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Herzinfarkt (Myokardinfarkt)

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Wenn sich eines der drei großen Herzkranzgefäße (oder ein Gefäßast) verschließt, kommt es zum Herzinfarkt. Ein Blutgerinnsel verstopft eines der Gefäße, das Blut kann nicht mehr zirkulieren AdA das Herz wird dadurch nicht genügend mit Sauerstoff und den notwendigen Nährstoffen versorgt – eine Schädigung des Herzmuskelgewebes ist die Folge.


Was ist ein Herzinfarkt (Myokardinfarkt)?

Wenn sich die Herzkrankgefäße (Koronararterien) verschließen, spricht man von einem Herzinfarkt. Das Herz wird nicht mehr mit dem notwendigen Sauerstoff und den Nährstoffen versorgt, dabei nimmt das Herzmuskelgewebe wegen der nicht mehr ausreichenden Durchblutung enormen Schaden und kann absterben.

Ursache für einen Herzinfarkt ist zumeist eine Thrombose (ein Blutgerinnsel im Blutgefäß). Diese wiederum ist die Ursache einer Arteriosklerose, entstanden durch eine Arterienverkalkung.
Verschiedenen Typen des Herzinfarkts sind:
  • Ein Vorderwandinfarkt

  • Ein Seitenwand- und Hinterwandinfarkt

  • Ein Scheidewandinfarkt

  • Oder Kombinationsinfarkte

Nach einem Herzinfarkt muss sofort eine Therapie erfolgen, um eine dauerhafte Schädigung der Herzregion zu verhindern.

In den Industrieländern ist ein Herzinfarkt die häufigste Todesursache. Doch gibt es geografische Unterschiede: So sind in Japan wesentlich weniger Menschen von Herzinfarkten betroffen als beispielsweise in Nordeuropa.


Die Ursachen für einen Herzinfarkt (Myokardinfarkt)

Zu den verbreitetsten Ursachen für einen Herzinfarkt zählen verkalkte Blutgefäße durch die sogenannte Arteriosklerose. Da die Ablagerungen an den Gefäßwänden das Durchkommen des Blutes erschweren, wird der Herzmuskel ungenügend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Diese Verengung nennt man koronare Herzkrankheit. Wenn es zu einer vollständigen Verstopfung des Gefäßes kommt, ist die Folge der Herzinfarkt.

Folgende Risikofaktoren begünstigen den Herzinfarkt:
  • Erkrankungen in der nächsten Verwandtschaft

  • Mangelnde Bewegung

  • Zuviel Stress

  • Fettleibigkeit und Übergewicht

  • Permanenter Bluthochdruck

  • Zuckerkrankheit

  • Ein erhöhter Cholesterinspiegel im Blut

  • Das Rauchen

  • Das Lebensalter


Die Symptome bei einem Herzinfarkt (Myokardinfarkt)

Zumeist machen sich die ersten Symptome bei einem Herzinfarkt schon früh bemerkbar, ein Großteil der Patienten wird bereits auf die Folgen der Arteriosklerose (medikamentös, Operation) hin behandelt.

Bei einem akuten Herzinfarkt treten folgende Symptome auf:
  • Andauerende (länger als 5 Minuten) Schmerzen oder auch ein starker Druck im Brustbereich, der in die Schulter, den Arm, den Unterkiefer und Oberbauch ausstrahlt

  • Wenn die Schmerzen stärker sind, als die Brustenge einer Angina pectoris und diese sich auch nach Einnahme des dafür vorgesehenen Medikaments (Nitratsspray) nicht bessert

  • Ein starkes Gefühl der Unruhe bis zur Todesangst

  • Blässe und ein kalter Schweißausbruch

  • Erbrechen, Übelkeit und Atemnot

Viele Herzinfarktfälle treten in den frühen Morgenstunden auf.

Bei Frauen unterscheiden sich die Symptome eines Herzinfarkts gegenüber den Männern, sodass diese von den Frauen selbst und auch von den Ärzten oft sehr schwer erkannt werden können. Oft treten die für einen Herzinfarkt charakteristischen Symptome gar nicht auf.

Die Symptome bei Frauen können sein:
  • Ein häufiges Erbrechen und Übelkeit

  • Anhaltende Schmerzen in der Schulter und im Kiefer

  • Starke Schmerzen im Bereich des Oberbauchs

  • Unangenehme Atemnot

Das können unter Umständen die einzig erkennbaren Symptome eines akuten Herzinfarkts bei Frauen sein.


Die Behandlung eines Herzinfarkts

Behandlung: Sofortmaßnahmen, Krankenhausaufenthalt (Intensivstation), Operation, ständige Kontrollen und Medikamente

Die Therapie eines Herzinfarkts umfasst die Sofortmaßnahmen und die weiteren Maßnahmen nach dem Infarkt. Grundsätzlich ist sofort der Rettungsdienst zu rufen, der die ersten Sofortmaßnahmen ergreift. Dann kommt der Herzinfarktpatient umgehend ins Krankenhaus auf die Intensivstation.

Noch während der Frühphase des Herzinfarkts wird ein sogenannter Stent in das betroffene Herzkranzgefäß eingeführt, welcher eine Erweiterung und somit den ungehinderten Blutfluss bewirkt.

Kann der Patient das Krankenhaus verlassen, folgen psychische Stabilisierungsmaßnahmen, Bewegungstherapien und eine Aufklärung bezüglich herzgesunder Lebensweise. Nach dem Infarkt müssen die Patienten permanent Medikamente einnehmen, um einen neuerlichen Infarkt vorbeugen zu können.

Wichtig sind ständige Kontrollen durch einen Kardiologen oder Internisten und das Vermeiden von Risikofaktoren wie Rauchen oder Übergewicht.

Die Prognose nach einem Herzinfarkt ist bei rechtzeitiger Behandlung gut. Von den Überlebenden leben nach einem Jahr noch über 80%. Eine schlechte Prognose haben Menschen, die übergewichtig sind und stark rauchen.

Auch bei Frauen ist die Prognose nicht so positiv, da ein Herzinfarkt aufgrund der nicht typischen sehr oft nicht als solcher erkannt wird.

Jeder von einem Herzinfarkt Betroffenen kann wesentlich zu seiner Genesung beitragen, indem er sich viel bewegt, auf Nikotin und Alkohol verzichtet und sein Gewicht im Normalbereich hält.


Kann man einem Herzinfarkt (Myokardinfarkt) vorbeugen?

Am besten beugt man einem Herzinfarkt vor, wenn man alle Risikofaktoren die zu einer Arteriosklerose führen vermeidet.

Dazu gehören der Verzicht auf Nikotin, eine vernünftige Ernährung (wenig tierisches Fett, Obst, Gemüse, selbst gekochte Gerichte, etc.), wenig Stress, viel trinken, ständige Kontrollen beim Arzt, wenn man beispielsweise an einer Zuckerkrankheit oder Bluthochdruck leidet und vieles mehr.


Weitere Informationen

Alle Ärzte, Internisten und Kardiologen haben reichlich Informationsmaterial und natürlich die besten Tipps und Hilfestellungen zum Thema Herzinfarkt. Auch das Internet hält eine Fülle an interessanten Informationen beriet.

Doch: Am meisten hilft es, sich gesund zu ernähren, auf Alkohol und Nikotin zu verzichten, sein Gewicht zu halten und sich viel zu bewegen. Grundsätzlich findet man jede Menge Tipps zum Thema herzgesundes Leben auch im Web, weiters bei allen Herzstiftungen oder Selbsthilfegruppen u.s.w.


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