Nierenkrebs ist eine eher seltene Krebserkrankung. Die Ursachen sind großteils unbekannt, nachweisbare Risikofaktoren sind unter anderem Übergewicht und das Rauchen. Die Symptome zeigen sich relativ spät, darum wird Nierenkrebs oft durch Zufall diagnostiziert. Für gute Heilungschancen ist wie bei allen Krebsarten eine Früherkennung des bösartigen Tumors nötig.
Was ist Nierenkrebs?
Unter Nierenkrebs versteht man bösartige, vom Nierengewebe ausgehende Tumore. In den meisten Fällen treten bei Erwachsenen die sogenannten Nierenzellkarzinome (Hypernephrome), seltener Nephroblastome (Wilms-Tumor), Lymphome oder Sarkome der Niere.
Vom Nierenkrebs ist zumeist nur eine Niere betroffen. Männer erkranken häufiger an Nierenkrebs.
Die Ursachen für Nierenkrebs
Die Ursachen für Nierenkrebs sind noch nicht eindeutig geklärt. Nach einer bestehenden These handelt es sich um eine Veränderung im Erbgut, bei der bestimmte Krebs-Verhinderungsgene, auch Anti-Okogene oder Tumor-Suppressorgen genannt, ihre Funktion verlieren. Den Grund dafür kennen die Mediziner noch nicht.
Risikofaktoren die eine Nierenkrebserkrankung begünstigen können unter anderen sein:
- Fettreiche Ernährung
- Übergewicht
- Das Rauchen
- Bestimmte hormonelle Faktoren
- Der Kontakt mit Petroleumprodukten oder Asbest, u.a.
- Chronische Nierenerkrankungen
Die Symptome bei Nierenkrebs
Es gibt keine Früherkennungssymptome bei Nierenkrebs, darum werden die meisten Erkrankungen zufällig bei Ultraschalluntersuchungen des Bauches gefunden.
Symptome treten in der Regel erst dann auf, wenn der Tumor bereits sehr groß ist oder sich Metastasen gebildet haben. Die Beschwerden reichen dann allgemein von Fieber, Erbrechen, Abgeschlagenheit bis zu Rückenschmerzen und Appetitlosigkeit.
Einzig Blut im Urin weist direkt auf eine Erkrankung der Niere hin. Weiters kann eine Blutarmut und erhöhter
Blutdruck auftreten, gibt es bereits Metastasen in anderen Organen können sich Knochenschmerzen einstellen.
Die Behandlung von Nierenkrebs
Behandlung: Operation, Strahlentherapie, Immuntherapie
An erster Stelle der Behandlung steht die Operation, bei der in den meisten Fällen die gesamte, vom Tumor betroffene, Niere entfernt wird. Das ist möglich, weil die zweite Niere uneingeschränkt und allein die Nieren-Funktion übernehmen kann.
Wenn es bereits zu Metastasenbildung gekommen ist, wird im Anschluss an die Operation eine Strahlentherapie eingesetzt.
Zusätzlich kann eine Immuntherapie dem Patienten helfen, das Immunsystem wieder anzuregen. Diese Form der Therapie ist allerdings noch umstritten.
Wie bei allen Krebsarten ist es auch bei Nierenkrebs wichtig, diesen frühzeitig zu erkennen um gute Heilungserfolge zu erzielen.
Durch die Ultraschalluntersuchungen werden viele Fälle rechtzeitig erkannt. An sich erfolgen keine Rehabilitationsmaßnahmen nach der Therapie, der Patient ist schnell wieder fähig Beruf und Alltag zu meistern.
Eine regelmäßige Nachsorge ist für einen Zeitraum von zehn Jahren vorgesehen.
Kann man Nierenkrebs vorbeugen?
Prinzipiell sind keine Vorbeugungsmaßnahmen bekannt, die Nierenkrebs vorbeugen können. Es ist jedoch sinnvoll Risikofaktoren wie fettreiches Essen oder Nikotin zu meiden. Schmerzmittel sollten nur unter Aufsicht des Arztes eingenommen werden.
Wichtig ist es, sofort bei Auftreten von Blut im Urin oder unklaren Rückenschmerzen den Arzt aufzusuchen.
Weitere Informationen zu Nierenkrebs
Krebshilfeorganisationen bieten fachliche Hilfestellungen für Betroffene und auch deren Angehörige. Medizinische Foren, auch Diskussionsforen, im Internet bieten vieles an Informationen.