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Masern

Masern sind eine äußerst ansteckende, Kinder-Krankheit. Auch Erwachsene können sich mit Masern infizieren. Übertragen wird das Masern-Virus (Morbilli-Virus) mittels Tröpfcheninfektion. Alle Menschen, die nie mit dem Masern-Virus infiziert wurden, können sich anstecken. Masern sind eine schwere Erkrankung und müssen entsprechend ärztlich behandelt werden. Präventiv gibt es die Schutzimpfung.


Was sind Masern?

Masern sind eine äußerst ansteckende, durch das Masern-Virus verursachte und auf dem ganzen Globus verbreitete Kinder-Krankheit. Doch auch Erwachsene können sich mit Masern infizieren. Masern sind eine schwere Erkrankung und müssen entsprechend ärztlich behandelt werden. Präventiv gibt es die Schutzimpfung.


Die Übertragung der Masern

Übertragen wird das Masern-Virus, in der Fachsprache Morbilli-Virus genannt, mittels Tröpfcheninfektion. Das bedeutet also von Mensch zu Mensch - beispielsweise beim Husten, Niesen oder Küssen. Alle Menschen, die nie mit dem Masern-Virus infiziert wurden, können sich anstecken. Somit können auch Erwachsene Masern bekommen, hier ist der Verlauf der Erkrankung meist sehr schwer.

Ausgenommen von der Ansteckungsgefahr sind lediglich Babys bis zu einem Alter von vier Monaten. Sie werden von den Antikörpern der Mutter geschützt, allerdings nur wenn die Mutter welche besitzt (Impfung, Immunität durch vorangegangene Erkrankung). Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit, dauert zehn bis zwölf Tage. Maximal fünf Tage vor Auftreten des krankheitsbedingten Ausschlags beginnt die Ansteckungsgefahr. Diese dauert an, bis es keinen Ausschlag mehr am Körper des Patienten gibt.

Infiziert man sich mit dem Masern-Virus, muss es nicht unbedingt zum Ausbruch der Krankheit kommen. Das Immunsystem des Menschen entwickelt fast immer Abwehrstoffe gegen das Virus. Diese sogenannten Antikörper verhelfen dem Körper des Infizierten zu einer lebenslangen Immunität gegen die Masern. Der gleiche Vorgang entsteht bei einer Schutzimpfung. Prinzipiell gilt, nach überstandener Erkrankung oder der vorbeugenden Schutzimpfung ist der Mensch auf Lebenszeit immun gegen das Masern-Virus.


Diagnose, Symptome und Verlauf der Masern-Erkrankung

Zu Beginn der Masern bekommen die Erkrankten die Symptome einer schweren Erkältung inklusive Husten und Schnupfen. Diese Phase wird die katarrhalische Phase genannt und dauert in etwa vier Tage. Gibt es in der Schule oder dem Kindergarten eine Masern-Epidemie, ist aufgrund der ersten Krankheitssymptome der Arzt zu konsultieren. Er kann erkennen, ob es sich um Masern handelt und was nun zu tun ist. Nach den Erkältungssymptomen bricht die Krankheit voll aus und zeigt sich in folgenden Symptomen:
  • eine Bindehautentzündung, tränende, stark gerötete Augen

  • eine erhöhte Lichtempfindlichkeit

  • die Mundschleimhaut weist kleine, weiße Flecken auf, die Koplischen Flecken

  • hohes Fieber in Schüben bis 41°

  • ein Hautausschlag: beginnend hinter den Ohren, an Hals und Gesicht und dann am ganzen Körper, erst kleine hellrote Flecken, später größere Flächen, dauert rund fünf Tage

Geht das Fieber merklich zurück und verschwindet der Hautausschlag ist das Gröbste überstanden. Es kann auf der Haut eine kleieartige Schuppung zurückbleiben, die aber bald abfällt. Ein zusätzliches Symptom können Halsschmerzen sein. Wenn Kinder den Kindergarten oder die Schule besuchen, dürfen sie in etwa ein bis zwei Wochen nach dem Ausbruch des Ausschlags gerechnet wieder hingehen. Die Erkrankung ist nach dem Infektionsschutzgesetz meldepflichtig.


Die Behandlung – was kann man selbst tun?

In erster Linie gilt strenge Bettruhe. Das Krankenzimmer sollte abgedunkelt sein und kühl gehalten werden. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig, besonders wenn der Erkrankte hohes Fieber hat. Die Getränke sollten warm sein. Computer und Fernseher sind „verboten“, die Augen sind zu empfindlich.

An sich sollte die Krankheit vollständig von innen nach außen treten und deshalb auch nicht unbedingt bekämpft werden. Hat der Patient allerdings Fieber über 40° sind fiebersenkende Mittel durchaus eine Hilfe. Auch Husten lösende Medikamente können nach Absprache mit dem behandelnden Arzt verabreicht werden, um die Symptome zu lindern.

Ein altes Hausmittel verhilft gegen das unangenehme Jucken während des Hautausschlags: eine Salzwasserwäsche. In einem ¼ Liter lauwarmen Wasser einen Teelöffel Salz auflösen und den Körper komplett damit abwaschen, danach gut abtrocknen. Sonst helfen vor allem Zuneigung und viel Zeit für den Patienten!

Sobald Komplikationen auftreten, welche vom Arzt diagnostiziert werden, ist der Erkrankte sofort in ein Krankenhaus zu bringen!


Welcherart können die Komplikationen sein?

Wenn das Fieber nicht nachlässt oder sich der allgemeine Zustand des Patienten verschlechtert, ist unbedingt erneut der Arzt zu konsultieren. Die Abwehrkräfte des Körpers sind geschwächt, es kann zu zusätzlichen Infektionen kommen.

Das können sein:
  • eine Mittelohrentzündung

  • eine schwere Hornhautentzündung, das kann manchmal zu einem völligen Sehverlust führen

  • eine Lungenentzündung

  • eine sehr gefährliche Hirnhautentzündung

  • die sogenannten schwarzen Masern mit Blutungen aus den Körperöffnungen Mund, Nase und Darm

  • in seltenen Fällen eine Gehirnentzündung (Enzephalitis), kann unter Umständen zu Hörverlust, geistiger Behinderung oder gar dem Tod führen
  • die toxischen Masern, auch sehr selten aber oft mit tödlichem Verlauf. Besonders betroffen sind hier stark abwehrgeschwächte Erkrankte.

Zu Komplikationen kann es vor allem bei Säuglingen und Erwachsenen kommen.

Die meisten Masern-Erkrankungen verlaufen ohne Komplikationen. Am öftesten treten als Komplikationen Lungen- und Mittelohrentzündungen auf.


Sollte ein Arzt hinzugezogen werden?

Prinzipiell ja. Denn nur ein Arzt kann aufgrund der Koplischen Flecken die Diagnose stellen und sollte die Therapie des Patienten auch begleiten, denn wiederum ist er der Fachmann wenn es darum geht, Komplikationen rechtzeitig diagnostizieren und behandeln zu können.


Kann man gegen eine Masern-Erkrankung vorbeugen?

Die beste und eigentlich sinnvollste Vorbeugung ist nach wie vor eine Schutzimpfung. Ab dem 12. Lebensmonat erhalten die Kinder eine kombinierte Masern-Mumps-Röteln Impfung, die großteils gut verträglich ist. Dadurch sind die Geimpften auf Lebenszeit gegen Masern immun.

Für Menschen, die nicht geimpft sind, besteht die Möglichkeit, nach einer Diagnose bis zum vierten Tag der Inkubation die Erkrankung durch Immunglobuline abzuschwächen oder zu verhindern. Auch kann eine Masernschutzimpfung innerhalb von 72 Stunden nach Ansteckung noch wirken.


Impfung Ja oder Nein?

Eine Schutzimpfung wird von vielen Eltern aus verschiedenen Gründen nicht angenommen. Diese Entscheidung ist natürlich zu respektieren. So ist eines der Argumente gegen die Impfung, dass der kindliche Körper dadurch im Laufe der Jahre zu mehr Allergien neige. Das weisen Mediziner jedoch zurück.

Über Nebenwirkungen der Schutzimpfung oder eine Inkompatibilität mit möglichen bereits vorhandenen Allergien des Kindes berät der Arzt ausführlich. Da besonders Kleinkinder auch von weitreichenden Komplikationen betroffen sein können, ist die Konsultation des Arztes in jedem Fall empfehlenswert.


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