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Schlaganfall

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Von einem Schlaganfall – auch Hirnschlag, Apoplex, Hirninfarkt oder Insult genannt – sind vor allem ältere Menschen betroffen. Dabei verschließt sich ein Blutgefäß im Gehirn oder es kommt zu einer Hirnblutung. Bei beiden Möglichkeiten stirbt das Hirngewebe aufgrund der unterbrochenen Sauerstoffversorgung ab.


Was ist ein Schlaganfall?

Ein Schlaganfall wird auch Hirnschlag, Apoplex, Hirninfarkt oder Insult genannt. Es handelt sich dabei um eine unterbrochene Sauerstoffversorgung bestimmter Bereiche im Gehirn, ausgelöst durch eine unterbrochene Gehirndurchblutung (sog. Ischämie) oder eine Blutung im Gehirn (sog. Hämorraghie).

Bei beiden Fällen kommt es zur Schädigung der Nervenzellen im betroffenen Bereich. Die Nervenzellen sterben ab.

Einen Schlaganfall erleiden vor allem ältere Menschen über 70 Jahre. Durch einen Schlaganfall kommt es zu den meisten pflegebedürftigen Menschen im Alter.


Die Ursachen für einen Schlaganfall

Drei Ursachen sind typisch für einen Schlaganfall:
  • Ein Hirngefäßverschluss ausgelöst durch eine Arteriosklerose oder einem Blutgerinnsel (Thrombus)

  • Ein Hirngefäßverschluss durch eine Embolie

  • Eine Hirnblutung

Damit ein Schlaganfall entstehen kann, sind mehrere Risikofaktoren zuständig und bekannt. Manche davon kann man nicht verändern wie das höhere Lebensalter oder vererbte Bedingungen.

Doch viele Faktoren ließen sich durch eine gesunde Lebensweise und regelmäßige Arztkontrollen verhindern oder das Risiko für einen Schlaganfall zumindest senken.

Das sind unter anderen:
  • Hypertonie (Bluthochdruck)

  • Das Rauchen

  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)

  • Ein zu hoher Cholesterinspiegel

  • Ein übermäßiger Genuss von Alkohol

  • Fettleibigkeit oder Übergewicht (Adipositas)

  • Ein Bewegungsmangel

  • Bestehende Herzrhythmusstörungen


Die Symptome eines Schlaganfalls

Die Symptome eines Schlaganfalls werden medizinisch als sogenannte neurologische Ausfälle bezeichnet, weil sie je nachdem, welcher Bereich betroffen ist, wichtige Funktionen des Körpers beeinträchtigen wie das Sprechen, die Bewegung, das Sehen oder das Bewusstsein.

Ein Schlaganfall kann sich zeigen durch:
  • Eine akute Schwäche oder dem Verlust der Muskelkraft bis zur völligen Lähmung einer Körper- oder Gesichtshälfte

  • Ein Taubheitsgefühl beispielsweise in einem Arm

  • Wenn sich Verständigungsschwierigkeiten oder eine undeutliche Sprache einstellen

  • Wenn es zu Seh- oder Schluckstörungen kommt

  • Schwindelanfälle

  • Eine depressive Stimmung oder akute Verwirrtheit

  • Eine Benommenheit oder Bewusstlosigkeit

  • Wenn ganz plötzlich starke Kopfschmerzen auftreten und es keine Ursache dafür gibt (kommt besonders bei einer Hirnblutung vor)

Die Symptome können völlig unterschiedlich sein und hängen vom betroffenen Teil des Gehirns ab.
Treten neurologische Ausfälle kurz auf und bilden sie sich schnell wieder zurück, ist das ein Warnsignal für einen Schlaganfall.


Die Behandlung bei einem Schlaganfall

Behandlung: Die Behandlung nach einem Schlaganfall muss, unabhängig davon, ob der Schlaganfall mild oder stark ausgeprägt ist, umgehend erfolgen. Ärztliche Hilfe ist unbedingt erforderlich.

Bei einem Schlaganfall bedingt durch einen Gefäßverschluss gibt es zwei Therapieformen:
  • Die Thrombolyse

  • Die Antikoagulation

Ist eine Hirnblutung die Ursache für den Schlaganfall, ist oft eine Operation notwendig. In jedem Fall müssen die lebenserhaltenden Funktionen wie die Atmung, Herzfrequenz oder der Blutdruck permanent überwacht werden. Manchmal muss der Hirndruck des Patienten gesenkt werden.

Sobald sich der körperliche Zustand des Schlaganfall-Patienten stabilisiert hat, muss mit der Rehabilitation begonnen werden. Wichtig ist der direkte Übergang vom erstversorgenden Krankenhaus zur neurologischen Rehabilitationsklinik.

Die Therapiemöglichkeiten richten sich je nach Symptom - beispielsweise ist bei Lähmungen Muskeltraining und Krankengymnastik hilfreich, bei Sprachstörungen helfen Logopäden.


Zu beachten ist:

Ein Schlaganfall ist immer eine lebensbedrohliche Erkrankung und muss ernst genommen werden – der Schlaganfall ist ein medizinischer Notfall!

Eine deutlich bessere Prognose haben Menschen, die zu regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen gehen und sich eine gesunde Lebensweise aneignen.
Immerhin überleben dadurch dreiviertel der Patienten das erste Jahr nach dem Schlaganfall.


Weitere Informationen zum Thema Schlaganfall

Es gibt aufgrund der Häufigkeit von Schlaganfällen einige Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen, leicht zu finden im Internet.

Wenn es trotz aller Vorbeugemaßnahmen wie regelmäßiger ärztlicher Kontrolluntersuchungen und gesunder Lebensweise zu Schwindel, Sehstörungen oder anderen typischen Symptomen kommen, ist umgehend ein Arzt aufzusuchen.
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