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Pocken

Bei den Pocken, oder auch Blattern genannt, handelt es sich um eine höchst ansteckende, schwere, durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit. Bei einer Pockenerkrankung ist eine ursächliche Therapie nicht möglich, lediglich die Symptome können behandelt werden. Seit 1980 ist die Welt frei von Pockenviren.


Was sind Pocken?

Die Pocken sind hochansteckend, lebensgefährlich und werden durch Viren hervorgerufen. Typisches Merkmal der Infektionskrankheit sind die Hautveränderungen.

In der Vergangenheit haben sich die Pocken aufgrund ihrer hohen Ansteckungsgefahr rasant in der Bevölkerung ausgebreitet und zu Epidemien geführt. Darum zählten Pocken auch zu den Quarantäneerkrankungen (Menschen durften während der Inkubationszeit nicht mit anderen Menschen in Berührung kommen) wie die Pest oder die Cholera.

Durch die weltweit eingeführte Schutzimpfung (seit 1967) sind die Pocken praktisch global ausgestorben. Ein Pockenvirus existiert gegenwärtig offiziell nur noch in zwei Laboratorien: in den USA und Russland.


Die Ursachen für Pocken

Die Viren, die die Pocken verursachen, kommen nur im Menschen vor und zählen zur Familie der Poxviridae und sind die größten bekannten Viren. Es gibt zwei Formen der Pocken: die echten und die weißen Pocken, wobei die weißen Pocken ungefährlicher sind/waren.

Übertragen werden/wurden die Pocken durch die Tröpfcheninfektion, beispielsweise durch Husten, Sprechen oder Niesen oder die Schmierinfektion über infizierte Gegenstände wie Bettwäsche oder Türklinken.

Die Ansteckung ist über Entfernungen von bis zu 20 m möglich, darum galten bei Erkrankungen strengste Sicherheitsmaßnahmen. Die Ansteckung beginnt direkt nach der Inkubationszeit.

Inkubationszeit: 7 – 19 Tage
Jahrhundertelang galten die Pocken als verheerende Seuche weltweit. Durch die Einführung der Pockenimpfung 1967 gingen die Erkrankungen zurück – seit 1978 gibt es keine Pockenfälle mehr.


Die Symptome bei Pocken

Echte Pocken
Anfangs zeigen sich uncharakteristische Symptome wie Kreuzschmerzen, Fieber oder Gliederschmerzen. In diesem Erkrankungsstadium zeigt sich ein erster Hautausschlag mit roten Punkten an Zunge und Rachen, die Erkrankung ist jetzt besonders ansteckend.

Kurz kommt es zu einer Fiebersenkung, nun erscheinen die pockentypischen Hauterscheinungen. Auf der Haut bilden sich Papeln, die mit virushaltiger Flüssigkeit gefüllt sind und sich vom Gesicht über den ganzen Körper ausbreiten. Das Fieber steigt dramatisch, Delirien sind möglich. Aus den Papeln werden Pusteln, sie verkrusten oder verschorfen.

Es dauert zwei Wochen bis alle Wochen, bis alle Pusteln verkrustet sind, eine Woche danach fallen alle ab. Da das Abfallen von starkem Juckreiz begleitet ist, kratzen sich die Erkrankten und es kommt zur Narbenbildung (Pockennarben).

Unter dem Namen schwarze Blattern ist eine besonders schwere Form der Pocken bekannt, die Inkubationszeit ist verkürzt, es kommt zu gefährlichen, ausgedehnten Blutungen in die Haut und die inneren Organe.

Weiße Pocken
Bei den weißen Pocken verläuft die Krankheit weniger gefährlich, die Symptome sind nicht so stark ausgeprägt.


Die Behandlung der Pocken

Behandlung: symptomatische Therapie

Eine ursächliche Therapie gegen Pocken gibt es nicht. Die Gabe von Antibiotika helfen gegen Bakterien, nicht gegen Viren. So können lediglich die Symptome behandelt werden.

Diese Therapie besteht in absoluter Bettruhe, fiebersenkenden Mitteln, ausreichender Flüssigkeit und leicht verdaulicher Nahrung. Zudem wird der Patient unter Quarantäne gestellt, alle Kleidungsstücke und Gegenstände, mit denen der Erkrankte in Berührung kommt, müssen desinfiziert werden.

Die Prognose bei Pocken ist insgesamt schlecht, obwohl zwei Drittel der Erkrankten überlebten. Überlebende sind zumeist durch Pockennarben entstellt oder blind. Besonders dramatisch ist die Erkrankung mit den schwarzen Blattern – beinahe 100% der Betroffenen sterben, bereits nach 48 Stunden oder in der ersten Erkrankungswoche.


Kann man den Pocken vorbeugen?

Nur eine Impfung schützt vor einer Pockenerkrankung, durch die konsequente Durchimpfung der Bevölkerung weltweit ist es gelungen, die Pocken auszurotten.

Seit 1980 ist die Pockenimpfung ausgesetzt, da sie nicht mehr notwendig ist. Da es heute die Möglichkeit von biologischen Terroranschlägen besteht, sind Impfstoffe wider vorrätig.


Weitere Informationen zu Pocken

Zum Glück ist die hochgefährliche Pockenkrankheit ausgerottet. Wer sich über die Geschichte und die Impfstoffe informieren möchte, kann das am besten im Internet tun.


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