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Morbus Crohn

Die zumeist schubweise auftretende Erkrankung Morbus Crohn betrifft den Verdauungstrakt. Dabei kommt es zu chronischen Entzündungen, in der Hauptsache im Übergangsbereich vom Dünn- zum Dickdarm. Die genauen Ursachen für Morbus Crohn sind bislang noch nicht ausreichend geklärt. Behandelt wird die Erkrankung mit Medikamenten wie Kortison bis hin zur Operation.


Was ist Morbus Crohn?

Die Erkrankung Morbus Crohn zählt zu den chronischen Entzündungen des Magen-Darm-Trakts und wird auch zu den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, kurz CED, gezählt.

Zumeist verläuft die Krankheit in Schüben, es sind alle Schichten der Darmwand davon betroffen.

Die am häufigsten betroffenen Abschnitte des Magen-Darm-Traktes sind der untere Dünndarmabschnitt (rd. 30% aller Fälle), der Übergang vom Dünn- zum Dickdarm (rd. 40% aller Fälle) und der Dickdarm wie auch der Analkanal (rd. 25% aller Fälle).

Allerdings können gleichzeitig mehrere Abschnitte des Darms von der Erkrankung betroffen sein.
Morbus Crohn kommt relativ selten vor, Frauen und Männer sind gleich oft davon betroffen.


Die Ursachen für Morbus Crohn

Die genauen Ursachen für Morbus Crohn sind noch nicht erforscht, allerdings gibt es bei rund 50% der betroffenen Mutationen des sogenannten NOD2/CARD15 Gens, welches auf dem Chromosom 16 des Erbguts des Menschen liegt.

Es wird angenommen, dass gleichzeitig mehrere Faktoren zusammenwirken, die Morbus Crohn auslösen, die unter anderen sein können:
  • Eine erbliche Veranlagung

  • Die Ernährung, beispielsweise ein erhöhter Verzehr von raffinierten Kohlehydraten

  • Eine Störung des Immunsystems

  • Das Rauchen

  • Stress, Depressionen, etc. (der Zusammenhang zu psychosomatischen Ursachen ist nicht hinreichend gesichert, bei bereits bestehender Erkrankung können beispielsweise Konfliktsituationen allerdings Schübe auslösen oder verstärken)

  • Möglicherweise bestimmte Viren oder Bakterien



Die Symptome bei Morbus Crohn

Das Hauptsymptom ist Durchfall, der von krampfartigen Schmerzen, hauptsächlich im rechten Unterbauch, begleitet wird. Selten kommt es vor, dass sich Blut im Stuhl befindet.

Da der Betroffene unter Durchfall leidet, verliert er eine Menge Eiweiß, dadurch kommt es zum Energieverlust und damit Gewichtsverlust. Patienten sind abgeschlagen, müde und appetitlos und fühlen sich allgemein krank.

Oft treten Symptome wie
  • Erhöhte Temperatur

  • Eine Anämie (verminderte Anzahl an roten Blutkörperchen)

  • Eine Leukozytose (Anstieg an weißen Blutkörperchen) auf.



Die Behandlung von Morbus Crohn

Behandlung:Medikamente, Operation, Ernährung

Morbus Crohn wird medikamentös und idealerweise psychotherapeutisch bzw. psychosomatisch behandelt werden. Auch die Ernährung spielt während der Therapie eine große Rolle.

Anfangs ist es notwendig, die akuten Durchfallbeschwerden mit Antidiarrhoika zu behandeln. Oft wird während der entzündlichen Schübe entzündungshemmendes Kortison verabreicht.

Wenn eine Morbus Crohn Erkrankung permanent anhält, werden Wirkstoffe angewendet, die das Immunsystem unterdrücken.

Gegen die ständigen Schübe müssen oft über Jahre bestimmte Medikamente wie Azathioprin eingenommen werden.

Nach einem Zeitraum von rund zehn Jahren ständiger Erkrankungen müssen etwa 80% der Patienten operiert werden. Der Grund dafür können gebildete Abszesse, Fisteln, oder Konglomerattumore sein. Kommt es zur Komplikation Darmverschluss oder Darmdurchbruch, muss sofort operiert werden.

Welche Nahrungsmittel der Patient am besten verträgt ist individuell und muss selbst herausgefunden werden. Bei schweren Schüben werden die Betroffenen oft künstlich ernährt. Danach kann der Magen-Darm-Trakt allmählich wieder auf normales Essen umgestellt werden, wobei aber ein langsamer Kostaufbau wichtig ist.

Leicht verdauliche Lebensmittel sind empfehlenswert. Nach der langsamen, kontinuierlichen Steigerung der Nahrungsaufnahme kann auf leichte Vollkost übergegangen werden. Auch Obst und Gemüse sind gut geeignet.

Verzichten sollten Morbus Crohn Erkrankte auf Süßes und Weißmehlprodukte.

Morbus Crohn ist nicht vollständig heilbar, es können in der Hauptsache die Beschwerden gelindert werden.

Bei Morbus Crohn Patienten tritt der ansonsten sehr seltene Dünndarmkrebs gehäuft auf.
Morbus Crohn kann aufgrund der weitestgehend unbekannten Ursachen kaum vorgebeugt werden.


Weitere Informationen zu Morbus Crohn

Das Internet (insbesondere unser Portal) bietet reichhaltige Informationen zum Thema Ernährung. Außerdem finden sich viele Adressen wie Selbsthilfegruppen, Ernährungsberatungsstellen oder Beratungsstellen für Darmerkrankungen im Web.

Interessante Bücher zum Thema bietet der Buchhandel. Es ist unbedingt erforderlich, bei oben erwähnten Symptomen einen Arzt aufzusuchen.


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