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Röteln - Hautrötung

Röteln treten meist im Kindesalter auf. Die Röteln sind eine Viruserkrankung, die sich durch Fieber, den charakteristischen Hautausschlag und geschwollenen Lymphknoten äußern. Häufig werden Röteln gar nicht bemerkt, weil die Beschwerden sehr milde verlaufen. Gefährlich ist die Infektion während der Schwangerschaft.


Was sind Röteln?

Röteln sind eine Kinderkrankheit. Die Röteln sind eine Infektionserkrankung die weltweit auftritt und durch Viren ausgelöst werden. Charakteristisch für Röteln ist ein feinfleckiger Hautausschlag (Exanthem), welcher sich durch kleine, rote Knötchen kennzeichnet.

Röteln haben mit den Ringelröteln nichts zu tun. Ist ein Kind an Röteln erkrankt oder dagegen geimpft, ist es auch nur gegen Röteln immun, nicht aber gegen Ringelröteln. Rund 90 % aller an Röteln erkrankter Personen sind Kinder. Im Frühjahr ist eine Infektion am ehesten möglich. Durch die Schutzimpfung in Deutschland haben sich die Rötelnerkrankungen deutlich reduziert.

Für Frauen, die nicht gegen Röteln geimpft sind und schwanger werden, besteht ein relativ hohes Risiko, eine Ansteckung auf den Fötus zu übertragen. Das kann zu schweren Organschäden am Ungeborenen führen. Darum sollten alle Mädchen bis zur Pubertät unbedingt gegen Röteln geimpft werden.


Die Ursachen für Röteln, die Übertragung des Erregers

Inkubationszeit: 2 – 3 Wochen

Die Ursache für eine Rötelninfektion ist ein Virus aus dem Stamm der Togaviren namens Rubivirus. Das Virus ist weltweit verbreitet, nur der Mensch ist als Wirt bekannt. Einmal an Röteln Erkrankte sind ein leben lang immun gegen eine neuerliche Ansteckung.

Die Übertragung des Erregers erfolgt in der Regel als Tröpfcheninfektion, also durch husten, niesen oder küssen. Möglich ist eine Ansteckung auch durch das Benützen gemeinsamen Geschirrs. Außerhalb des Körpers ist der Virus nur kurzzeitig lebensfähig. Weiters kann das Virus über die Mutter an das Ungeborene übertragen werden, was sehr gefährlich ist.

Röteln sind hoch ansteckend - hat eine Person Röteln oder ist infiziert, liegt die Übertragungsrate bei bis zu 70 Prozent. Besonders ansteckend sind Röteln eine Woche vor dem Auftreten des charakteristischen Hautausschlags und noch eine Woche danach.


Was sind die typischen Symptome für Röteln?

Anfangs machen sich die Symptome nur in milder Form bemerkbar. Die Lymphknoten vergrößern sich, schmerzen aber noch nicht. Leichtes Fieber und Kopfschmerzen treten auf. Sehr bald zeigt sich der charakteristische Hautausschlag – das kleinfleckige Exanthem beginnt hinter den Ohren, verteilt sich rasch auf Gesicht und Hals und schlussendlich auf den ganzen Körper.

Die Lymphknoten schmerzen nun, vor allem hinter den Ohren und im Nacken. Zusätzliche Symptome können Gelenkschmerzen, eine vergrößerte Milz oder eine Bindehautentzündung sein.
Das Exanthem geht nach ein bis drei Tagen wieder zurück. Bei 50 % aller betroffenen Kinder verlaufen die Röteln ganz ohne Symptome.


Der Verlauf der Röteln

In der Regel verlaufen Röteln gut und auch bei Komplikationen ist die Prognose positiv. Jedes zweite Kind hat überhaupt keine Beschwerden. Nach überstandener Krankheit besteht einen lebenslange Immunität gegen die Kinderkrankheit.

Lediglich bei Menschen mit einer zu niedrigen Konzentration der Antikörper im Blut können Röteln noch einmal ausbrechen. Doch ist das sehr selten und außerdem verläuft die erneute Infektion ohne ernsthafte Symptome. Danach ist der Schutz vor Röteln ein Leben lang gegeben.

Eine Infektion eines Ungeborenen über die Mutter kann sehr gefährlich werden. Besonders in den ersten Schwangerschaftsmonaten ist das Risiko von Missbildungen am Fötus besonders groß: im ersten bis zweiten Monat der Schwangerschaft liegt die Chance einer Missbildung bei bis zu 60 Prozent.

Danach sinkt die Wahrscheinlichkeit einer schweren Erkrankung des Ungeborenen. Ist die Mutter bereits im 5. Monat schwanger, ist das Risiko nur noch gering. Die Defekte am Fötus können von Herzfehlern bis Taubheit reichen.


Die Behandlung bei Röteln

Behandlung: fiebersenkende Medikamente, Entzündungshemmer, Antihistaminika

Eine Behandlung bei Röteln richtet sich nach den Beschwerden. So werden fiebersenkende Mittel bei hohem Fieber (beispielsweise Paracetamol), Entzündungshemmer bei einer Gelenkentzündung und bei Juckreiz Antihistaminika (Beispiel Levocabastin, Cetrizin) verabreicht.

Es sollte Bettruhe eingehalten und die kranken Kinder müssen isoliert werden. Eine Isolierung kann erst mit Abklingen des Hautausschlags aufgehoben werden. Das Kind sollte bis sieben Tage nach dem Ausbruch der Symptome nicht das Haus verlassen, auch wenn es sich fit genug fühlt, denn solange ist es noch ansteckend. Folgeerkrankungen treten selten auf, zumeist ist die Prognose gut und das Kind schnell wieder gesund.


Kann man Röteln vorbeugen?

Prinzipiell ist eine Schutzimpfung die beste Vorbeugungsmaßnahme. Die Erstimpfung hierzulande eine Kombination aus Mumps-Masern-Röteln-Impfung (MMR-Impfung) und wird in einem Alter von einem Jahr und 15 Lebensmonaten verabreicht, jedoch bis spätestens bis Ende des zweiten Lebensjahres.

Die Zweitimpfung, empfohlener Zeitpunkt vor der Einschulung bis spätestens zwischen dem 11. und 14. Lebensjahr, wird nicht immer eingehalten. Doch vor allem bei Mädchen ist unbedingt darauf zu achten, dass der zweite Impfschutz eingehalten wird.

Es ist nicht möglich, bereits schwangere Frauen gegen Röteln zu impfen. Besteht der Verdacht auf eine Röteln-Infektion, kann innerhalb von viert tagen ein Passivschutz geimpft werden.
Schwangere Frauen sollten sich unbedingt von mit Röteln infizierten Kindern fernhalten.


Weitere Informationen

Ein Impfschutz gegen Röteln für ungeimpfte Frauen kann drei Monate vor der Empfängnis verabreicht werden. Ist also eine Schwangerschaft geplant, sollte der Schutz vor Röteln unbedingt mit dem behandelnden Gynäkologen besprochen werden. Dazu wird auch eine Untersuchung der Konzentration der Antikörper im Blut angeraten.

Schutzimpfungen sind umstritten, die Eltern müssen das für ihre Kinder nach bestem Wissen und Gewissen selbst entscheiden. Doch sollte bei Mädchen auf eine rechtzeitige Schutzimpfung geachtet werden, die Folgen für das ungeborene Kind können einfach extrem sein.

Viele Informationen zu Röteln und zum Thema Impfung ja oder nein finden sich in Foren und Gesundheitsportalen im Internet. Eine Rücksprache mit dem Arzt ist immer ratsam.


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