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Laktoseintoleranz

Bei einer Laktoseintoleranz handelt es sich um eine Unverträglichkeit gegen Milchzucker, das heißt, dass der Körper nicht imstande ist, den Milchzucker (Laktose) abzubauen. Das dafür zuständige Enzym, die Laktase, bildet sich im Dünndarm. Die Ursachen für einen Laktasemangel sind vielfältig, geheilt kann eine Laktoseintoleranz nicht werden.


Was ist eine Laktoseintoleranz?

Laktoseintoleranz bedeutet eine Milchzuckerunverträglichkeit. Im Dünndarm wird die sogenannte Laktase gebildet, welche den Milchzucker in Glukose (Traubenzucker) und Galaktose (Schleimzucker) spaltet.

Wird zu wenig Laktase gebildet, kann die Laktose (Milchzucker) nicht mehr genügend bis gar nicht verdaut werden.

Wenn also nach dem Trinken von Milch oder dem Essen von Milchprodukten Beschwerden auftreten, spricht man von einer Milchzuckerunverträglichkeit oder einer Laktoseintoleranz.
Laktose befindet sich in Muttermilch ebenso wie beispielsweise in Kuh- oder Ziegenmilch.

Eine Laktoseintoleranz ist relativ häufig (rund 15% der Bevölkerung), tritt allerdings in Ländern wie China wesentlich öfter auf.


Die Ursachen für eine Laktoseintoleranz

Es werden drei Formen des Laktasemangels, der Auslöser für die Laktoseintoleranz ist, unterschieden:
  • Der angeborene Laktasemangel: Dies ist die häufigste Form und entwickelt sich im Kindesalter, wobei das betroffene Kind erst ganz normal Laktose im Körper bildet, diese Bildung mit fortschreitendem Alter aber reduziert wird.

  • Der erworbene Laktasemangel: Tritt aufgrund verschiedener Erkrankungen auf und kann nach der entsprechenden Therapie der Grunderkrankung wieder zurückgehen.

  • Der kongenitale Laktasemangel: Diese Form ist sehr selten und angeboren. Bereits der Säugling ist betroffen, es wird keine Laktase gebildet.


Die Symptome einer Laktoseintoleranz

Zumeist bemerkt der Betroffene die Beschwerden entweder schon kurz nach dem Verzehr von Milch und Milchprodukten (insbesondere Käse, Sahne oder auch Milchschokolade) oder ein paar Stunden danach.

Die typischen Symptome einer Laktoseintoleranz sind Durchfall, Blähungen, Übelkeit und Bauchschmerzen.

Auch uncharakteristische Beschwerden wie Abgeschlagenheit, Probleme mit der Haut oder Kopfschmerzen können auftreten.

Wie schwer sich die Laktoseintoleranz zeigt, ist individuell, es kommt auch auf die Menge der aufgenommenen Laktose mit den Lebensmitteln oder wie schwer der Laktosemangel schlussendlich ist.


Die Behandlung einer Laktoseintoleranz

Behandlung:laktosearme bzw. laktosefreie Diät, laktasehaltige Präparate aus der Apotheke

Da eine Laktoseintoleranz nicht ursächlich behandelbar ist, sollte der Verzehr von Milch oder Milchprodukten gemieden oder eingeschränkt werden.

Bei einer laktosefreien Diät muss auf Nahrungsmittel wie Vollmilch, Buttermilch, Kondensmilch, Trockenmilch und Schlagsahne, Käse, Joghurt, Milchreis, Schokolade, Topfen, Pudding und Cremespeisen komplett verzichtet werden.

Wenn die Diät lediglich laktosearm sein soll, dann dürfen Milchprodukte in geringen Mengen verzehrt werden.

Vorsicht ist geboten bei Nahrungsmitteln, die nicht nach Milchprodukten aussehen und dennoch Laktose enthalten wie Butter, Gebäck oder Kuchen.

Weiters kann Laktose in Wurst, Fertiggerichten, Süßstoffen oder Salatdressings enthalten, darum sollten die Inhaltsstofflisten genau gelesen werden.

Es kann auch vorkommen, dass sich Laktose in Medikamenten als Bindemittel befindet – auch hier gilt, bei einer Milchzuckerunverträglichkeit die Beipackzettel zu lesen.

Gegenwärtig stellen Molkereien bereits laktosearme, bzw. laktosefreie oder mit Laktase angereicherte Milchprodukte her.

Pflanzliche Produkte gelten als Alternative, so kann beispielsweise Sojamilch unbedenklich getrunken werden.

In der Apotheke sind Präparate erhältlich, die Laktase enthalten.

Muss ein Betroffener eine laktosefreie Diät einhalten, ist es ernährungsbedingt wichtig, Kalzium in anderer Form – beispielsweise Gemüse wie Brokkoli, Sojamilch, Tofu, Tomaten, mit Kalzium angereicherte Mineralwässer, etc. - zu sich zu nehmen. Vorgebeugt kann einer Laktoseintoleranz nicht werden.


Weitere Informationen zur Laktoseintoleranz

Auch wenn es keine wirklich ernsten Komplikationen bei einer Laktoseintoleranz gibt, sollte auf Laktose verzichtet oder diese Produkte eingeschränkt verzehrt werden.

Informationen zu allen Laktasepräparaten erhält man in Apotheken, Reformhäusern oder Drogeriemärkten und im Internet.

Der Lebensmittelhandel bietet eine Vielzahl an Alternativen zu laktosehaltigen Produkten.

Listen zu laktosehaltigen- oder kalziumhaltigen Nahrungsmitteln finden sich unkompliziert im Internet, es haben sich außerdem Foren im Internet gebildet, die speziell dieses Thema behandeln und mit guten Tipps weiterhelfen können.


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