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Muskelschwund

Der Begriff Muskelschwund fasst eine Reihe von Erkrankungen zusammen, die zumeist erblich bedingt sich und unterschiedlich schwer verlaufen. Eine sehr schwere Form ist die progressive Muskeldystrophie Typ Duchenne, welche bereits im Alter von rund drei Jahren beginnt und im Verlauf zu fortschreitenden Muskeldegenerationen führt.


Was ist Muskelschwund?

Ein Großteil der Muskelkrankheiten ist vererbbar, insbesondere die progressiven Muskeldystrophien. Muskelschwund bedeutet eine fortschreitende, nicht aufhaltbare, Degeneration der Muskeln des Körpers.

Hauptursache ist das Protein Dystrophin, das entweder nicht ausreichend oder überhaupt nicht vorhanden ist.

In den meisten Fällen ist eine Muskelschwäche symmetrisch ausgebildet, mehr als 30 verschiedenen Formen der Dystrophie sind bekannt. Unterscheide gibt es in der Art der Vererbung, der davon betroffenen Körperregionen, des Verlaufs und des Alters der Erkrankung.

Zwei der bekanntesten Formen sind die Typen Becker-Kiener und Duchenne.


Die Ursachen für Muskelschwund

Allen Formen des Muskelschwunds gemein sind genetische Defekte. Es werden wichtige Eiweiße wie das Dystrophin in unzureichender Menge oder gar nicht gebildet, die Muskeln werden zunehmend schwächer.

Vor allem die progressiven Muskeldystrophien wie der Typ Duchenne, die Erkrankung betrifft aufgrund des X-Geschlechts-Chromosomens hauptsächlich Jungen, sind vererbbar.


Die Symptome bei Muskelschwund

Das typische Symptom bei Muskelschwund, das gilt für alle Formen der Erkrankung, ist die fortschreitende, in vielen Fällen symmetrische Schwäche der Muskeln. Davon betroffen sind bestimmte Körperregionen wie die Hüfte.

Krankheitssymptome wie Müdigkeit oder schwache Reflexe ergänzen die Symptomatik. Die Symptome können sich, beispielsweise beim Typ Duchenne, sehr extrem zeigen und schon im frühen Kindesalter zu schwersten Behinderungen führen.

Im Verlauf der Erkrankung schwindet die Muskulatur am ganzen Körper. Binde- und Fettgewebe nehmen gleichermaßen (insbesondere an den Waden und dam Gesäß) zu, sodass es aussieht, als würden sich kräftige Muskeln bilden.

Eine weitere Folge des Muskelschwunds sind Verformungen der Knochen oder Fehlstellungen der Gelenke. Die betroffenen Körperteile können zunehmend schwerer eigenständig bewegt werden.


Die Behandlung von Muskelschwund

Behandlung: Symptomatische Behandlung, Medikamente, physikalische Therapien

Eine ursächliche Therapie bei Muskelschwund gibt es nicht, die Behandlung richtet sich daher auf die Symptomatik der Erkrankung. Das Ziel ist die Erhaltung der Lebensqualität des Patienten, für eine möglichst lange Zeit.

Medikamentös kommen Ribonukleinsäuren zum Einsatz, die Behandlung mit Kortikoiden oder Immundepressive ist umstritten. Ribonukleinsäure-Präparate wirken stabilisierend und verlangsamen den Muskelschwund.

Physikalische Therapien wie Bewegungstherapien, Atemtherapie, Ergotherapie, Rehabilitationszentrumsaufenthalt oder Krankengymnastik sind wichtige Behandlungsmethoden. Vieles, was die komplementäre Medizin anbietet, ist eher zweifelhaft, doch wenn es dem Patienten gut tut und nicht schadet, kann vieles eingesetzt werden.

Manche Formen wie der Typ Duchenne verlaufen sehr aggressiv, die Patienten werden kaum 20 Jahre alt. Doch es gibt auch weniger schwere Formen, und wenn diese gut behandelt werden, ist die Lebenserwartung kaum eingeschränkt.


Kann man Muskelschwund vorbeugen?

Einem Muskelschwund kann nicht vorgebeugt werden, lediglich die Möglichkeit eines Gentests beider Elternteile bei einem Babywunsch steht zur Verfügung.


Weitere Informationen zum Muskelschwund

Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen helfen Betroffenen und Angehörigen bei allen Fragen zur Erkrankung. Auch Informationen zu den möglichen alternativen Therapien kann man hier, oder auch im Internet, erfahren.

Abzuraten ist von Zell- oder Organotherapien, wobei Präparate aus jungen Tieren (oder Tier-Föten) eingenommen oder injiziert werden. Es kann zu schweren Allergien oder einer Übertragung von Krankheitserregern kommen.
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KOMMENTARE

16-11-2011 um 19:11
  Gast-User - Robert
Kann es Alkohol konsum zum Muskelschwund führen?

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