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Prostatakrebs (Prostatakarzinom)

Bei Prostatakrebs oder dem Prostatakarzinom handelt es sich um die häufigste Krebserkrankung beim Mann. Wenn ein Prostatakrebs früh diagnostiziert wird, ist die Prognose gut. Doch die Symptome zeigen sich zumeist erst in einem fortgeschrittenen Stadium. Regelmäßige Früherkennungs-Untersuchungen werden Männern ab dem 45. Lebensjahr empfohlen.


Was ist Prostatakrebs? (Prostatakarzinom)

Ein Prostatakrebs (Prostatakarzinom) ist die häufigste Krebserkrankung eines Mannes. Gegenwärtig nutzen bereits viele Männer die Früherkennungsuntersuchungen, darum sinkt der Altersgipfel (rund 72 Jahre) der Erkrankung.

Anatomisch liegt die Prostata unterhalb der Harnblase, zählt zu den inneren Geschlechtsorganen des Mannes und ist in etwa kastaniengroß. Im Drüsengewebe der Prostata wird ein spezielle Sekret gebildet, welches die meiste Samenflüssigkeit ausmacht und für die Beweglichkeit der Spermien sorgt. In diesem Gewebe bildet sich in den meisten Fällen der Prostatakrebs.


Die Ursachen für Prostatakrebs (Prostatakarzinom)

Zu den Risikofaktoren um an einem Prostatakrebs zu erkranken zählen unter anderen:
  • Genetische Veranlagung, ein familiäres Risiko bei Erkrankungen in der Verwandtschaft (Beispiel Vater und/oder Bruder)

  • Das Alter, ab dem 50. Lebensjahr steigt die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung

  • Bewegungsmangel oder Übergewicht, (wenig Fett und wenig Fleisch, dafür Obst, Gemüse und Ballaststoffe)

Hingegen ist eine gutartig vergrößerte Prostata im höheren Lebensalter, welche häufig vorkommt, kein Risiko.


Die Symptome bei Prostatakrebs (Prostatakarzinom)

Da es in den meisten Fällen keine frühen Symptome und damit auch keine Warnzeichen bei Prostatakrebs gibt, wird er oft im Rahmen eine Früherkennungs-Untersuchung entdeckt.

Ist allerdings der Tumor beim Abtasten über den Mastdarm fühlbar, ist er bereits in einem fortgeschrittenen Stadium.

Doch auch in diesem Fall gibt es noch keine erkennbaren Symptome. Wenn sich jedoch schon Metastasen gebildet haben, leidet der Patient unter Schmerzen.

Die Symptome sind eher uncharakteristisch und zeigen sich in Rückenschmerzen, Knochenschmerzen, Blasenentleerungsstörungen, Gewichtsverlust, Blutarmut oder Blutspuren im Urin oder Sperma.

Die Symptome bei einer gutartig vergrößerten Prostata sind ähnlich – häufiger Harndrang, schwacher Harnstrahl, Schwierigkeiten am Beginn des Wasserlassens, u.m. - zumeist ist die Vergrößerung aber nicht gefährlich.

Doch bei rund zehn Prozent dieser Fälle handelt es sich um Prostatakrebs, darum sind die Untersuchungen auch so wichtig.


Die Behandlung von Prostatakrebs (Prostatakarzinom)

Behandlung: Die Therapie bei Prostatakrebs ist äußerst vielfältig. Die Medizin spricht hier von einem Sonderfall, denn eine Behandlung richtet sich nicht allein nach Art und Ausbreitung des Tumors, sondern auch nach dem Alter und individuellen Bedürfnissen des Patienten.

Es wird also kein allgemeingültiges Therapieverfahren angewendet. So gibt es bereits für den an einem Ort befindlichen Prostatakrebs ohne Metastasen verschiedene Möglichkeiten der Behandlung:

Beobachtung, Operation, Bestrahlung, Chemotherapie, Hormontherapie, andere Therapieformen bei örtlich begrenztem Prostatakrebs


Folgende Therapiemöglichkeiten stehen zur Verfügung:

  • Das aktive Beobachten (aktive Überwachung), wird unter anderen bei beschwerdefreien Patienten angewendet.

  • Die Operation (komplette Entfernung der Prostata), selten kommt es zu Harninkontinenz oder Erektionsschwierigkeiten, die Heilerfolge sind positiv.

  • Die Bestrahlung, kann von außen oder innen erfolgen.

  • Die Chemotherapie, wird angewendet, wenn die Hormontherapie nicht greift, trotz neuester Medikamente kommt es zu Nebenwirkungen, die aber gut behandelt werden können.

  • Die Hormontherapie, wird im fortgeschrittenen Stadium angewendet um die Lebensqualität zu verbessern, dabei wird das Tumorwachstum verlangsamt.

  • Andere Therapieformen: Handelt es sich um einen örtlich begrenzten Prostatakrebs, können noch folgende Therapieformen zum Einsatz kommen – die lokale Vereisung, ein fokussierter, hoch intensiver Ultraschall und die Radiofrequenzablation.

Eine intensive Nachsorge durch Kontrolluntersuchungen ist nach der Therapie wichtig.


Kann man Prostatakrebs (Prostatakarzinom) vorbeugen?

Durch eine Früherkennungs-Untersuchung kann man Prostatakrebs vorzeitig erkennen, eine Vorbeugung ist das im eigentlichen Sinn nicht.

Doch kann jeder Mann erwiesenermaßen durch eine gesunde Lebensweise mit einem normalen Körpergewicht, viel Bewegung und ausgewogener Ernährung (Obst, Gemüse, wenig tierische Fette) einer Prostatakrebserkrankung vorbeugen.


Weitere Informationen zu Prostatakrebs (Prostatakarzinom)

Prostatakrebs ist ein sensibles Thema, darum haben sich spezielle Krebsberatungsstellen darauf spezialisiert umfassende Hilfe und Beratung anzubieten. Adressen finden Interessierte am einfachsten im Internet. Fachlich kompetente Bücher zum Thema bietet der Buchhandel.


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