Fit und Gesund - Logo
  • Gelesen: 847
  • Artikel speichern
  • Artikel ausdrucken

Schuppenflechte (Psoriasis)

Eine Schuppenflechte tritt sehr häufig auf. Es handelt sich dabei um eine gutartige Erkrankung der Haut mit den typischen Merkmalen, wie rote, scharf begrenzte Hautstellen mit silbrig-weißen Schuppen die teilweise jucken. Die Erkrankung betrifft Männer ebenso wie Frauen - in jedem Lebensalter.


Was ist die Schuppenflechte (Psoriasis)?

Eine Schuppenflechte tritt oft bei hellhäutigen Menschen auf und ist eine entzündliche, immunologische Hauterkrankung (Autoimmunreaktion) – das Immunsystem richtet seine Abwehr gegen bestimmte Zellen des Körpers.

Schon Hippokrates beschrieb vor über 2000 Jahren die Symptome der Schuppenflechte, es handelt sich also keineswegs um eine Erkrankung der Neuzeit.

Oft leiden Menschen mit einer chronischen Schuppenflechte aufgrund der häufig sichtbaren Hautveränderung unter psychischen Belastungen, was erhebliche Einschränkungen in der Lebensqualität, dem Beruf und natürlich die körperliche Gesundheit haben kann.


Die Ursachen für eine Schuppenflechte (Psoriasis)

Bei einer Schuppenflechte handelt es sich um eine sogenannte multifaktoriell bedingte Erkrankung – zum einen besteht eine genetische Veranlagung, zum anderen wird die Erkrankung durch die Kombination mehrerer Faktoren wie äußere, mechanische Einwirkungen (Köbner Phänomen), Medikamente oder Infektionen ausgelöst.

Neben den genetischen Faktoren können die Ursachen für eine Schuppenflechtenerkrankung sein:
  • Das Rauchen

  • Übermäßiger Alkoholkonsum

  • Übergewicht

  • Psychischer, emotionaler Stress

  • Medikamente wie Betablocker oder ACE-Hemmer

  • Mechanische Reize von außen wie Verletzungen oder Druck

  • Klimaeinflüsse

Diesen Ursachen liegt eine Abwehrreaktion gegen die eigenen Körperzellen des Immunsystems zugrunde. Dabei reagiert die Haut auf die Abwehr des Immunsystems mit einer Entzündungsreaktion, die Haut schuppt sich und wird dick.

Eine weitere Ursache für die Entstehung einer Schuppenflechte könnten Infektionen, Beispiel Streptokokkeninfektionen, sein.


Die Symptome einer Schuppenflechte (Psoriasis)

Durch die Abwehrreaktion des Immunsystems vollzieht sich die Hauterneuerung - im Normalfall dauert der Prozess 28 Tage – in nur vier Tagen. Dadurch bilden sich scharf begrenzte, stark durchblutete und gerötete Hautareale, Plaques genannt.

Die Zellerneuerung an der Oberhaut entwickelt sich in etwa siebenmal schneller als bei normaler Haut, was zu der typischen weißlich silbrigen Schuppenschicht führt. Die Haut ist trocken, Blasen und schmerzhafte Risse können sich bilden.

Bei etwa 50% der Betroffenen sind ebenso die Nägel von der Schuppenflechte betroffen. Typische Stellen für die Plaques ist die Streckseite der Kniescheiben und Ellenbogen sowie der behaarte Kopfteil. Oft sind auch ganze Körperpartien betroffen.


Die Schuppenflechte wird in drei Grundformen unterteilt:
  • Die gewöhnliche Schuppenflechte

  • Die Schuppenflechte mit Bildung von Pusteln oder mit Eiter gefüllten Bläschen

  • Die Schuppenflechte mit Beteiligung der Gelenke

Betroffene Menschen können zur gleichen Zeit und mehreren Formen der Schuppenflechte leiden.


Die Behandlung der Schuppenflechte (Psoriasis)

Behandlung: intensive, individuelle Hautpflege, Medikamente, Licht- oder Lasertherapie, Biologika-Therapie

Die Therapiemöglichkeiten bei einer Schuppenflechte sind vielfältig und reichen von Medikamenten bis zu physikalischen Behandlungsformen. Allerdings können lediglich die akuten Beschwerden und Symptome gelindert werden, eine Heilung ist nicht möglich.

Die Grundbasis der Schuppenflechtenbehandlung liegt in der sorgfältigen, regelmäßigen und individuell abgestimmten Hautpflege.

Eingeteilt wird die Therapie bei einer Schuppenflechte in zwei Behandlungsformen:
  • Örtliche (topische) Therapie: Das Einsetzen von Hautpflegeprodukten wie Cremes oder Salben, Badezusätze. Eine intensive Hautpflege ist auch zwischen den beschwerdefreien Zeiten nötig.

  • Innerliche (systemische) Therapie: Es werden Retinoide (spezieller Wirkstoff in Medikamenten) in Tablettenform eingesetzt. Kinder und Schwangere dürfen diese Medikamente nicht einnehmen. In sehr schweren Fällen kommen Immunsystem unterdrückende Medikamente wie Ciclosporin zu Einsatz.

Weiters können eine Lichttherapie, eine Lasertherapie oder eine Biologika-Therapie (wirken auf natürlichem Weg auf das Immunsystem) eingesetzt werden.

Eine Schuppenflechte verläuft in den meisten Fällen schubweise und individuell. In den Sommermonaten können sich die Symptome bessern.


Kann man einer Schuppenflechte (Psoriasis) vorbeugen?

Es gibt keine Maßnahmen, einer Schuppenflechte vorzubeugen. Allerdings kann es helfen, auf das Rauchen und auf ein Übermaß an Alkohol zu verzichten. Auch das Halten des Normalgewichtes ist sinnvoll.

Weitere Informationen zur Schuppenflechte (Psoriasis)

Da es viele Betroffene gibt, die an einer Schuppenflechte leiden, haben sich Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen gebildet.

In der Hautarztpraxis bekommt man gute Tipps zu Pflegemitteln für die Haut und vieles mehr.
Gute Bücher zum Thema helfen die Krankheit zu verstehen und enthalten und bieten kompetente Ratschläge, um mit der Erkrankung im Alltag umgehen zu können.

Diskussionsforen im Internet ermöglichen den Austausch an persönlichen Informationen Betroffener oder deren Angehöriger.


» zurück zu Hautkrankheiten an den Artikel-Anfang Artikel ausdrucken

ARTIKEL BEWERTEN:

Bewertung: Ø 1.0 / (4 Stimmen)

TEILEN & BOOKMARKS SETZEN

KOMMENTARE

noch kein Kommentar abgegeben.

KOMMENTAR SCHREIBEN

Schreiben Sie ein Kommentar als FitUndGesund User!
  Name
  Email-Adresse (*wird nicht veröffentlicht)
  Spam-Schutz (Summe von 4 + 7 eingeben)
LOGIN
  • zur Facharzt-Suche
  • zur Apotheken-Suche
  • Frühling und Pollenallergie
  • die 10 häufigsten Krankheiten
  • Halsschmerzen

aktuelle News
FitUndGesund - Newsletter


ähnliche Themen