Aufgrund von verengten Herzkranzgefäßen, die wiederum aus einer Durchblutungsstörung des Herzmuskels resultieren, entsteht eine koronare Herzkrankheit, auch KHK oder Angina pectoris genannt. In der Regel spürt der Betroffene bei einem schlecht durchbluteten Herzmuskel Schmerzen in der Brust, die sogenannten Angina pectoris Beschwerden.
Was ist eine koronare Herzkrankheit (KHK), Angina pectoris?
Sind ein oder mehrere Herzkranzgefäße durch Ablagerungen in den Gefäßwänden (Arteriosklerose) verschlossen oder verengt, spricht man von einer koronaren Herzkrankheit, kurz KHK. Durch die Verengungen (oder den Verschluss) bekommt der Herzmuskel nicht mehr ausreichend Blut und wird dadurch geschädigt.
Die Beschwerden, zumeist eine Enge in der Brust verbunden mit Schmerzen, treten besonders bei erhöhtem Sauerstoffmangel aufgrund extremer körperlicher Anstrengung oder auch seelischer Belastungen auf.
Wenn sich die Schmerzen, auch nach Einnahme der dafür vorgesehenen schnell wirksamen Mittel nicht bessern, ist davon auszugehen, dass es sich um einen Herzinfarkt handelt. Dann muss schnellstens ein Rettungsdienst gerufen werden. Weitere Folgeerkrankungen einer KHK sind eine Herzinsuffizienz oder Herzrhythmusstörungen bis hin zu plötzlichen Herztod.
In den Industrieländern zählen koronare Herzkrankheiten zu den häufigsten Erkrankungen und auch Todesursachen. Dabei sind Männer beinahe doppelt so oft betroffen wie Frauen. Allerdings ab einem Alter von 75 Jahren sind die Fälle von koronaren Herzerkrankungen bei Frauen und Männern in etwa gleich hoch.
Die Ursachen für koronare Herzkrankheiten (KHK), Angina pectoris
Eine koronare Herzkrankheit (KHK) entsteht, wenn die Herzkranzgefäße verkalken - durch die sogenannte Arteriosklerose oder Koronarsklerose. Dabei bilden sich im Laufe der Jahre Fettablagerungen (hauptsächlich Cholesterin) in den Gefäßwänden, die durch die Verbindung mit Kalzium eine zähe Masse bilden. Diese Masse bezeichnet man als Plaque.
Die Plaque schädigt das betroffene Gefäß stark, es verliert die Fähigkeit sich auszudehnen. Kommt es nun zu einer erhöhten körperlichen Anstrengung, welches einen vermehrten Blutbedarf des Herzmuskels erfordert, ist das Gefäß unflexibel – die typischen Beschwerden treten auf.
Wird eine KHK nicht behandelt, kommt es zur zunehmenden Verengung der Herzkranzgefäße. Es reichen dann oft geringe Belastungen und selbst im Ruhezustand kann es zu Beschwerden kommen. Der Verlauf ist dramatisch: Das Gefäß schließt sich, ein Herzinfarkt ist die Folge.
Die Liste der Risikofaktoren für eine koronare Herzerkrankung (KHK) ist lang.
Hier eine Zusammenfassung:
- Das Rauchen
- Ständiger Bluthochdruck
- Erkrankungen an KHK in der Verwandtschaft ersten Grades
- Das Alter, Männer ab 45 Jahren, Frauen ab 55 Jahren
- Eine Zuckerkrankheit
- Übergewicht
- Zu wenig Bewegung
- Zuviel Alkohol, Stress und psychische Belastungen
- Eine Neigung zu Thrombose, u.a.
Die Symptome einer koronaren Herzkrankheit (KHK), Angina Pectoris
Die Symptome der koronaren Herzkrankheiten fasst man unter dem begriff Angina pectoris zusammen. Die sogenannten Angina-pectoris-Anfälle treten speziell dann auf, wenn der Betroffene Aktivitäten ausführt, die zu einem schnelleren Puls oder gesteigertem Blutdruck führen. Das Herz wird somit verstärkt belastet.
Die möglichen Verursacher können sein:
- Eine psychische Belastung oder Aufregung
- Zuviel Essen
- Eine verstärkte körperliche Belastung
- Extremere Kälte
Die Symptome einer KHK machen sich durch Schmerzen inklusive Druckgefühl und Brennen hinter dem Brustbein bemerkbar. Dabei kann es zum Ausstrahlen der Schmerzen in einen der Arme, der Schultern, die Wangen, den Hals bis in die Zähne und die Magengegend kommen.
Der Schmerz ist eher kurz, dauert maximal 30 Minuten und endet mit dem Aufhören der Belastung.
Weitere Symptome können verstärkter Schweiß auf der Stirn, erschwertes Atmen und eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit sein. Manche Betroffene klagen über Angstgefühle.
Es gibt mehrere Formen einer Angina pectoris:
- Die Stumme Angina pectoris
- Die stabile Angina pectoris
- Die instabile Angina pectoris
- Die Prinzmetal-Angina pectoris
Die Behandlung einer koronaren Herzkrankheit (KHK), Angina pectoris
Behandlung: konservative Therapie, Behandlung der akuten Symptome, Operation
Wenn eine koronare Herzkrankheit vorliegt und eine Angina pectoris als Folge auftritt, muss eine sehr konsequente Therapie durchgeführt werden.
Diese umfasst einerseits die Behandlung des akuten Angina pectoris Anfalls sowie eine Intervalltherapie. Ziel ist das Aufhalten einer weiteren Verkalkung der Herzkranzgefäße sowie die Verhinderung weiterer akuter Anfälle.
Akute Anfälle werden gezielt mit Nitrat-Präparaten wie Glyceroltrinitrat behandelt. Dieses Medikament wird über die Mundschleimhaut aufgenommen und sollte auch nicht geschluckt werden.
Die Intervalltherapie hat zum Ziel, die Risikofaktoren der Arteriosklerose auszuschalten, die unter anderen sein können:
- Mit dem Rauchen aufhören, es handelt sich dabei um eine der wichtigsten Maßnahmen
- Blutdruckbehandlung oder Blutzuckerbehandlung
- Erreichen des Normalgewichtes
- Körperliche Bewegung, ca. 30 Minuten am Tag
Zusätzlich kommen Medikamente zum Einsatz wie Thrombozytenaggregationshemmer, Betablocker oder Kalziumkanalblocker. Die jeweilige Therapie ist individuell mit dem Arzt abzusprechen und sollte unbedingt eingehalten werden.
Um die Herzkranzgefäße wieder zu erweitern, werden operative Maßnahmen wie das Einsetzen eines Herzkatheders oder eine Bypass Operation angewendet.
Kann man einer koronaren Herzkrankheit (KHK), Angina pectoris vorbeugen?
Eine herzgesunde Lebensführung ist die beste Vorbeugungsmaßnahme gegen koronare Herzerkrankungen. Nicht rauchen, viel Bewegung, wie gesunde Ernährung und Normalgewicht sind gute Voraussetzungen. Weiters sollte regelmäßig der Blutdruck, die Blutfettwerte oder eine mögliche beginnende Zuckerkrankheit vom Arzt untersucht werden.
Weitere Informationen zu koronaren Herzkrankheiten (KHK), Angina pectoris
Viele gute Hilfestellungen zum Thema richtiger Ernährung und Bewegung hält das Internet bereit, aber auch alle Ernährungsberater und Sportmediziner. Präventiv sollte auf eine gesunde Lebensweise geachtet werden.
Ist man von einer koronaren Herzkrankheit betroffen, sollte unbedingt konsequent jede vereinbarte Therapie sowie unterstützend Bewegung und richtiges Essen eingehalten werden. Das Rauchen ist einzustellen, Unterstützung gibt es En Mass (Ärzte, Apotheken, Alternativmediziner, etc.).
Tipps dazu findet man in jeder Arztpraxis.