Hautkrebs

Hautkrebs zählt zu einer der gefürchteten Erkrankungen der Haut, wobei der schwarze und der weiße Hautkrebs unterschieden werden. In beiden Fällen gilt als die Hauptursache eine zu lange und intensive Sonneneinstrahlung. Grundsätzlich spricht man immer dann von Hautkrebs, wenn sich bösartige Tumoren der Haut gebildet haben.

Die Zahl der Hautkrebspatienten hat in den letzten Jahren beziehungsweise Jahrzehnten drastisch zugenommen. Weltweit gesehen erkranken jedes Jahr zwischen zwei und drei Millionen Menschen an hellem Hautkrebs; schwarzer Hautkrebs ist mit etwa 130.000 Neuerkrankungen etwas weniger verbreitet.

Das Melanom des schwarzen Hautkrebses, welches sich meist auf der Haut entwickelt, ähnelt einem sehr dunklen Leberfleck. In einigen seltenen Fällen kann dies auch auf der Schleimhaut oder im Auge auftreten. Diese Melanome sind meist asymmetrisch und nehmen in ihrem Umfang stets zu. Auch ragen sie meist weit über die restliche Hautfläche hinaus. In einem fortgeschrittenen Stadium können diese Tochtergeschwulste, die sogenannten Metastasen bilden, die sich im Körper rasch ausbreiten. In diesem Fall sind die Überlebenschancen des Patienten eher gering.

Heller Hautkrebs tritt meist in fortgeschrittenem Lebensalter auf und betrifft dann Stellen, die im Laufe des Lebens häufig der Sonne ausgesetzt waren. Im Gegensatz zu schwarzem Hautkrebs tritt dieser Tumor meist in der Hautfarbe auf. Unterschieden werden hier die drei Arten

  • Basaliom
  • aktinische Keratose
  • Spinaliom.

Ursachen von Hautkrebs

Als Hauptursache für beide Formen des Hautkrebses gilt eine zu lange Sonneneinstrahlung. Besonders wer in jungen Jahren häufig an Sonnenbränden litt, gilt als Risikogruppe für diese Erkrankung. Auch geht man davon aus, dass Hautkrebs erblich bedingt ist.

Vor allem in den letzten Jahren kann man ein geändertes Verhalten der Bevölkerung beobachten: Immer mehr Menschen lassen sich vom Schönheitsideal eines gebräunten und schlanken Körpers anstecken und möchten diesen durch ausgiebige Sonnenbäder erreichen. Auch der Gang in ein Solarium ist für viele Menschen längst zur Gewohnheit geworden.

Neben der Sonne als Hauptursache für den Hautkrebs können auch giftige Stoffe, etwa Asbest, diesen auslösen. Gleiches gilt für Röntgenstrahlung, Entzündungen oder ein geschwächtes Immunsystem.

Symptome von Hautkrebs

Die Symptome beim Hautkrebs sind meist nicht zu übersehen. Vor allem der schwarze Hautkrebs mit seinen leberfleckenartigen Melanomen ist recht auffällig. Um diesen von normalen und ungefährlichen Leberflecken zu unterscheiden, wird meist die sogenannte ABCDE-Regel angewandt:

Diese besagt, dass Melanome in der Regel

  • asymetrisch sind (nicht rund oder oval)
  • sich von der gesunden Haut scharf abgrenzen
  • einen Durchmesser von mehr als 0,5 Zentimetern
  • eine auffällige schwarze Farbe oder mehrere Farben haben
  • erhaben sind und erst in kurzer Zeit entstanden

Ebenso können ein Juckreiz und plötzlich auftretende Blutungen von Hautveränderungen auf Hautkrebs hindeuten.

Untersuchungen und Diagnose

Die Diagnose schwarzer Hautkrebs kann ein Hautarzt meist bereits beim ersten Betrachten stellen. Zu diesem Zweck wird die Hautveränderung mit dem Dermatoskop, einer Art Lupe, genau untersucht. Auch weißer Hautkrebs ist von Fachleuten in der Regel schnell auszumachen; im Zweifelsfall wird eine Gewebeprobe entnommen. Diverse Röntgenuntersuchungen sowie die Computertomographie können schließlich Auskunft darüber geben, ob sich bereits Metastasen in anderen Organen gebildet haben.

Um die Tumordicke festzustellen, wird bei den meisten Patienten mit einem speziellen Ultraschallgerät die sogenannte Tumordickenmessung durchgeführt. Diese ist besonders wichtig, um die weitere Behandlung auszusuchen.

Bei allen Melanomen, die dicker als einen Millimeter sind, wird zudem eine weitere Untersuchung fällig, die Ausbreitungsdiagnostik. Bei dieser wird festgestellt, ob der Tumor bereits Metastasen in andere Organe gestreut hat. Auch die Röntgenaufnahme der Lunge zählt zu dieser Ausbreitungsuntersuchung.

Behandlung, Therapie und Komplikationen

Die Behandlung des Hautkrebses richtet sich danach, in welchem Stadium sich die Erkrankung befindet. Im Anfangsstadium sind die Chancen auf Heilung besonders groß. Dann nämlich ist es meist noch möglich, den Hautkrebs chirurgisch zu entfernen. Ist diese Operation nicht mehr möglich, kommt eventuell eine Strahlentherapie oder auch eine Kombination aus Strahlen- und Chemotherapie in Frage.

Haben sich noch keine Metastasen im Körper gebildet, sollte man dennoch dem sogenannten Wächterlymphknoten besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen. Diesen bezeichnet man so, weil er der erste Lymphknoten ist, an welchem der Tumor vorbei muss, ehe er in andere Organe gelangt. Sind hier Krebszellen feststellbar, werden in der Regel die dem Tumor nahe liegenden Lymphknoten operativ entfernt. Ist dies erfolgt, wird meist noch eine Immuntherapie verordnet, um eine vollständige Heilung zu erreichen. Allerdings kann diese mit teilweise schweren Nebenwirkungen einhergehen.

Bei weißem Hautkrebs ist die Wahl der Behandlung von verschiedenen Faktoren abhängig, unter anderem vom Alter des Patienten und natürlich von der Größe und Ausdehnung der betroffenen Hautstelle. Auch diese Form des Hautkrebs wird in der Regel chirurgisch entfernt, ferner kommen eine Ausschabung, eine Kältetherapie oder auch eine örtliche Immuntherapie in Frage.

Während schwarzer Hautkrebs in vielen Fällen tödlich verläuft (vor allem dann, wenn sich Metastasen gebildet haben), kann das sogenannte Basaliom, eine Form des hellen Hautkrebs, meist komplett entfernt werden und die Heilungschancen sind durchweg positiv. In über 90 Prozent der Fälle kann solch ein Basaliom erfolgreich behandelt werden. Allerdings sollte man regelmäßig zu allen Nachuntersuchungen gehen.

Prävention und was ich selbst tun kann

Vorbeugen kann man Hautkrebs am besten, indem man Sonnenschutzmittel mit einem hohen Lichtschutzfaktor verwendet. Hier gilt durchaus die Regel "Viel hilft viel" - nur eine ausreichend große Menge an Sonnencreme kann die Haut optimal schützen. Auf ausgedehnte Sonnenbäder sollte man bestenfalls verzichten und die direkte Sonne vor allem in den Mittagsstunden vermeiden.

Eltern sollten hier auch verstärkt auf ihre Kinder achten, da diese besonders gefährdet sind. Waser schützt übrigens nicht vor den schädlichen UV-Strahlen, ganz im Gegenteil: Im Wasser ist die Haut ungeschützter als im trockenen Zustand. Wenn man die Mittagssonne nicht vermeiden kann, sollte man sich mit entsprechender Kleidung, beispielsweise Sonnenhüten, vor der schädlichen Strahlung schützen.

Darüber hinaus kann es als Präventionsmaßnahme sinnvoll sein, seine Haut regelmäßig auf Veränderungen hin zu untersuchen. Insbesondere Leberflecken, die ihre Größe und Form verändern, sollte man einem Hautarzt vorstellen. Dies ist wichtig, denn je eher der Hautkrebs erkannt wird, desto besser sind die Chancen auf Heilung.

Vor allem Menschen mit heller Haut oder vielen Muttermalen sollten auch allen Vorsorgeuntersuchungen nachgehen. Während dieser Untersuchung nimmt der Arzt alle Hautveränderungen genau unter die Lupe und kann diese im Zweifelsfall sofort unter örtlicher Betäubung entfernen.

Das könnte Sie auch interessieren

Speiseröhrenkrebs

Die frühen Formen von Speiseröhrenkrebs verursachen noch keine Beschwerden. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

Brustkrebs

Je früher eine Brustkrebserkrankung, ein sogenanntes Mammakarzinom, erkannt wird, desto besser stehen die Heilungschancen.

Weißer Hautkrebs

Die Hauptursache für weißen Hautkrebs ist eine lang andauernde Einstrahlung von UV- Licht auf die Haut.

Leukämie (Blutkrebs)

Es kommt zu einer überschießenden Vermehrung von weißen, unreifen Blutkörperchen im Knochenmark, was zur Störung der normalen Blutbildung führt.

Prostatakrebs (Prostatakarzinom)

Im Drüsengewebe der Prostata wird ein spezielles Sekret für die Samenflüssigkeit gebildet. In diesem Gewebe bildet sich in den meisten Fällen der Prostatakrebs.

Darmkrebs

Darmkrebs entsteht meist sehr langsam. Daher treten Symptome erst in einem fortgeschrittenem Stadium auf.
Gelesen: 2.336
Krankheiten & Symptome
Artikel bewerten

 Bewertung: Ø 2.2 / (30 Stimmen)

Kommentare

noch kein Kommentar abgegeben.

Kommentare schreiben

Schreiben Sie ein Kommentar als FitUndGesund User!

Name
Email-Adresse (*wird nicht veröffentlicht)
Spam-Schutz (Summe von 9 + 4 eingeben)