Der Überbegriff Hautkrebs umfasst alle bösartigen Tumore der Haut. Dazu zählen: Melanome (sog. schwarzer Hautkrebs) und alle Formen des weißen bzw. hellen Hautkrebses (sog. Spinalom, Basaliom oder aktinische Keratose). Die Ursachen an Hautkrebs zu erkranken sind unterschiedlich. Hauptursache ist jedoch eine intensive, lang anhaltende Sonneneinstrahlung.
Was ist Hautkrebs?
Hautkrebs steht für bösartige Tumore der Haut und wird unterteilt in:
- Der schwarze Hautkrebs, Melanom: pigmentierter (teils auch nicht-pigmentierter) bösartiger Tumor der Haut
- Der weiße bzw. helle Hautkrebs, Basaliom (Basalzellkarzinom, aktinische Keratose und Spinaliom (Stachelzellkrebs, Plattenepithelkarzinom): unpigmentiert und hautfarbener Hautkrebs
Die Ursachen für Hautkrebs
Die Ursachen für eine Hautkrebserkrankung unterscheiden sich je nach ihrer Art. Bei einem schwarzen Hautkrebs ist die Frage, ob die Sonneneinstarhlung eine Rolle spielt, nicht eindeutig geklärt.
Hellhäutige, rothaarige oder blonde Menschen haben aber ein erhöhtes Risiko, auch genetisch bedingte Ursachen sowie ein geschwächtes Immunsystem und vermehrte Sonnenbrände in der Kindheit begünstigen eine Erkrankung.
Bei weißem, bzw. hellem Hautkrebs liegt die Hauptursache in der Sonneneinstrahlung auf die nicht geschützte Haut.
Weiters zählen andere Faktoren wie eine Schwäche des Immunsystems, Röntgenstrahlung oder radioaktive Strahlung, der Kontakt zu krebserregenden Substanzen oder bestehende bullöse und lichenoide Hautkrankheiten.
Die Symptome bei einem Hautkrebs
Die Hauptkrebsformen schwarzer, weißer bzw. heller Hautkrebs, unterscheiden sich in Ort und Form des Auftretens und vor allem in der Pigmentierung.
Bei einem schwarzen Hautkrebs lassen sich durch eine einfache Regel – die ABCDE-Regel – harmlose Muttermale von gefährlichen Melanomen unterscheiden.
Bei einem hellen bzw. weißen Hautkrebs treten die Symptome je nach der Form auf. So kann ein Basaliom knötchenförmig, geschwülstartig, flach oder auch narbenähnlich und hautfarben (manchmal auch braun bis schwarzbraun) auftreten.
Eine aktinische Keratose macht sich auf den vom Sonnenlicht ausgesetzten Stellen durch rötliche, kleine Flecken bemerkbar, die sich später zu rötlich großen oder verhornten, graubraunen Knötchen weiterentwickeln.
Ein Spinalom, welches sich beispielsweise auf den Lippen, im Gesicht oder den Händen entwickelt, zeigt sich erst durch kleine Knötchen, die dann verkrusten. Später entsteht ein derber Knoten. Hat ein Spinalom die Möglichkeit lange zu wachsen, verbreitet es sich auch in umliegendes Gewebe.
Die Behandlung von Hautkrebs
Behandlung: Operation, Strahlen-, Chemo-, Kryo-, Immun- sowie Photodynamische Therapie, chemisches Peeling
Schwarzer Hautkrebs: Die Hautveränderung wird chirurgisch entfernt, bei einem fortgeschrittenen Stadium kann eine Strahlen- oder Chemotherapie oder eine Immuntherapie eingesetzt werden.
Weißer bzw. heller Hautkrebs
Basaliom: Das Basaliom wird chirurgisch entfernt, weitere mögliche Therapien wie eine Strahlentherapie, eine Kryotherapie, eine Photodynamische Therapie, eine Chemotherapie oder eine Immuntherapie könne eingesetzt werden.
Aktinische Keratose: Zumeist die operative Entfernung, weiters können Therapien wie die Kryotherapie, eine Chemotherapie, ein chemisches Peeling oder eine Photodynamische Therapie eingesetzt werden.
Spinaliom: Chirurgische Entfernung des Spinalioms, unter Umständen auch von anschließenden Lymphknoten, weiters können eine Strahlentherapie in Kombination mit einer Chemotherapie (oder jede Therapie für sich) oder eine Immuntherapie eingesetzt werden.
Kann man einem Hautkrebs vorbeugen?
Es ist sinnvoll sich gegen intensives Sonnenlicht mittels Eincremen mit hohem Sonnenschutzfaktor oder Bekleidung, Hut etc., zu schützen. Insbesondere Kinder sollten vor Sonnenbränden geschützt werden.
Jede Hautveränderung sollte genau beobachtet werden und bei Veränderungen ist ein Hautarzt aufzusuchen. Besonders Menschen mit heller haut und vielen Muttermalen sollten regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen zum Dermatologen.
Weitere Informationen zum Hautkrebs
Fundierte Informationen erhalten Interessierte im Internet auf speziellen Plattformen. Auch wichtige Adressen wie Selbsthilfegruppen oder Beratungsstellen findet man unkompliziert im Web. Wichtig ist es, bei jeglichen Hautveränderungen den Hautarzt zu konsultieren.