Fit und Gesund - Logo

Rotavirus - Gastroenteritis

Artikel ausdrucken
Eine Infektion mit Rotaviren führt vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern zu sehr schweren Symptomen wie wässrigem Durchfall und Erbrechen und kann mitunter die Gefahr einer Austrocknung des Kindes zur Folge haben. Die Rotaviren sind hoch ansteckend und werden fäkal-oral über eine Schmierinfektion übertragen.


Was ist eine Rotavirus-Infektion?

Wenn Säuglinge oder Kleinkinder an Durchfall erkranken, sind zumeist Rotaviren dafür verantwortlich. Besonders Rotaviren der Serogruppe A führen weltweit zu schweren Darminfektionen, die in Ländern der Dritten Welt auch oft tödlich enden.

Die Schätzungen jener Kinder, die dort an einer Rotavirus-Infektion (Rotavirus-Gastroentritis) sterben, liegen bei rund 600.000 bis zu einer Million. Am meisten betroffen von einer Rotavirus-Infektion sind in hierzulande Kinder im Alter von sechs Monaten bis zu zwei Jahren.

Auch Erwachsene könne sich über ihre Kinder anstecken, ebenso gefährdet sind alte Menschen. Keine Seltenheit sind Rotaviren-Erkrankungen in Altenheimen. Bis zum vollendeten dritten Lebensjahr kommen über 90 % aller Kleinkinder mit dem Rotavirus in Kontakt. Über 20 % davon mussten stationär aufgenommen werden.


Die Ursache für eine Rotavirus-Gastroentritis und die Übertragung des Erregers

Inkubationszeit: 1 – 3 Tage

Das Rotavirus ist hoch ansteckend und wird fäkal-oral durch eine Schmierinfektion übertragen. So befinden sich die Viren auf Spielzeug, im Wasser und auch Lebensmitteln. Hierzulande werden die meisten Erkrankungen von den Rotaviren-Typen G1P(8) und G9P(8) ausgelöst. Die verschiedenen Rotaviren-Typen treten saisonal unterschiedlich auf.

Nach überstandener Erkrankung ist der Patient lediglich serotypspezifisch immun, was bedeutet, es kann jederzeit zu Infektionen mit einem anderen Virus-Typ kommen. Die Ansteckungsgefahr vom Infizierten dauert solange, bis das Virus über den Stuhl wieder ausgeschieden worden ist.


Was sind die Symptome einer Rotavirus-Infektion?

Besonders Säuglinge und Kleinkinder zeigen starke Symptome während einer Rotavirus-Infektion (Rotavirus-Gastroentritis).

Die Darminfektion äußert sich durch folgende Beschwerden:
  • das Kind leidet unter sehr wässrigem Durchfall

  • das Kind erbricht sich, es ist ihm übel

  • das Kind hat starke Bauchkrämpfe

  • das Kind hat Fieber

Seltener kommt es zu Atembeschwerden des Kindes.
Die Gefahr der Darminfektion ist die Austrocknung (Dehydratation) des Kindes aufgrund des hohen Flüssigkeitsverlustes durch Erbrechen und den Durchfällen.

Erste Anzeichen dafür sind:
  • das Kind hat ständig Durst

  • das Kind ist unruhig und sehr reizbar

  • Zunge und Schleimhäute des Kindes sind sehr trocken

  • das Lind ist verwirrt und auch lethargisch

  • die Augen des Kindes sinken ein

  • das Kind uriniert weniger

Sobald sich diese Anzeichen zeigen, ist sofort ein Arzt aufzusuchen.

Für eine Darminfektion kann auch eine Norovirus-Ansteckung Auslöser sein. Der Unterschied dazu kann nur über eine Untersuchung einer Stuhlprobe erfolgen. Die Symptome sind ähnlich, allerdings erkranken hier auch Jugendliche und Erwachsene sowie ältere Menschen häufiger. Eine Norovirus-Infektion verläuft speziell bei Kleinkindern milder.


Die Behandlung einer Rotavirus-Infektion

Behandlung: Flüssigkeitsausgleich, fiebersenkende Mittel

Eine Therapie bei einer Rotavirus-Infektion (Rotavirus-Gastroentritis) ist auf den Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes durch das wiederholte Erbrechen und den Durchfall des erkrankten Kindes gerichtet. Besonders Säuglinge und Kleinkinder sind von einer Austrocknung (Dehydratation) betroffen. Die verlorene Flüssigkeit muss wieder zugeführt werden.

Ältere Patienten schaffen es, den Flüssigkeitsverlust durch viel trinken auszugleichen, Babys und Kleinkinder können aber oftmals das getrunkene nicht bei sich behalten. Sie müssen im Krankenhaus über Infusionen versorgt werden.

Medikamente gegen den Rotavirus werden nicht verabreicht, auch Antibiotikum ist keine Hilfe. Hilfreich können lediglich fiebersenkende Mittel sein, wenn die Temperatur ansteigt.
Ansonsten ist es die beste Medizin, dem Kind den Bauch sanft zu massieren und es liebevoll im Arm zu halten.


Der Verlauf einer Rotavirus-Infektion

Eine Rotavirus-Infektion (Rotavirus-Gastroentritis) kann sich durch leichte Durchfälle, aber ebenso schwerste Krankheitssymptome zeigen. Ein schwerer Verlauf ist vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern möglich, da ihr Immunsystem noch nicht ausreichend entwickelt ist.

Ist die Darminfektion eher leicht dauert sie etwa zwei bis sechs Tage, schwere Fälle dauern über acht Tage an. Eine Dehydratation kann lebensbedrohend sein, darum ist das schwer erkrankte Kind unbedingt ins Krankenhaus zu bringen, bzw. der Notarzt zu rufen.


Kann man einer Rotaviren-Infektion vorbeugen?

Selbst durch hygienische Maßnahmen lässt sich einer Rotavirus-Infektion nur sehr schwer vorbeugen. Die Erreger sind stark umwelt- und hygieneresistent. Es ist ratsam, den Kontakt mit Infizierten zu meiden, beim eigenen Kind ist das klarerweise nicht möglich. Wichtig sind sofortiges Händewaschen nach jedem Kontakt und das Desinfizieren von Toilette, Waschbecken und Türgriffen.

Infizierte Kinder sollten keineswegs in den Kindergarten oder die Schule gehen, solange sie ansteckend sind. Auch andere Kontakte, beispielsweise zu Freunden oder den Großeltern, sollte vermieden werden. Zwar gelten in Krankenhäusern strenge Hygienemaßnahmen (Handschuhe, Desinfektion) bei Rotavirus-Infektionen, doch werden sie trotz allen Vorkehrungsmaßnahmen sehr häufig innerhalb des Krankenhauses übertragen.

Impfung gegen den Rotavirus

Für Säuglinge gibt es hierzulande eine Schutzimpfung gegen den Rotavirus. Er wird in zwei oder drei Dosen als Schluckimpfung im Alter der sechsten Lebenswoche, die letzte Dosis vor der 26. Lebenswoche verabreicht werden.

Allerdings ist eine allgemeine Impfempfehlung nicht gegeben. Sinnvoll sind Impfungen, wenn die Säuglinge sehr viel Kontakt mit anderen Kleinkindern haben, beispielsweise in Kitas oder beim Babyschwimmen. Das Impfschema sollte mit erreichen des ersten Lebenshalbjahres des Kindes abgeschlossen sein.


Informationen

Sehr gute und anschauliche Informationen zur Rotavirus-Infektion halten spezielle Gesundheitsportale im Internet bereit. Die Infos reichen von der visuellen Erklärung eines Rotavirus bis zur möglichen Impfung.

Auch ein Aspekt, nämlich der, dass die Eltern Nächte lang nicht schlafen können und sich um ihr Kind sorgen, werden behandelt. Zusammenfassend kann gesagt werden, eine Infektion mit einem Rotavirus ist ernst zu nehmen und der Arzt aufzusuchen.


» zurück zu Kinderkrankheiten an den Artikel-Anfang Artikel ausdrucken
zu meinen Favoriten hinzufügen  zu Google Bookmarks hinzufügen  zu Windows Live hinzufügen  zu Facebook hinzufügen  zu My Yahoo hinzufügen  zu Yigg hinzufügen  zu Mister Wong hinzufügen  zu Icio hinzufügen  zu Alltagz hinzufügen  zu Oneview hinzufügen  zu Folkd hinzufügen

  • zur Facharzt-Suche
  • zur Apotheken-Suche
  • Frühling und Pollenallergie
  • die 10 häufigsten Krankheiten

aktuelle News
FitUndGesund - Newsletter


ähnliche Themen