Ursache auf den Grund zu gehen. Eine Liste aller Ärzte, Physio- und Psychotherapeuten in Österreich befindet sich auf unserer Website.