Bei der Multiplen Sklerose, kurz MS, handelt es sich um eine entzündliche Krankheit des Gehirns und Rückenmarks (zentrales Nervensystem). In den meisten Fällen führt die Erkrankung erst nach längerem Verlauf zu Behinderungen. MS verläuft zumeist in Schüben, die Intensität der Schübe kann durch eine Langzeittherapie gemildert werden.
Was ist Multiple Sklerose (MS)?
Die Multiple Sklerose (MS) zählt zu den Autoimmunerkrankungen, da es zur Schädigung des körpereigenen Gewebes durch Abwehrzellen kommt. Diese sorgen im Normalfall für die Abwehr von fremden Erregern oder Stoffen. MS ist eine entzündliche, chronische Erkrankung des Gehirns und des Rückenmarks, also des zentralen Nervensystems. Die Entzündungen in Gehirn und Rückenmark zerstören die Markscheiden der Nervenfasern. Nach der Epilepsie zählt die MS zu den häufigsten, neurologischen Erkrankungen und sie ist die häufigste entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. In der Mehrzahl liegt das Erkrankungsalter zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr.
Die Ursachen für Multiple Sklerose (MS)
Die genauen Ursachen für eine MS-Erkrankung sind bis dato nicht bekannt, bestimmte Faktoren spielen aber eine Rolle:
- Autoimmunprozesse
- Genetische Faktoren
- Infektionen
Eine Multiple Sklerose zeigt zumeist schubweise Verläufe, die durch bestimmte Risikofaktoren verschlimmert, bzw. ausgelöst werden.
Dazu zählen:
- Situationen unter erhöhtem Stress
- Hormonelle Schwankungen
- Bestimmte Infektionen wie eine Grippe
- Impfungen oder Hyposensibilisierung
- Immunsystem beeinflussende Medikamente wie Echinacea
Die Symptome einer Multiplen Sklerose (MS)
Die häufigsten Symptome bei einer Multiplen Sklerose (MS) sind:
- Empfindungsstörungen
- Sehstörungen
- Lähmungen
Daneben kann es zu belastenden Sprachstörungen, Blasenfunktionsstörungen sowie psychischen Erkrankungen kommen. Eine auftretende Muskelschwäche verstärkt sich durch Hitze, Anstrengung oder Fieber. Auch der Stuhlgang sowie die Sexualfunktionen werden im Verlauf der Erkrankung gestört.
Die Behandlung einer Multiplen Sklerose (MS)
Behandlung: Schub-, Basis- und symptomatische Therapie, Begleitmaßnahmen Nach der Diagnose der Erkrankung sollte mit der Therapie so früh wie möglich begonnen werden. Vorrangiges Ziel der Therapie ist das Verringern der entzündlichen Prozesse. Geheilt kann eine MS-Erkrankung nicht werden.
Folgende Behandlungsmethoden werden angewendet:
- Die Schubtherapie: Die akuten Schübe werden symptomatisch behandelt.
- Die Basistherapie: Die Behandlung zielt auf die Hemmung des Froschreitens der Erkrankung ab.
- Die symptomatische Therapie: Die krankheitsbedingten Symptome werden gezielt behandelt
- Bestimmte Begleitmaßnahmen: Die Symptome wie Zittern, Gehbehinderung, Schwindel, Schmerzen, Störungen der Blasen- und Sexualfunktion u.a. werden durch verschiedene Maßnahmen wie beispielsweise krankengymnastischen Übungen oder Beckenbodengymnastik behandelt. Auch medikamentöse oder alternative Therapien sind möglich.
Die MS verläuft unterschiedlich, doch mit konsequenten Behandlungen ist die Prognose besser als allgemein angenommen.
Kann man einer Multiplen Sklerose (MS) vorbeugen?
Durch die großteils unbekannten Ursachen einer MS-Erkrankung gibt es keine entsprechenden Vorbeugungsmaßnahmen.
Weitere Informationen zur Multiplen Sklerose
Selbsthilfegruppen und spezialisierte Beratungsstellen helfen den Betroffenen und Angehörigen bei allen Fragen rund um die Erkrankung, die neuesten Therapiemaßnahmen oder Medikamente. Sehr gute Fachbücher zum Thema finden Interessierte im Buchfachhandel und in speziellen Internet Foren können sich Betroffene untereinander austauschen.

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