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Hausstauballergie

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Der eigentliche Auslöser für eine Hausstauballergie ist der Kot der im Hausstaub lebenden Milben. Eine Belastung besteht das ganze Jahr über, vermehrt im Winter. Weiß man über den Auslöser seiner Allergie durch Hausstaub Bescheid, ist die erste Maßnahme eine neue Matratze für das Bett.


Was ist eine Hausstauballergie?

Das Immunsystem reagiert im Falle einer Hausstauballergie übersteigert, bzw. gesteigert auf verschiedene Substanzen im Hausstaub. Verantwortlich ist der Kot der Milben, die im Hausstaub leben.

Darum ist die richtige Bezeichnung für eine Hausstauballergie auch Hausstaubmilbenallergie. Der betroffene Allergiker atmet den feinen Hausstaub ein, die darin enthaltenen Allergene lösen eine allergische Reaktion aus. Eine Hausstaubmilbenallergie wird dem Reaktionstyp 1 zugeordnet.
Millionen Menschen sind davon betroffen.


Die Ursache für eine Hausstauballergie

Als Verursacher für eine Hausstauballergie gelten Allergene, die im Kot von Milben leben und auch Teile von toten, zerfallenen Milben. Die Milbenarten nennt man Dermatophagoides pteronyssinus oder D. Farinae. Eine Hausstaubmilbe gilt als Spinnentier, ist in jeder natürlichen häuslichen Umgebung zu finden und weder ein Krankheitsüberträger noch ist sie unhygienisch.

Eine Hausstaubmilbe ist winzig, nur etwa 0,5 mm groß und mit dem freien Auge kaum zu sehen. Die Lieblingsspeise der Hausstaubmilbe sind Haare und Hautschuppen des Menschen, die wir kontinuierlich verlieren. Sie bevorzugen ein feucht-warmes Klima, weshalb sie sich in Matratzen, Polstermöbeln, Vorhängen, Kuscheltieren und Teppichen besonders wohl fühlen.

Besonders im Herbst und Spätsommer ist die Milbenkonzentration groß, eine allergische Belastung besteht aber ganzjährig – vermehrt im Winter. Da im Winter die Raumluft aufgrund von beheizten Räumen trocken ist, sterben viele Milben. Die zerfallenen Körper und dadurch die Allergene sind nun massenhaft in der Raumluft vorhanden.


Was sind die Symptome für eine Hausstauballergie?

Die typischen Symptome einer Hausstauballergie, genau Hausstaubmilbenallergie, sind:
  • juckende tränende Augen

  • Husten, fließender Schnupfen, Niesattacken

  • die Haut zeigt allergische Reaktionen wie Schwellungen, Rötungen

  • in schweren Fällen Atemnot und allergisches Asthma Bronchiale

  • Die Beschwerden treten vor allen nachts und am Morgen auf, das ganze Jahr über.



Der Verlauf einer Hausstauballergie

Wer an einer Hausstauballergie leidet, tut das meist sein Leben lang. Eine Erleichterung kann durch Mindern der Konzentration im häuslichen Umfeld oder einer Hypersensibilisierung erreicht werden.


Die Behandlung einer Hausstauballergie

Behandlung: Sanierung des Bettes und der Teppiche sowie Polstermöbel etc., Medikamente wie Antihistaminika oder Adrenalin-Sprays, entsprechende Pflegeprodukte

Als erste Maßnahme bei einer diagnostizierten Hausstauballergie sollte das Bett saniert werden. Die Matratze zu wechseln ist unbedingt erforderlich, da sich die Milben hier ob des feuchtwarmen Klimas und der optimalen Temperatur (20 bis 35°) besonders wohl fühlen.

Im Fachhandel erhalten Allergiker sogenannte allergiedichte Matratzenüberzüge (Encasing, wasserdampfdurchlässiges Material). Ebenso sollte die Bettwäsche aus allergiedichtem Material bestehen und oft bei 60° gewaschen werden.

Alternativ dazu: Bettwäsche mit Neebaum-Substanzen (verhindern die schnelle Fortpflanzung der Milben). Spezielle Sprays oder Waschmittelzusätze sind nicht immer sinnvoll. Ist ein Boden sehr glatt, wird der mit Allergenen belastete Staub umso leichter aufgewirbelt, da ist sogar ein kurzfloriger Teppichboden mehr zu empfehlen.

Es ist schwer möglich, einen Wohnraum komplett milbenfrei zu halten, doch sollte der Versuch mittels oben genannter Maßnahmen unbedingt erfolgen. In Apotheken kann man Milbentests erhalten, die den Grad der Belastung anzeigen.

Wenn die hygienischen Maßnahmen nichts bewirken, kann der Allergiker sich einer Hypersensibilisierung unterziehen. Diese Therapie führt ein erfahrener Allergologe durch.
Sind die Beschwerden akut, helfen Antihistaminika, Glukokortiod-Lösungen oder Adrenalin Sprays zur Inhalation.

Auch auf die Pflegeprodukte sollte ein Hausstaub-Allergiker achten: gute Inhaltsstoffe in qualitativ anspruchsvollen Pflegeprodukten sind Urea, Deypanthenol, Aloe Vera oder Sanddorn. Damit können allergische Reaktionen der Haut gemildert werden.


Kann man einer Hausstauballergie vorbeugen?

Wichtige Maßnahmen bei einer Hausstauballergie im Wohnbereich können sein:
  • sind die Matratzen älter als 8 Jahre austauschen

  • die Räume stets lüften und trocken halten

  • an- und auskleiden sowie Haare kämmen nie im Schlafzimmer

  • in Zimmern mit mehreren Betten alle Matratzen mit einem allergiedichten Überzug (Encasing) versehen

  • einen Staubsauger mit speziellen Filtern verwenden, möglichst sollte der Allergiker nicht Staub saugen

  • Staubfänger meiden: Kissen, Stofftiere, offene Bücherregale, Polstermöbel, etc.

  • Teppichböden und Teppiche sowie Polstermöbel zumindest halbjährlich mit speziellen Akariziden (in der Apotheke erhältlich) reinigen

  • Kuscheltiere sollten waschbar sein, ansonsten hilft es, sie in eine Plastiktüte zu verpacken und einzufrieren

  • Urlaub am besten in über 1.200 Metern Seehöhe verbringen

Eine spezielle Vorbeugungsmaßnahme ist eine spezifische Immuntherapie (Hypersensibilisierung).


Infos zum Thema

Gute Informationen findet man im Internet, spezielle Foren von Betroffenen bieten eine Menge an guten Tipps. Natürlich erhält man reichlich Lektüre zum Thema Allergie und Immuntherapie.
Es ist ratsam, bei den ersten Anzeichen für eine Allergie einen Facharzt aufzusuchen. Nur er kann die richtige Diagnose mittels Allergietests erstellen und die erforderliche Behandlung einleiten.
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