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Schlaganfall

Von einem Schlaganfall – auch Hirnschlag, Apoplex, Hirninfarkt oder Insult genannt – sind vor allem ältere Menschen betroffen. Dabei verschließt sich ein Blutgefäß im Gehirn oder es kommt zu einer Hirnblutung.


Er ist in Österreich eine der häufigsten Erkrankungen, Verursacher von Behinderungen und weltweit zweitgrößte Todesursache: der Schlaganfall (apoplexia cerebri). Nahezu 10.000 Menschen sterben jährlich an den Folgen und treffen kann es dabei prinzipiell jeden - vom Kleinkind bis hin zum reifen Erwachsenen. Führende Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf sprechen im Bezug auf das Thema Schlaganfall bereits von der „Epidemie des 21. Jahrhunderts". Neben Krankenhäusern, Ärzten und Forschungsinstitutionen engagieren sich Vereinigungen die europäische „SAFE" (Stroke Alliance for Europe) sehr für Aufklärung, Prävention sowie Behandlung und Betreuung von Schlaganfallpatienten und deren Angehörigen.


Symptome und Ursachen

In 80 Prozent der Fälle kann die Ursache für einen Schlaganfall auf Blutgerinnsel im Gehirn zurückgeführt werden. Ein Gerinnsel kann eine Mangeldurchblutung (Ischämie) zur Folge haben. Ferner können Arterienverkalkung und Bluthochdruck zu einer bedrohlichen Ursache werden – 20 Prozent der registrierten Fälle waren die Folge von Hirnblutungen durch den plötzlichen Riss eines Blutgefäßes.

Die Symptome bei einem Schlaganfall können sehr unterschiedlich sein und sowohl einzeln als auch gleichzeitig auftreten. Zu ihnen gehören z.B. Sehschwäche, Lähmungen der Gliedmaßen oder des Gesichts, Sprach- und Orientierungsstörungen sowie Schluckstörungen, Taubheitsgefühl und Kopfschmerzen. Bei Verdacht auf Schlaganfall sollte jeder Betroffene sofort über die Notrufnummer 112 Hilfe anfordern.


Behandlung und Vorbeugung

Ausschlaggebend für den weiteren Verlauf der Krankheit sind die frühzeitige, richtige Erkennung der Symptome und ein schnelles Handeln im Ernstfall. Nur wenn schnell und richtig behandelt wird, bestehen gute Chancen auf eine erfolgreiche Rehabilitation.

Auch präventiv kann bereits eine Menge getan werden. Wer sich ausreichend bewegt und zudem den Körper nicht kontinuierlich mit Giftstoffen oder Überforderung belastet, läuft weniger Gefahr, an einem Schlaganfall zu erkranken. Nicht zu beeinflussen ist hingegen ein altersbedingtes oder vererbtes Auftreten der Krankheit – 50 Prozent aller Krankheitsfälle treten nach dem 75. Lebensjahr auf, nur 15 Prozent hingegen bei unter 45-jährigen.
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