Bei einer Parodontose handelt es sich um eine Entzündung des Zahnhalteapparates und des Zahnbetts. Ursache ist zumeist eine bakterielle Infektion, durch die anfangs eine Zahnfleischentzündung entsteht, die sich dann auf den Kieferknochen ausbreitet. Wird eine Parodontose nicht rechtzeitig behandelt, kann das bis zum Zahnverlust führen.
Was ist eine Parodontose?
Als Parodontose (fälschlicherweise auch Parodontitis genannt) wird eine Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodont, alle Strukturen, die für die Verankerung des Zahns im Knochen des Kiefers notwendig sind wie Zahnfleisch, Wurzelhaut oder Wurzelzement) bezeichnet.
Paradontose steht veraltert für nicht-entzündliche Erkrankungen im Zahnbett. Der Sammelbegriff Parodontopathie fasst alle Erkrankungen des Zahnhalteapparates zusammen.
Parodontose tritt in den meisten Fällen im Erwachsenenalter auf und wird zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr diagnostiziert. Am meisten betroffen sind die Ober- und Unterkieferfrontzähne sowie die ersten Backenzähne.
Die Ursachen für Parodontose
Zumeist entsteht Parodontose wegen ungenügender Zahnpflege und Mundhygiene, denn dadurch bildet sich sogenannte Plaque (weicher, bakterieller Zahnbelag) welcher sich weiter zu Zahnstein und schlussendlich zu chronischen Entzündungen entwicklen kann.
Doch auch schlecht sitzender Zahnersatz, Zahnfehlstellungen oder Kaufunktionsstörungen können Parodontose oder andere Zahnhalteapparatserkrankungen auslösen.
Außerdem kann es aufgrund verschiedener Krankheiten wie AIDS, Stoffwechselstörungen oder Diabetes mellitus zu Erkrankungen des Zahnhalteapparats kommen. Selten ist der Auslöser für Parodontose eine Medikamentennebenwirkung.
Ein nachweisbarer Risikofaktor ist das Rauchen, insbesondere das Rauchen von Wasserpfeifen.
Die Symptome einer Parodontose
Eine Parodontose zeigt sich anfangs durch entzündetes Zahnfleisch (Schwellungen und Rötungen des Zahnfleisches) und Zahnfleischblutungen.
Manchmal entwickelt sich ein spezieller, süßlicher Mundgeruch. Ist die Parodontose bereits fortgeschritten, leidet der Betroffene unter Schmerzen.
Oft bemerkt aber erst der Zahnarzt eine Parodontoseerkrankung. Manchmal kommt es zur Eiterbildung im Zahnfleischraum oder zu einem Abszess.
Ist der Krankheitsverlauf weitgehend schmerzfrei und wird erst spät erkannt, kann es zum Rückgang des Stützgewebes kommen. Lockere Zähne oder Zahnausfall können die Folge sein.
Die Behandlung bei Parodontose
Behandlung: Vorbehandlung, Parodontosebehandlung, Nachbehandlung
Ziel der Parodontosebehandlung ist es, die Ursachen zu bekämpfen und die erkrankungsfördernden Faktoren auszuschalten. Zu Anfang der Therapie werden die akuten Beschwerden behandelt.
Eine Parodontosebehandlung wird in folgenden Schritten ausgeführt:
- Die Vorbehandlung – Information, Motivation und Hygiene
In dieser Therapiephase ist die Eigeninitiative des Patienten wichtig, nach der Vorbehandlung (Zahnbeläge werden entfernt) muss intensive Mundhygiene Zuhause erfolgen.
- Die Parodontosebehandlung – konservativ oder chirurgisch
Sind nach der Vorbehandlung Zahnfleischtaschen vorhanden, müssen diese je nach Tiefe mittels geschlossener Kürettage, parodontalchirurgischer Maßnahmen, Lasertherapie oder anderer operativer Maßnahmen behandelt werden.
- Die Parodontose-Nachbehandlung – Kontrolle, Nachsorge
In dieser Phase ist wieder Eigeninitiative gefragt, auch sollten regelmäßige Zahnreinigungen beim Zahnarzt zweimal jährlich erfolgen, um neue Zahnbeläge zu verhindern.
Kann man einer Parodontose vorbeugen?
Der beste Schutz gegen Parodontose ist eine intensive Mundhygiene. Dazu gehört die Zahnpflege Zuhause ebenso wie das regelmäßige Entfernen des Zahnsteins durch den Zahnarzt.
Eine professionelle Zahnreinigung sollte zweimal im Jahr erfolgen. Eine zusätzliche Vorbeugungsmaßnahme ist der Verzicht auf Nikotin, ebenso wie der Verzicht auf das Rauchen von Wasserpfeifen. Eine zahngesunde Ernährung ist vorteilhaft.
Weitere Informationen zu Parodontose
Die besten Informationen bieten alle Zahnärzte. Ein Besuch beim Zahnarzt sollte immer schon vor den
Zahnschmerzen erfolgen.
Im Internet finden Interessierte in verschiedenen Foren zum Thema allerhand Tipps und auch Adressen der Zahnärzte mit ihren speziellen Spezifikationen.