Bei Schüttelfrost handelt es sich um ein Kältegefühl, welches gemeinsam mit einer nicht beeinflussbaren Kontraktion und Erschlaffung der Muskulatur des Skeletts auftritt. Die Kontraktionen wiederholen sich rasch und führen zu Zittern meist in der Rücken- und Oberschenkelmuskulatur. In einigen Minuten ist der Schub vorbei.
Was ist Schüttelfrost?
Der Begriff Schüttelfrost bedeutet ein Kältegefühl, das gemeinsam mit schnellen, wiederholten und nicht beeinflussbaren Kontraktionen und danach einer Erschlaffung der Muskulatur auftreten kann.
Die Folge ist Zittern, insbesondere der Rücken- und Oberschenkelmuskulatur und ferner der Kaumuskulatur.
Dieser Schub dauert zumeist einige Minuten an und endet oft in direktem Schlaf. Ähnlich ist der Schüttelfrost dem Zittern, wenn es sehr kalt ist. Durch die Kontraktion der Muskeln wird Wärme erzeugt, die Körpertemperatur steigt dadurch an.
Ist ein Mensch gesund, übernehmen normale Stoffwechselvorgänge der Leber das Erreichen der nötigen Körpertemperatur von 37° Celsius.
Ist ein menschlicher Körper durch eine Infektion oder Krankheit geschwächt, wird der Anstieg der Körpertemperatur durch ein Regulationssystem aus Stoffwechseländerungen und Muskelzittern geregelt.
Die Ursachen für Schüttelfrost
Die häufigste Ursache für einen Schüttelfrost ist eine Erkrankung mit Fieber. Das kann beispielsweise ein starke Erkältung oder eine Grippe sein.
Weitere mögliche Ursachen für Schüttelfrost sind:
- Eine Lungenentzündung
- Eine Blutvergiftung
- Eine Pilzvergiftung
- Eine Entzündung der Nebenhoden
- Eine Nierenbeckenentzündung
- Ein Wundstarrkrampf, Tetanus
- Eine Wundrose, Erysipel
- Scharlach
Bei Reisen in tropische Länder kann Schüttelfrost ein Zeichen für folgende Erkrankungen sein:
- Malaria
- Pocken
- Milzbrand
- Pest
- Gelbfieber
Weiters kann ein Schüttelfrost aufgrund zu langen Aufenthalts in der Sonne (Sonnenstich, Hitzeschlag) entstehen.
Sehr selten kommt es zum Schüttelfrost aufgrund eines akuten Glaukoms (Grüner Star). Diese Erkrankung muss unverzüglich ärztlich behandelt werden.
Die Behandlung von Schüttelfrost
Behandlung: Antibiotika, Wadenwickel, Schwitzkur, viel Flüssigkeit, spezifische Behandlung der Grunderkrankungen
Grundsätzlich muss die ursächliche Erkrankung behandelt werden, darum gestalten sich die Therapien sehr unterschiedlich. Handelt es sich beispielsweise um eine bakterielle Infektionskrankheit, wird der bestimmte Erreger mit spezifischen Antibiotika behandelt.
Ist starkes Fieber kombiniert mit Schüttelfrost eine Begleiterscheinung der Erkrankung, können Wadenwickel oder eine Schwitzkur hilfreich sein.
Liegt dem Schüttelfrost ein Hitzschlag oder Sonnenstich zugrunde, sollte der Körper langsam abgekühlt werden. Das kann mit kalten Tüchern oder Bädern geschehen. Manchmal muss der Kreislauf stabilisiert werden.
Unbedingt erforderlich ist eine vermehrte Flüssigkeitszufuhr, das gilt in jedem Fall. Der Wasser- und Elektrolytverlust muss ausgeglichen werden (beispielsweise durch eine Mineralwasser-Apfel-Schorle).
Wenn der Schüttelfrost aufgrund einer schwerwiegenden Grunderkrankung wie Gelbfieber oder eines akuten Glaukoms auftritt, muss vorrangig die Erkrankung spezifisch therapiert werden.
Weitere Informationen zum Thema Schüttelfrost
Tritt ein Schüttelfrost vermehrt auf, ist ein Arzt zu konsultieren. Besonders wenn ein Schüttelfrost nach einer Fernreise auftritt, ist das nicht zu unterschätzen. Darum ist es auch ratsam, sich vor Reiseantritt über die möglichen Krankheiten im bestimmten Land zu informieren und entsprechend vorzubereiten (Impfung, etc.).