Der Begriff Keuchhusten oder Pertussis steht für eine bakterielle, akute Infektionserkrankung der Atemwege. Keuchhusten wird durch das Bakterium Bordetella pertussis ausgelöst und kann mehrere Wochen andauern. Der Keuchhusten ist keine Kinderkrankheit mehr, oft erkranken Jugendliche und Erwachsene daran. Vorbeugungsmaßnahme ist eine Schutzimpfung.
Was ist Keuchhusten?
Beim Keuchhusten (Pertussis) handelt es sich um eine durch das Bakterium Bordetella pertussis ausgelöste bakterielle, akute Infektionserkrankung der Atemwege. Charakteristisch sind die stakkatoartigen Hustenanfälle, die bei Säuglingen lebensgefährlich werden können.
Keuchhusten wird über Tröpfcheninfektion übertragen und äußerst ansteckend. Vermehrt erkranken gegenwärtig Jugendliche und Erwachsenen an Keuchhusten, ein Grund dafür ist die verabsäumte Auffrischung der Schutzimpfung.
Diese wird zwar zu 90% im Kindesalter genützt, die Immunität gegen eine Erkrankung hält jedoch nur zwischen vier und zwölf Jahren an.
Die Ursachen für Keuchhusten
Inkubationszeit: 7- 20 Tage
Verursacht wird ein Keuchhusten durch das Bakterium Bordetella pertussis. Dieses breitet sich auf die Schleimhäute der Atemwege aus und setzt dabei ein Gift frei, das sogenannte Pertussis-Toxin (PT). Das Toxin schwächt die Abwehrkräfte, schädigt umliegendes Gewebe und zerstört die Schleimhäute.
Die mildere Form der Erkrankung ist die Infektion mit dem Bakterium Bordetella parapertussis. Eine Ansteckung mit Keuchhusten erfolgt über Tröpfcheninfektion (Niesen, Husten, Küssen, etc.). Etwa 80% aller nicht geimpften Personen, die mit dem Bakterium in Kontakt kommen, erkranken. Eine Erkrankung führt nicht zu lebenslanger Immunität.
Die Symptome bei Keuchhusten
Eine Erkrankung an Keuchhusten kann über Wochen oder in manchen Fällen Monate anhalten und teilt sich in drei Stadien:
- Das Erkältungsstadium: dauert ein bis zwei Wochen, Symptome sind wie bei einer Erkältung (Schnupfen, leicht erhöhte Temperatur, Niesen, etc.), leichter Husten steigert sich zu einem krampfartigen Husten
- Das Anfallstadium: die Hustenanfälle werden stakkatoartig, zäher glasiger Auswurf wird ausgehustet, Erbrechen, Fieber, schlimmer sind die Beschwerden in der Nacht wobei speziell Kinder schwerere Symptome (wie das typische Keuchen) zeigen
- Das Erholungsstadium: die Beschwerden klingen nun langsam ab, die Rekonvaleszenz kann bis zu 10 Wochen andauern
Insbesondere Säuglinge müssen während der Erkrankung permanent überwacht werden (Krankenhaus), da es zu Komplikationen kommen kann.
Die Behandlung von Keuchhusten
Behandlung: Eine Behandlung des Keuchhustens sollte früh begonnen werden. Die Therapie mit Antibiotika kann die Krankheit zwar nicht verhindern, doch die Ansteckungsgefahr für andere verkürzen.
Die beste Behandlung ist die häusliche Pflege, außer bei Säuglingen – sie gehören ins Krankenhaus, da sie den Schleim noch nicht selbständig ausspucken können und dieser oft abgesaugt werden muss.
Der Erkrankte braucht Ruhe, eine feuchte Raumluft, viel Flüssigkeit und öfters nur kleine Mahlzeiten. Kinder sollten speziell bei den Hustenanfällen beruhigt werden, in die Arme nehmen wirkt am besten.
Säuglinge bis zum ersten Lebensjahr sind besonders gefährdet, dass sich im Verlauf der Erkrankung Komplikationen einstellen. So kann es unter anderen zu einem Atemstillstand, einer Lungenentzündung, einer Mittelohrentzündung oder einer Entzündung des Gehirns kommen. Darum sollten die Kleinkinder auch unbedingt ärztlich überwacht werden, am besten in einem Krankenhaus.
Kann man Keuchhusten vorbeugen?
Die beste Vorbeugungsmaßnahem gegen Keuchhusten ist die Schutzimpfung. Diese muss jedoch bis zum 17. Lebensjahr aufgefrischt werden. Auch Erwachsene sollten an eine Auffrischung denken, dafür gibt es Kombinationen mit der Tetanus- oder Diphtherieauffrischung.
Weitere Informationen zum Keuchhusten
Eine Keuchhustenerkrankung ist langwierig und kann sehr lange andauern. Eine Schutzimpfung ist daher sinnvoll. Informationen darüber und über die Erkrankung an sich gibt es reichlich im Internet und bei allen Kinderärzten und Allgemeinmedizinern.
Ob man sein Kind impfen lassen sollte, liegt allein im Ermessen der Eltern. Ein Beratungsgespräch mit dem Arzt oder vorherige Infos aus dem Web können sicher hilfreich sein.